Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 5 (1.5.1934)
- Date
- 1934-05-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 5 Jüdische Schulzeitung Seite 9 Am 15. März d. J. beging Herr Lehrer Marx in Gießen die Feier seines 50jährigen Dienstjubiläums. Der Jubilar gehört seit vielen Jahren dem, Vorstand des Israelitischen Landeslehrervereins im Volksstaate Hessen an- Stets ist er mit Nächdruck für die Interessen des Vereins und seiner Mitglieder* eingetreten und hat mannhaft und zielbcvvuÜE tüü tfüühtö iifiöefp» StHHUtt* *u Wuliwm Keüuöht. Ef zahlt zu den treuesten Mitgliedern unseres großen jüdischen Lehrerverbandes, dessen Ausbau und Stärkung ihm immer am Herzen lag; mit Leidenschaft ist er jedem Spaltungsversuch entgegengetreten. Sein berufliches Wirken ist besonders ausgezeichnet durch eine stete Hilfsbereitschaft und ein versöhnliches Wesen. Gerno stand er jederzeit seinen Berufsgenossen mit seiner reichen rirfahrung und seinem guten Rate zur Seite. Für alles, was der verehrte Jubilar zur ideellen und materiellen Förderung unseres Standes beigetragen hat, sei ihm auch an dieser Stelle herzlichst gedankt. Möge unserem lieben Kollegen Marx noch ein recht langer und friedlicher Lebensabend in Frische des Körpers und des Geistes beschieden und es ihm vergönnt sein, auch weiterhin im Dienste unserer Gemeinschaft wirken zu können. Her stellvertretende Vorsitzende des Isr. Landeslehrerveieins im Volksstaate Hessen, Herr Lehrer Jakob Strauß, wohnt ab 15. April: Offenbach a. M., B a h n h o f s t r a ß e 18 Kollege Dr. Hermann L e v i - K ö In konnte am I. April auf eine 25jährige Tätigkeit als Religionslehrer der Synagogen- Gemeinde Köln zurückblicken. Dr. Levi war e:,:re Reihe von- Jahren Seelsorger der Vorortgemeinde Köln-Ehrenfeld. Seine gediegenen wissenschaftlichen und methodischen Fälligkeiten ermöglichten ihm eine in die Tiefe gehende.Arbeit an der Jugend, aber auch eine fruchtbare Mitwirkung an den pädagogischen Bestrebungen der Kölner Kollegenschaft. Fs ist in engerem Kreise bekannt, daß Dr. Levi ein geschichtsmethodisches Werke entworfen hat und wir hoffen, daß es ihm möglich sein. (Wird, es bald der Oeffentlichkeit zu übergeben. Und die Krönung vom Pessachfest, die beiden Seder- Abende waren ein Erlebnis. Die elektrischen Lampen, die vielen silbernen Leuchter mit ihren Kerzen strahlten um die Wette mit allen erwartungsvollen Mienen der etwa 50 Anwesenden. Die festlich gedeckten Tische, das blitzende Silber, das schneeige Linnen, obenan die herrliche Seder-Schüssel — die festlich gekleidete Tisch-Gesellschaft, unsere patriarchalisch ausschauenden alten Herren und Gelehrten - alles dieses löste das Empfinden in uns aus: so und nicht anders muß es sein, wenn man sich altem Brauch folgend zusammenfindet, um diese Nacht zu feiern, „die sich vor allen anderen Nächten auszeichnet." Aber nun muß auch die Parole lautein: Jeder muß das Sunige dazu beitragen, daß das Lehrer-Heim erhalten bleibt und daß nicht die Not der Zeit daran rüttelt und das Bestehenbleiben in Frage stellt. Geldliche Schwierigkeiten schaffen Sorgen — große Sorgen, für die Verwaltung und Leitung. Wir Lehrer und'Kantoren und Rabbiner und Beamte aller Art müssen uns verpflichtet fühlen, durch ein Zusammenhalten zu bezeugen, daß der eine für den andern eintritt, die Bemitteltem für die Unbemittelten, deren es leider eine große Anzahl gibt. Aber es gibt sehr viele Kollegen, die noch ein gutes Einkommen haben, das ihnen leicht ermöglicht, Mitglied zu sein, man braucht alljährlich nur den Betrag von 5 RM aufzubringen. Leg't rrutn sich jeden Monat nur etwa 40—50 Pfg. beiseite, so ist schon das gute Werk geschaffen. Und wenn alle von dem Wunsche beseelt sind, daß das Heim bestehen bleiben möge, so münen sie diesen Fingerzeig beachten u.id ihren Beitrag einschicken oder sich als Mitglied neu anmelden oder'auch sonst für das Heim werben. Eine Alters-Insassin. Nachwort der Schriftle'tung Wir unterstützen aus vollem Herzen den Ruf an die Kollegen, das mustergültig geleitete Heim in Bad Ems erha'- ten zu helfen. Es bietet eine geradezu ideale Bleibe für" alle, die einen 'geruhigen Lebensabend ersehnen. — Anmeldungen sind nicht an das Heim selbst, sondern an den Kollegen I. B. Lcvy in Frankfurt a. M., Preiherr-v.- Stein-Straße 9. zu richten. Achtung, Kollegen! Pessach im Erholungs- und Altersheim für jüdische Lehrer und Kantoren in Bad Ems Nun sind die schönen Pessach tage vorbei, die gerade in diesem Jahre vom herrlichsten Frühjahrswetter begünstigt wurden. Vorüber sind sie der Zeit nach, aber unauslöschlich bleiben sie im Gedächtnis derjenigen, die diese acht Tage im Lehrer-Heim verlebt haben. Viele auswärtige Gäste fanden sich hier zusammen zum gemeinsamen Feiern mit den lnsasj sen und alle zeigten -mit einander enge Verbundenheit. Jeder \ hatte \las Empfinden: wir gehören zusammen, wir sind alle [. eines Volkes, das sich durchringen muß und mit Gottes Hilfe | auch durchringen wird. Aus allen Lagern unseres Bekenntnis- I ses war man zusammen gekommen, um das Pessachfest gei meinsam zu begehen und niemand ist enttäuscht worden. Hier | trafen sich alte Bekannte — man tauschte Erinnerungen an t frühere-Jahre aus oder . Erlebnisse in jüngster Zeit. Auch wurj den neue Bekanntschaften und Freundschaften geschlossen. I Und dieses Verdienst darf die Leitung und die Verwaltung! uneingeschränkt für sich in Anspruch nehmen: Man wird ver- \ swjjt, betreut, verpflegt, wie man mustergültiger nicht unter- I gebracht werden kann. . *Nicbi die Sonderspende für die Verbandshilfskasse vergessen! (Postscheck Berlin 15 496, Rektor Max Reschke, Kaisersrraße 29.) Spendenliste folgt in nächster Nummer. Peritz. Kollegen, denkt an Eure Pflicht! Zahlt Eure Beiträge! Achtung I Welcher Kollege — eingeführt in guten jüd. Kreisen — ist in der Lage, für einzige Tochter, 21 jähr., geb Fri'ul. (schöne Blondine), mit Bcrufsausbildg., größerem Bar» verm. u. schön. Aussteuer passende Heirat mit Herrn in guter Position (Lehrer oder dergl.) zu vermitteln. Gefl. Angeb. unter L..Z 116 an den Verlag der Jüd. Schul, zeitung, Ludwigshafen a. Rh., Schulstr. 14 Wer »"CJhkl allseitige u. sachgemäße Ausbildung in Land., Vieh» und Weidewirtschaft in nicht rituellem Haus? 118 Offerten unter 8 538 an Ala Maasen» stein G. 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