Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 3 (1.3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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m *jvn\i o Jüdische Schulzeitung Nummer % (' Zur Beachtung! Die Zeitungsgebühr für die Zeit vom 1. April bis zum 31. Dezember 1934 beträgt 0.75 RM. Es wird gebeten, diesen Betrag vor dem 1. April einzusenden, am zweckmäßigsten an den jeweiligen Vereinsvorsitzenden. * Verbandsmitglieder, die sich mit Privatanfragen an die Verbandsleitung wenden, wollen stets Rückporto beilegen! Für die Hilfskasse des Preußen-Verbandes haben seit unserer 2. Veröffentlichung in Nr; 9 dieser Zeitung vom 15. September 1933 gespendet: Dr. Golde-Berlin 0.50 RM Henschke-Steinheim 4.00 RM Last-Berlin 3.00 RM Nathän-Saarlouis 3.00 RM Dr. Stern-Berlin 3.00 RM Lion Wolff-Berlin 0.50 RM Zusammen 17.00 RM Gesamtspende: Ausschußsitzung am 2. 1. 33 24-50 RM 1. Veröffentlichung am 15. 5. 33 251.00 RM 2. Veröffentlichung am 15. 9. 33 145.47 RM 3. Veröffentlichung am 1. 3. 34 17.00 RM Insgesamt 437.97 RM Berlin den 31. Januar 1934. M. A b r a h a m. Persönliches Kollege Ransenberg-Neuwied ist jüngst 70 Jahre alt geworden. Wer dächte beim Hören dieses Namens nicht mit Wehmut der Zeiten, da der tapfere Kämpe mit seiner markig westfälischen Sprechweise in immer klug abgewogenen Sätzen, aber mit Nachdruck und Furchtlosigkeit für die Interessen seines Standes und der jüdischen Schule eingetreten? Es ist ruhig geworden um diesen prächtigen Menschen; aber wenn man bei ihm sitzt und ihm lauscht, dann spürt man wohl bald etwas von der Kraft, die ihm zu eigen, und von dem Humor, der ihm in Freud und Leid getreuer Weggenosse gewesen. Möchte ein guter Genius ihm zur Seite stehen, damit die Jahre, die da kommen, ihm einen friedereichen Lebensabend belassen! Wir beklagen schmerzlich den Heimgang unseres Mitgliedes, des Herrn David Bernheim , Varel in Oldenburg. Herr Bernheim hat seine ganze Amtstätigkeit im Dienst der Volksschule und der Gemeinde Varel verbracht!. Herr Landesrabbiner Dr. de Haas, Oldenburg, hielt im Gotteshause die Trauerrede. Der Vorsteher der Gemeinde Varel sprach in wenigen Worten^von der Liebe und Verehrung der Gemeinde zu ihrem Lenrer, der in 48jähriger aufopfernder Tätigkeit mit ihr verwachsen war. . - . Als vortrefflicher und aufrichtiger Kollege, als tätiges Mitglied unseres Vereines wird der Entschlafene uns in ehrender Erinnerung bleiben. Sein Andenken bleibe gesegnet! Verein der Jüd. Lehrer in den Rabbinatsbezirken E m d eh — Oldenburg I. A.: Hartog, Wilhelmshaven- < Der Tod lichtet unsere Reihen und nimmt uns so manchen Freund, dem wir noch lange Schaffenszeit vengtönnt glaubten. Am 28. Januar ist Kollege Sally Spier-Gelsenkirchen mitten aus seiner Arbeit nach kurzem Leiden geschieden. Mit seiner Witwe und zwei Söhnen stand die Kollegenschaft des engeren Bezirks trauernd an seiner Gruft. Katz- Gelsenkirchen brachte den Scheidegruß der Amtsbrüder zum Ausdruck. Wir wollen dem Verblichenen die Treue wahren. Essen-Steele, den 31. Januar 1934. Verein israelitischer Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens Katzenstein. Literarisches D r. E r n s t J a c o b: Israelitische Religibnslehre. (B. Jieller, München.) 1933. Es ist eine unbestreitbare Tatsache: jüdisches Leben pulsiert stärker denn je, auch in den Kreisen, die bislang allem Jüdischen interesselos, ja, oft ablehnend gegenüberstanden. Und gerade darum überstürzen sich die Fragen nach dem Wie? und Warum? des Judeseins. An dieser Erscheinung können Eltern, Erzieher und Jugendführer nicht achtlos vorübergehen. Sie. werden froh und pflichtbewußt den Auftrieb dieser religiösen Renaissance mit allen Kräften und Mitteln zu fördern versuchen und sind dem Verfasser des obengenannten Büchleins Von Herzen dankbar, daß er ihnen umd den von. ihnen Betreuten zu rechter Stunde ein treffliches Hilfsmittel in die Hand gegeben hat, das in mustergültiger Prägnanz abgefaßt ist und dennoch erschöpfend imstande sein dürfte, Antwort auf alle Fragen zu geben, die die Lehren und das Leben des Judentums betreffen. Zahlreiche Stellen aus dem biblischen und nachbiblisehen Schrifttum, mit pädagogischem Geschick ausgewählt, werden in dem Leser bestimmt den Wunsch erzeugen, sich noch „tiefer in den Reichtum, in die Pracht" der Heiligen Schrift zu versenken. Besonders hervorzuheben sind. u. a. das Kapitel vom „Lebenslauf des Juden", der wertvolle Anhang: „Judentum und Christentum" und der treffliche Ueberblick über „Die Bücher der Lehre." Ausstattung und Druck sind hervorragend, so\daß wir dem Büchlein viele Leser in den oberen, Klassen der Volks-, den mittleren Jahrgängen der Mittelschulen, aber auch in den Heimabenden der Jugendbünde wünschen. Dr. S. K. Zur Besprechung liegen vor: Julius Bäb: Rembrandt und Spinoza, ein Doppelbildnis int deutsch-jüdischen Raum. Philoverlag, Berlin, 1934. Broschiert 2,30 RM. Von der Achawa Gegen Jahresende fand wie üblich eine Verwaltiiinigsausschußsitzung der Achawa statt. Wie alle" ähnlichen Institutionen, so hat auch diese nunmehr 70 Jahre bestehende Einrichtung den Hauptteil ihrer ursprünglichen Bedeutung eingebüßt. Trotzdem ist man, "wie der erste Vorsitzende. Herr Oberlehrer Gut, ausführte, entschlossen, die Kasse ihrer Bestimmung zu erhalten. Hierfür sind nicht nur Pietätsgründe maßgebend. So konnten auch in diesem Jahre wieder, wie Herr Bankdirektor Emil Simon, der Kassanführer, mitteilte, 2400 Mark zur Ausschüttung gelangen und manche Not gelindert werden. Den Ehrenmitgliedern, die dem Verein treu geblieben sind und denjenigen, die zugunsten der Bedürftigeren auf ihre~Quote verzichtet haben, gebührt besonderer Dank. Die Beiträge für Ehrenmitglieder betragen 6 Mark. Die aktiven Mitglieder werden gebeten, ihren Beitrag von 4 Mark, ohne weitere Aufforderung auf das Postscheckkonto der Achawa (Pensiomis- und Hilfskasse isr. Lehrer Deutschlands), Nr. 47 452 Frankfurt a. M., einzuzahlen. Neue« aktive Mitglieder können zur Zeit nicht aufgenommen werden. Anfragen beantwortet der Schriftführer, Herr Studienrat Walther Rothschild, Hammanstraße 5. I Gummistempel i schnell / sauber / preiswert Gebr. Neubauer, Ludwigshafena.Rh. Für die Anzeigen verantwortlich: Curt Brömel, Ludwigshafen a. Rh. •— D.-A. IV. Vj. 1100 Exemplare.