Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 10-11 (15.11.1933)
- Date
- 1933-11-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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_|- 4 , - vf *i ' "-^ -T>f-^ * < r- -i"- - * „ ~~< f|4^~§pMießUph wurde nöclr die Frage der'etwaigen ErricKi*uhg limer^aüüischen^ Handels^' uüd Gewerbeschule1 behandelt;;.-Zunächst*s»lteii nähere' Unterlagen für ein solches Projekt be- 45«chafft^eraen'.'/- n " . . .;■>■ »■ ■■■■^> " ' - •' IV, ~ * ' S Ii r-. <"~ ■?*-.-• :■■ -' ' ■ -T - ^- ■ ■•■ :■ lf . TWir werden in der nächsten Ausgabe unseres Blattes auf 'taie Frage nach der Zukunft unserer Schulen ausführlich zu- ^rückkommen.! : -." ~—- . ' ej Aus dem Lehrerverband rjvercin israelitischer Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens *{ (Bezirk Oberrhein) 1f :. -» ' ' ■ - Einladung ■Szu iter-am 22. November d. J., vormittags 10^ Uhr in Neuj%ied, Gemeindesaal, Engerserstraße (Synagoge) angesetzten ((Versammlung!. <« j ■ 1.■•■ VortragUnsere'Bibel in dieser'Zeit. ■ 2. Besprechungen. j.« Auch benachbarte Kollegen sind eingeladen und willkommen. / ' Berthold Sender, Neuwied. *. ■ f Verein jüdischer Lehrer der Provinz Brandenburg v Jahresversammlung 1933 i (Vorbehaltlich!) y> t ■ Mittwoch, den 22. November (Bußtag), pünktlich 2% Uhr Än Berlin, Große Hamburger Straße 27. (' 1. Die üblichen geschäftlichen Punkte (Geschäfts- £ ' bericht, Kassenbericht, freie Aussprache usw.). V 2. Referat des Koll. W o 1 f f - Eberswalde: „Aufga ben Xl" des Lehrers und Kultusbeamten in dieser Z e i t." J ' - _ ' d Zahlreiches Erscheinen dringend erwünscht. — Weiteres itien Mitgliedern bereits mitgeteilt. — Bei etwaigem Eintritt IDehindernder Umstände erfolgt rechtzeitige Absage dfer Versammlung. welche - durch" die" gleic-hschaTfenderi "Bindungen "Tihfer" Vor~:Ö Schriften 'dem Leben jedes einzelnen*bleibenden Silin, der Jeliklv' giöseh Volksgemeinschaft -die Gesamtaüfgabe-ihrer .vZuJainfpfigibt. Denn die durchgängig aus clen; Erlebnissen des*faerzens# erwachende Hingäbe an Gott führt jenen zur dauernden Ver?r<- bindung mit Ihm, da das' andächtige Gebet, die Hymnen der-1 Erlösung, den frommen Beter immer von neuem Gott unmittelf f bar nahe bringen und die Nachfolge Gottes durch die Liebestat des Herzens den einheitlichen Gefühls- und Willensausdruck der jüdischen Gemeinschaft bekunden. Die Geschichte der Gebete und Gebräuche beweist durch ihre im Dienst der Kirche wiederkehrenden Formen ihre universelle Spannweite» Die aus solch dauerndem Umgange mit Gott hervorgehende praktische-Moral des Herzens'ließ die religiös sittliche jüdische Volksgemeinschaft erstehen, die aus ihrem Jenseitsglauben die ideale Bestimmung ihrer Sendung an die" Menschheit ableitete» . dereinst das auch alle nationalen Völkerschaften der Erde umfassende Gottesreich der Gerechtigkeit, der Wahrheit und des Friedens herbeizuführen. Der innerliche Gottesbesitz erweckt folgerecht das Messiasverilangen. — Diese unter gegensätzlichen Gesichtspunktenknapp aneinander gereihte religionswisserischaftliche Uebersicht wird in einem Anhang durch eine große Zahl von Stellennachweisen aus Bibel, Talmud, den Dezisoren, der Religionsphilosophie und Mystik kapitel- =■ weise belegt. Sie schließen sich mit dem Text insgesamt zu einem Kompendium der jüdischen Religionslehre zusaimmen. dessen Verwertung im Religionsunterricht ihm vielfä'ftige Bereicherung und Anregung zu geben vermag. ■ - - . - Dr. Max Golde. . . Hugo Herrmann: Palästina wie es wirklich ist. Mit 72 Bildern nach Originalaufnahmen und zwei Landkarten. Fiba-Verlag, Wien-Leipzig. - Dieses aufs schönste ausgestattete Buch gibt uns auf mehr als 400 Seiten ein lebendiges Bild vom Werden und Wachsen Palästinas. Der Autor gilt als einer der besten Kenner des Landes, seiner Geschichte, seiner Landschaften, seiner im Habitus und in dem Lebensäußerungen farbenreichen Bevölkerung. Der Leser fühlt bei der Lektüre, daß ein durchaus sach-~ kundiger, darstelluinigisgewandter und zuverlässiger Führer , neben ihm hergeht, begabt mit der Kraft, aufs feinste zu sehen, mit Humor und mit sicherem Sprachgefühl. Prächtige Bilder bieten willkommenen Anlaß, in der Lektüre innezuhalten, auf : daß das Auge verweilend sich ergötze. Ein aufschlußreiches Verzeichnis hebräischer Worte, ein Register geographischer Namen sowie zwei Kartenskizzen helfen das Verständnis des Buches erleichtern. Wer immer in dieser dem heiligen Lande aufs lebhafteste zugewandten Zeit über alle-Fragen gut unterrichtet sein möchte, der greife nach dem Buch; S.'B. S. Guttmann, Potsdam, WÜfielmplatz 2. i ü Literarisches Dr. J. Bergmann: Das Judentum, Gedanke und Gestaltung. Berlin, Rubin Maß, ,1933. r Das 182 Seiten umfassende Büchlein stellt eine reiche s^ülle jüdischer, aber auch fremder Lebens- und Gesetzesforc&en sowie volkstümlicher Gebräuche zusammen, die ursprünglich aus dem demutvoll gläubigen Auf blick naturnaher Hirtenvölker zum Weltenherrn oder der dumpfen Unterwerfung ackerte autreibender Landleute unter die dämonische Uebermacht X, er sie bedrohenden Naturgewalten entstanden sind. Dann gber entströmten sie dem hochragenden Führergeist unserer Eiottesboten mit der untrüglichen Sicherheit ihres mitfühlena-en Herzens, dem -sittlichen Pathos ihres unbestechlichen Gee;4ssens und wurden allezeit trotz Not und Tod mit heldischem Bekenmermüte durchgeführt Auch die Erkenntnisse Y^ligionswissenschaftlicher Forschung werden gewürdigt, der aiassive Quietismus antik philosophischer Weisheit, der Mitseid und Erbarmen als störende Affekte fürchtete, aber ablehnt. Bei den gesetzlichen Vorschriften, die in biblischen feiten Milde und Schonung selbst für die Sklaven forderten, hi'ird auf die ununterbrochene traditionelle Folge hingewiesen, bije Ihnen Wahrheit und Autorität sicherte und dadurch die Renschenzur Gottesliebe erhöhte. Gleichzeitig ist aber auch cße Anpassung an die festen Gegebenheiten der Umwelt, die zieilnahme der Juden an ihren Uebungen und unterhaltsamen jnPielen' in Theater und Zirkus hervorgehoben, die jedoch zur ]£igestammten und ererbten. Sonderart umgeprägt wurden, vereinigten sich Autorität und Freiheit zu einer Geistesart, Arthur Holzer und Rudolf Seiden: Das Palästina- Mormationsbuch. Ludwig Nath; Wien III. Hier liegt ein Buch vor, das seine Aufgabe darin erblickt, alle die gründlich zu informieren, die nach Palästina auswandern wollen. Das Ganze ist auf das reine Sachliche abgestellt, - und in mustergültiger Uebersicht bietet das Werkchen alles Wissenswerte knapp und klar dar. Man merkt auf jeder Seite, daß die beiden Autoren aus gründlicher Kenntnis heraus und mit viel Hingabe alles zusalmmemigetragen haben, was der Einwanderer zu erfahren wünscht. Eine sprachliche Handreichung kann dem des Hebräischen nicht mächtigen Ankömmling über die ersten Schwierigkeiten hinweghelfen. S. B. » Ziir Besprechung Hegen vor: Almanach des Schockenverlags, Berlin. 5694. 0,60 RM, S h e m a-r-y-a. L-e-v-i n l Jugend in. Aufruhr. .Rowohlt-Ver-\. lag, Berlin. Leinen 7,50 RM. i; i^V T h o m a s M a n n: Die Geschichten Jaaeobs; j Sfefiftfafr: Verlag, Berlin. Leinen 8 RM.. . .. . \ v ^".^ rnxi. ..- •. . :ri fj-f*o ^twi :^t£TQ