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Jüdische Schulzeitung · 1933-11-15 · 10-11 (15.11.1933) · page 1

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
9 (1933)
Issue
10-11 (15.11.1933)
Date
1933-11-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Monatsschrift für Erziehung, Unterricht und Schulpolitik Organ des Reichsverbandes der jüdischen Lehrervereine (Geschäftsstelle des Verbandes: Berlin W 50, Spichemstraße 19) , Die „Jüdische Schulzeitung" erscheint am 1. eines jeden Monats Portbezugspreis: i,— pro Quartal. Mannheim, den 15. November 1933 : Druck und Verlag: Gebrüder Neubauer, Ludwig\hafen a. Rh. Verantwortlicher Schriftletterr Dr. S. Braun, Köln, Lütjowstraße 39 «V ■ny nr U''' ".ß i2?; *l r v. Zum Geleit! Mit der vorliegenden Nummer beginnt für die ».Jüdische Schulzeitung" ein neuer Abschnitt in ihrer Entwicklung. Verleger und Schriftleiter haben gewechselt, und neue, große und dankbare Aufgaben stehen ihr bevor. Wir danken dem Verlag Gebrüder Neubauer für die entgegenkommende Behandlung der geschäftlichen Fragen und sprechen die Hoffnung aus, daß sich die Zusammenarbeit auch in der Zukunft reibungslos vollziehen möge. Als Nachfolger des Kollegen Steinhardt begrüßen wir den Kollegen Dr. S. Braun in der Ueberzeugung, daß wir in ihm eine Persönlichkeit gefunden haben, die den Anforderungen, welche die Gegenwart an den Schriftleiter einer „Jüdischen Schulzeitung" stellt, vollaui gerecht zu werden vermag. Uns selbst aber dürfen wir beglückwünschen, daß es uns gelungen ist, in dieser Not« zeit ein unabhängiges Organ aus eigener Kraft zu schaffen, dessen Erhaltung gesichert ist, wenn uns die Kollegen weiter treu bleiben. Der Vorstand des „Reichsverbandes der Jüdischen Lehrervereine.** Inhalt dieser Nummer: Ein Wort f2r Steinhardt. Zum 70. Geburtstag Feine« von M. Steinhardt-Magdeburg. Marranentum der Seele von Josef Kasteln. Bildungsprobleme der judischen Schule von Mittelschul-Rek'or Dr. Stern- Beilin. Grundsätzliches zu Sterns Aufsatz von Dr. Siegfr.Braun-Köln. Verbesserte. Psalmen? von Dr. M. Spanier - Berlin. Persönliches. Die jüdische Schule. Aus dem Lehrerverband. Literarisches. Ein Wort für Steinhardt Ich möchte meine Tätigkeit als verantwortlicher Leiter dieser Blätter nicht beginnen, ohne ein Wort anunsern Freund Steinhardt nach Magdeburg hin zu sprechen. Auch wenn sein Bildnis nicht neben diesen Zeilen stünde, wären Gestalt und Antlitz des Mannes, der wie kein anderer an der Formgebung des deutschjüdischen Lehrerstandes gearbeitet hat, allen gegenwärtig, die Men Namen Steinhardt vernehmen. Nicht nur als der kämpferische Mensch steht er vor uns, der auch heute noch den Fechterdegen im Geistigen trefflich zu führen weiß, sondern auch als väterlicher Freund, der; ungezählten Kollegen und Lehrerfamilien in Güte und mit Umsicht ratend und helfend zur Seite gestanden hat. Ich will1 nicht wiederholen, was unser Verbandsvorsitzender vor wenigen Wochen: in unseren Blättern; über Steinhardt ge-i sagt hat. Aber ihm aufs herzlichste für all das zu danken» was er mir im Verlauf unserer Zusammenarbeit gegeben hat, das ist mir heute innigstes Bedüfnis., Und wenn ich diesem i meinem Dank in dem Wunsche Ausdruck gebe, daß Steinhardt noch viele Jahre an Körper und Seele gesund bleiben, daß er auch weiterhin seine Kraft unserem Blatt und dem Stande, dem es dienen soll, schenken möge, so weiß ich: durch mich spricht die Gesamtheit der jüdischen Lehrerschaft. Siegfried Braun. Zum 70. Geburtstage Joseph Feiners s Am 14. Oktober vollendete der Ehrenvorsitzende unseres i Lehrerverbandes, Rektor i. R. Joseph Feiner, Hamburg, sein; 70. Lebensjahr. Feiner wurde in Wittlich an der Mosel geboren.\ Nachdem er in seiner Vaterstadt die höhere Schule besucht: hatte, wurde er Zögling des isr. Lehrerseminars in Münster,; das er 1884 verließ, um eine Stelle als Lehrer und Prediger ins Sonsbeck am Rhein anzunehmen. Nach der zweiten Lehrer- \ Prüfung kam er nach Fürsterrwalde und von hier aus hörte erj in seinem ihm angeborenen Drange nach wissenschaftlicher. Fortbildung Vorlesungen an der Berliner Universität und an. der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 1892,; wurde er an die jüdische höhere Töchterschule nach Hamburg berufen und legte in demselben Jahre die Mittelschulprüfung in Deutsch und Geschichte, acht Jahre später auch die Rek-.: toratsprüfung ab. Nach kurzer Zeit kam er als Realschullehrer an die einstige „Stiftsschuievon 1815", die später unter dem* Namen „Dr.-Anton-Ree-Realschule" vom Staate übernommen1 wurde. An ihr wirkte, er bis zu seiner Versetzung in den Ruhe- . stand: 1. Oktober 1928.!

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