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Jüdische Schulzeitung · 1935-03-01 · 3 (1.3.1935) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
11 (1935)
Issue
3 (1.3.1935)
Date
1935-03-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Jüdische; Schulzeitung Nummer 3 Sache der jüdischen,Gesamtheit dienen. Hier wuchs ihm in aufreibender Arbeit die Kraft; hier gewann sein Wirken . Tiefe und Breite und ward es am Ende, beim Ansturm der Gewalten wohl auch zerbrochen. Was an Gewirktem lebendig bleiben mag, kann nicht ermessen werden; es lebt fort im Gedächtnis derer, denen Goldmanns Arbeit galt,, und so bleibt das Bild des Heimgegangenen, seiner Person und seiner Arbeit, treu umschlossen auch in der Erinnerung seiner Berufsgenossen der jüdischen Lehrerschaft. Hundertjahrfeier der Berliner Mädchen-Mittelschule Die Mädchen-Mittelschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin beging am 10. Februar unter der Anteilnahme vieler Vertreter der jüdischen Organisationen und Institutionen die Feier ihres 100jährigen Bestehens. Wir werden demnächst ausführlich über den Festakt berichten. Liebe Marks-Haindorffer! Feiner-Blankenese, Dr. Gutmann-Berlin, Dublon-Dülmen und ich sind auf den Gedanken gekommen, es müßte doch sehr schön sein, wemi wir alle, die wir in Münster unsre Ausbildung für den Lehrerberuf genossen haben, einmal dort zusammenkämen. Wir haben beschlossen, Euch zu Ostern einzuladen, und in Gemeinschaft mit dem Kollegen Scheuer-Münster, folgenden Plan entworfen: Am Abend des 21. April, um 7 Uhr beginnend, Beisammensein im Seminargebäude, Kanonengraben 4. Am 22. April Spaziergang durch das liebe Münster. Wir wollen einmal wieder ganz jung sein. Wer das vermag, sage ja und schreibe es mir, spätestens am 21. März. Wer Gasthauszimmer wünscht, lasse mich das auch wissen. Auf frohes Wiedersehen in Münster! Hannover IM Warmbüchenstraße 19 L. Mayer (früher Lünen). Nach Palästina — wcnn's reicht . . . Wir jüdischen Lehrer und Lehrerinnen wollen uns vornehmen, im Frühling des Jahres 1936 eine Sonderfahrt ins Heilige Land zu unternehmen. Je größer die Beteiligung sein wird, desto billiger wird die Reise werden. Wer den. Wunsch hat, mitzutun und wem die Möglichkeit dazu gegeben ist, der möge schon jetzt eine unverbindliche entsprechende Mitteilung an den Schriftleiter dieses Blattes machen. Es wird gespart werden müssen in dem vor uns liegenden Jahre, deshalb sei der Plan schon jetzt hinausgegeben. Braun. Zur Beachtung! Gesuche um Unterstützung sind an die Vorsitzenden der Provinzialvereine zu richten, die sie dann umgehend an die Verbandshilfskasse (Lehrer S. Silberberg, Berlin-Zehlendorf, Lessingstraße 23) weiterleiten werden. K W von Rabb. H. Ludwig, Leipzig 895 Hallische Straße 19 Für die Leser der Ztg. Mk. 2.- V r \ ^jrucksacheq liefert in bester Ausführung Qebr Uder jfeubauer ^Cudwigshafen a. J{h., Schulstr. Gross-Garage Albert Sisson, Konstanz Emmishofer Straße 5 (beim Emmishofer Zoll) »2i Taxi Telefon 1009 — Moderne Reparaturwerkstävte — Wagen waschen, Durchschmierung, Reinigunq der Wagen, Oel, Benzin, „Esso"-Tankstelle Literarisches Der Äfa-Veüag, BerlinrH-Dünnebeil; -hat ein interessantes kleines Werk von Herb e r i Graf" (dem Sohn des „Ewigen Mitgliedes" unseres Vereins jüdischer Lehrer Rheinlands und Westfalens) herausgebracht. Titel: „Das Repertoire der öffentlichen Opern- und Singspielbühnen in Berlin seit dem Jahre 1771. 1. Teil: Kochische Gesellschaft deutscher Schauspieler (1771—1775) und Döbbelinsches Theater in der Behrenstraße (1775—1786)." Preis 1.80 RM. Der Ausdruck „kleines Werk" soll nur den äußeren Um^ fang bezeichnen; in den 47 Seiten der Broschüre steckt eine enorme Forscherarbeit, ein unermüdlicher Fleiß, die strenge Genauigkeit eines wissenschaftlichen Gewissens. Graf gibt nach einer gehaltvollen Einleitung, die den Stand der deutschen Oper und des deutschen Singspiels der friderizianischen Zeit schildert, das Repertoire der beiden im Titel genannten Bühnen. Wie wir hören, soll diesem ersten Heft in Kürze ein zweites folgen, das die Zeit von 1786 bis 1840 behandelt, die Jahre, in denen die großen Meisterwerke Mozarts, Glucks, Webers, Beethovens, Verdis u. a. erschienen. Beide Bände sind dem großen, bis jetzt erst handschriftlich vorhandenen Opernlexikon Herbert Grafs entnommen, das über jede, jemals in irgendeinem Lande seit 1594 aufgeführte Oper berichtet. Wir wünschen dem Autor, daß es ihm bald möglich sein werde, dieses große Werk herauszubringen, auf das man nach der Probe, die er in dem „Repertoire" gegeben hat, große Erwartungen setzen darf. H. Sch. * Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden. Herausgegeben vom RJF. und verlegt vom Vortrupp-Verlag Berlin. Dieses ausgezeichnet ausgestattete Buch läßt die Kriegszeit mit all ihrem Weh und all ihrem Hochgefühl wieder lebendig werden. Hinter dieser Fülle von Briefen aus dem Felde tritt die charakteristische Haltung jüdischer Soldaten hervor: Hingabefähigkeit und Entschlossenheit zur Pflichterfüllung bis zum Letzten. Die Briefe, in denen nichtjüdische Kameraden den Angehörigen gefallener jüdischer Soldaten deren Tod mitteilen, rühren in der Gegenwart in besondrer Weise ans Herz. Die eingestreuten Gedichte verstärken den Eindruck der Briefsammlung. Max Liebermann hat dem Buch eine 'beziehungsreiche Zeichnung vorangesetzt: unter der gesenkten deutschen Fahne sitzt eine klagende Mutter. Die „Kriegsbriefe" werden immer ein wichtiges Dokument dafür sein, wie jüdisches Schicksal mit dem der Umwelt verflochten ist, und wie es eben in dieser Verflochtenheit zum tragischen Geschehen wird- Wille und Weg des deutschen Judentums; Vortrupp-Verlag, Berlin. Dieses Buch bringt grundsätzliche Darlegungen von Persönlichkeiten, die bestimmte deutschjüdische Gruppen repräsentieren. Dr. Leo Löwenstein verbreitet sich in der seiner Organisation angemessenen Kürze und Sachlichkeit über die Aufgaben und die praktische Arbeit des RJF. In weitausholende weltanschauliche Betrachtungen begeben sich als CVer Dr- Alfred Hirschberg, als Führer des B.d.j.J. Heinz Kellermann und für den Vortrupp Dr. Hans J. Schoeps. Nicht vertreten sind die zionistischen und religiösen Gruppen. Das Buch wird ein interessantes Zeitdokument bleiben, weil sich in ihm die Wirkungen ablesen lassen, die die Ereignisse der Gegenwart in den verschiedenen Schichtungen der deutschen Judenheit hinterlassen haben. * - In Kürze wird eine Gedichtsammlung für Schule und Haus erscheinen, von der wir hoffen dürfen, daß sie der jüdischen Lehrerschaft willkommen sein wird. Die Bearbeiter der Sammlung sind die Kollegen Rektor Feiner-Hamburg, Rothschild-Eßlingen und Gut-Frankfurt Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, rlauptschriftleiter, Köln, Lützowstraße 39. Für d e Anzeigen verantwortlich1 Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. IV. Vj. 726 Exemplare. —: Druck und Verlag: .Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh«

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