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Jüdische Schulzeitung · 1934-02-01 · 2 (1.2.1934) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
10 (1934)
Issue
2 (1.2.1934)
Date
1934-02-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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'"~ ■ - ■- r"? Seite 8' J ü d i s c h e S c h u 1 z e i t u n g ~* r#£. - %".---:r1"."/ :* .Nummer^» Wir empfehlen wärmstens die Beteiligung bei dieser Buch-Vereinigung als Mil&üeder und Werber. Vorstand des Reichs Verbandes "jüdischer Lehrervereine: Stern Bamberger Feiner Steinhardt Peritz Levy Abraham. » Wie uns mitgeteilt wird, hat unser" Verbandsvorsitzender, Kollege Dr. Stern, den Vorsitz in der wissenschaftlichen Vereinigung jüdischer Lehrer und Lehrerinnen in Berlin übernommen. Wir freuen uns, Dr. Stern an der Spitze dieses wertvolle Arbeit leistenden Vereins zu wissen und sprechen ihm unsere guten Wünsche zum neuen Tätigkeitsfelde aus. Die Schriftleitung. Persönliches Vor wenigen Wochen ist Oberlehrer i. R. Josef Heß 70 Jahre alt geworden. Mehr als ein Menschenalter hat Kollege Heß in Saarwellingen als Lehrer und Kultusbeamter gewirkt. Mehr als einmal hat die staatliche Behörde 'die Schularbeit dieses Mannes anerkannt. Er gehört zu den Menschen, die nie rasten und die .auch dann keinen Stillstand kennen, wenn die Bürde des Anites von ihnen genommen ist. Möge es Kollege Heß vergönnt sein, noch manch geruhiges Jahr in der schönen Moselstadt Trier zu verleben! . * In Kleve am Niederrhein verschied unser lieber Kollege L. Low enstein. Er hat sein Amt in Treue und Gewissenhaftigkeit geführt, und er erfreute sich deshalb der Liebe und " Verehrung seiner Gemeinde und seiner Berufsgenossesnl Sein Andenken bleibe gesegnet! * Wir beklagen schmerzlich den frühen Heimgang unseres Mitgliedes, des Herrn Oberkantor Martin Lach im! an n. Die wenigen Jahre seiner Mitgliedschaft bei uns fielen in eine Zeit stagnierender Vereinstätigkeit. Zudem lag das Hauptinteresse des Entschlafenen auf kantoralem Gebiet. Aber als trefflicher, aufrichtiger Kollege, als überaus fleißiger und befähigter Diener im heiligen Amt wird er uns in ehrender Erinnerung bleiben. Verein Israelit. Lehrer Mitteldeutschlands. Sächsische Israelitische Lehrervereinigung, i. A.:J äffe-Leipzig- Unser lieber Kollege Salonion Sommerfeld ist nicht mehr. Wehmütig nehmen wir Abschied von einem treuen, alten Freunde, Mitarbeiter und Mitstreiter. Von den 54 Jahren, in denen der Verein besteht, hat er 47 Jahre wacker in seinen Reihen gestanden, Jahrzehnte im Vorstand mitgearbeitet und im Auf und Ab der Entwicklung treu mitgefochten. Vo. .' konservativer Grundlage, hat er stürmischen Neuerern immer die Zügel weiser Mäßigung angelegt, im. übrigen aber die Weckung echten kameradschaftlichen Sinnes und die Pflege edler Standeswürde als sein besonderes Aufgabengebiet angesehen. Seine Herzensgüte — durch viel selbsterfahrenes Leid vertieft — trieb ihn unermüdlich zur Mahnung und zur Tat für die Erhaltung der Berufs-Hilfseinrichtungen, und dies werden wir ihm dankbar nachsagen, solange wir leben. Stolz auf diesen würdigen und tüchtige«! Berufsgenossen, der. seine gesamte Lebensarbeit — seltener Fall — der einen Gemeinde ■e Chemnitz widmete, rufen wir ihm in die Ewigkeit nach: „Die Lehre der Wahrheit war in seinem Munde, u. w." (MAL. 2, 6). — Sein Andenken werde uns ein Segen! Verein Israelit. Lehrer Mitteldeutschlands. Sächsische Israelitische Lehrervereinigung. ■■■LA.: J af f e-Leipzig. . . - Berichtigung * . Im Leitartikel dieses Blattes vom L Januar war der Meiiimmg Ausdruck gegeben worden, daß wohl;keine der Höheren jüdischenvLehranstalten noch die Berechtigung zur Abnahme der Reifeprüfung habe. Wir sind darauf aufmerksam! gemacht worden, daß diese Annahme nicht;zutreffe, und daß bei den in Frage stehenden Anstalten in bezug auf Prüfungsberechtigungen alles beim alten geblieben sei. Damit werden die weiteren Ausführungen, die an den vermeintlichen Sachverhalt anknüpften, hMällig. " Die Schriftleitung. P Literarisches Joachi m P r i n z:v^Vir Juden. Erich Reiß Verlag, Berlin, 1933. \ Dieses Buch — eine tipzige große Anklage gegen die Juden des verflossenen Jahrhunderts — ist von vielen tausend Lesern mit heißem Atem in e^ern Zuge durchflogen worden, ■Aäi«. Ende stand der Entschluß,v dem Ruf zur Entscheidung standzuhalten und ernst zu machen mit einer erneuten Prü fung der Tatsache des Judeseins. \>as ist* das Verdienst des Verfassers, Dieses Buch — eine große Gefahr\r die nicht hinreichend mit den Sachverhalten vertraute Masse\_ legt der Wissende beiseite mit dem peiiiidichen Empfinden>,2jner bedenklichen Schwarzweißmalerei gegenüberzustehen, dk der Wirklichkeit nicht entspricht. Die halbe Million deutsche"kjuden sind mit nichten ..wir Juden"; im Nationalen erschöpf Sicn das Jüdische keineswegs; Paradoxien sind dem JudeiWn wesenhaft zu eigen, das haben Buber und Baeck hinreichen^ klar aufgewiesen; eine Neuschöpfung im.religiösen Beiirk ist_ein vergebliches Unterfangen, und eine „Lösung dej Judenfrage" in Aussicht zu stellen:, ist angesichts des nur vom Metaphysischen her faßbaren Urgrundes und Ablaufes jüdb}/i€i Schicksals ein vermessenes Unterfangen. ~ ' j Vis ließe sich mühelos ein ganzes Buc) v|ll Kritik zu den Darlegungen Prinzens schreiben; es gj>t yviele Seiten in seinem Buch, die nicht das sprachliche undbchliche Gewissen des im jüdischen Bereich heimischen Lesjs auf den Plan tu fen. Und dennoch unterbleibe hier die Krfk. In Zeiteru tiefster seelischer Not bedarf es wohl des befeu-niten Anrufs eines leidenschafterfüllten kämpferischen Mann;; da mag es hingehen, wenn im großen Wurf der Gedamtf nicht allzuviel Ge-_ wicht auf Feinarbeit gelegt wurde. f S. B. Nebenverdienst f. Lehrer d. Verkauf v. "W<eln spez. koscher Wein anPriva'e. Anfraßen unter J. S. 100 an die Geschäftsstelle ds. Bl. Gummistempel sef1 * sauber * pre'swerf Verli*r »Jüdischen Schulzeitang« «annheim. Postfach 472. Beschwerden | über unpünktlichepstellung oder lieferurg der Jüdpn Schulzeitung hu ten "\ wir nur an die zu sfidige Postanstalt o<ail den Briefträger ziehten. Die Jüdische^/, zeitung ist durch ^iese ist daher fchten. Die Jüdische Post eingewiesen uir ir Beschwerden zust Für die Anzeigen.verantwortlich: Curt Brömel,

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