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Jüdische Schulzeitung · 1933-07-14 · 7 (14.7.1933) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
9 (1933)
Issue
7 (14.7.1933)
Date
1933-07-14
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 Nummer 7 Jüdische Schulzeitung “ Das geographische SkizzenLuch bringt: 1. Aufgaben für den Schüler. Dieser soll nicht nur nachzeichnen, sondern auch selbständig arbeiten, z. V. Einsetzen von Gebirgen, Flüssen, Ortschaften in die Umrisse der Karte, statistische Aufgaben u. a. 2. Kartographisches. Dabei wird der häufige Fehler vermieden, zu viel in einen Umritz hineinzubringen. 8. Statistisches Material, anschaulich gemacht durch Verwen- , düng von Linien, Streifen und Vierecken. Bei dem sonst so reichlich gebotenen Material wären hier etwas mehr Beispiele erwünscht. -1. Schematische Zeichnungen, z. B. Querschnitte durch Gebirge. f). Landschaftliche Zeichnungen. Hier wird des Guten entschieden zuviel getan, z. B. Anzeichnen der ganzen Landschaft am WMt SH. am m MlWltiM Ailtzklis iftlfU* ltinej, jiinwifitett Zeichner mel zu lchwcerlg., nlinmt zuviel Zeit rn Anspruch und gibt dem Schüler doch keine rechte Anschauung. 0. Zeichnungen zur Wirtschaftskunde. Hier erleichtern figürliche Darstellungen, wie Fische bei Norwegen, Streichholzschachteln bei Schweden dem Schüler das Behalten. Selbstverständlich soll der Lehrer nicht alle Vorlagen der Reihe nach abzeichnen. Jeder wird das Passende aus der reichlichen Auswahl heraussucheu und auch Eigenes hinzufügen. Für den naturkundlichen Unterricht liegt mir das Faustskizzenheft zur Menschenkunde und Gesundheitslehre vor. Der dargestellte Stoff geht über das auf der Volksschule verlangte Missen oft weit hinaus. Das Heft ist also auch für Mittelschujen und höhere Schlllen recht brauchbar. Das grotze Material ift übersichtlich und klar zusammengestellt. Bewegungsskizzen erhöhen die Anschaulichkeit, z. B. das Drehgelenk am Unterarm in zwei verschiedenen Stellungen. Graphische Darstellungen machen das oft etwas trockene 'Gebiet dem Schüler interessant. Ueberall ist die Gesundheitslehre mit der Menschenkunde verbunden und wird durch einfache, aber anschauliche Zeichnungen den Kindern nahegebracht. Durch Verwendung bunter Kreide kann der Lehrer an der Tafel die Zeichnungen noch anschaulicher machen. Die Lehrer, welche diese Art des anschaulichen Unterrichts bisher nicht geübt haben, sollten es einmal an Hand dieser Hefte versuchen. Sie werden dann erfahren, mit welcher Freude die Schüler daran Mitarbeiten. Die anderen aber, die in ähnlicher Weise schon unterrichten, werden mannigfache Anregungen daraus schöpfen. Georg Feige (Berlin). Die Firma Heintze & Blanckertz hat für den Linolschnitt statt der Nr. t—t verbesserte „Tis"-Federn unter den Nr. 9, 11, Kl, IT) in den Handel gebracht. Nr. 5 ist dieselbe geblieben. Dadurch, datz setzt die Schneideflächen nach hinten abgeschrägt sind, ist es unmöglich, datz selbst ungeschickte Kinder zu tief, manchmal bis auf den Leinengrund geraten; auch das seitliche Neitzen ist jetzt unmöglich, weil die Seitenränder auch geschliffen sind. Der dritte Vorteil besteht darin, datz die störende Federung des Schneideroerkzeugs jetzt nicht mehr zu beobachten ist; scheinbar ist der Stahl besser gehärtet, oder die neue Form wirkt dem entgegen. Die ganze Garnitur (Nr. 151) mit 5 Messern. 1 Halter und 1 „Tif"zieher kostet 90 Pf. * Otto Geis m a r. Der Lehrer kommt zuweilen anlätzlich eines Kriminalfalls in - der Schule in die Lage, „gerichtliche Schriftvergleichung" vornehmen zu müssen; da interessiert eine gründliche Behandlung des Themas durch R. Hardt in „Schrift und Schreiben", -i. Jahrgang, Heft 2, Verlag F. Soennecken, Bonn/Leipzig. Auch andere interessante Aussätze enthält das Heft, wie „Frohes Schaffen" von Busch, oder „reifung der schrift" von dr. porstmann. Viele schöne Beispiele gibt Direktor Drucker zu seinem Aufsatz „Schrift in der Malerklasse!" Sowohl dieser Aufsatz als auch der von Dr. Hartge über die Graphologie des Reklamemalers dürften besonders den Zeichenlehrer interessieren. O t t v G e i s m a r. Der ausgesprochen romantische Zug. der die neue Uniwälzung beherrscht, ist nicht tünstlich hervorgerufen, sondern er ist der Boden, auf dein die Ideen der herrschenden Richtung gediehen. Kein Wunder,' datz gerade jetzt der Verlag K. N. Langewiesche in Königstein im Taunus in seiner Sammlung ,,Der eiserne Hammer" ein köstliches Bändchen „Drei Tausendjährige Städte" (1.20 :/>.IL) erscheinen lätzt. Der Tert von K. S ch e f f l e r enthält in knapper Form alles ^lvtwendige. um den Leser an Hand einer erschöpfenden Anzahl prächtiger, ganzseitiger photographischer Wiedergabe in die städtebauliche-, sttllind kuiistnescblchtliche Wertung der drei Städte Rothenburg o. T.. Dinkelsbühl und Rördlingen, ja. ncan kann sagen, in die deutsche Bau- und Kunstgeschichte einzw führen. Lassen Sie sich von Ihrem Buchhändler das Bändchen zur Einsicht vorlegen. O t t o G e i s m a r. In Heft 25 der Zeitschrift „Die zoitgemätze Schrift" (Verlag Heintze und Blanckertz) bringt der Schriftkünstler Kenne Beispiele, wie künstlerische Photos, verbunden mit Schrift, die dem Charakter der Photos geschmackvoll angepatzt ist. gute Plakatlösungen ergeben können. Die Beispiele fallen durch'ihre vorzügliche Raumaufteilung besonders auf und ergeben eine gute Anleitung hierfür. Rud. Blanckertz zeigt die interessante Metamorphose des Schreibwerkzeugs, angefangen voin Finger des Ilrmenschen bis zur Redis-Ly- und Tofeder. Eine Zusammenstellung aller graphischen Techniken des modernen Zeicheiuittterrichts von Ettel enthält Beispiele von Linoi- und Papierschnitt. Pretzspanradierung und verschiedenen Schriften. Der Tert erwähnt die erziehliche Bedeutung der verschiedenen d« m. »>c per- Das Sonderheft C dieser Zeitschrift ist dem städtischen Werklehrerseminar Berlin gewidmet. Aus der Wiedergabe der reichen Sammlung von Schülerarbeiten, mit einer Einführung von dem Leiter der Anstalt. Professor Michel, seien erwähnt: Federzeichnungen. Pretzspanradierungen. bei denen das genaue Raturstudium und grotzzügiger Wurf überrascht. Linolschnitt. Schabionierarbeit, ein antikisierendes Wandgemälde. aus Buntpapier geklebt, geklebte Glasfenfterimitationen. Metall- und Webearbeiten. Figuren. Masken, Spielzeug, Modelle und Puppen aus Abfall. Papp- und Holzarbeiter, und dergleichen mehr. Man erhält nicht nur einen Einblick in das Schaffen der Anstalt, sondern auch starke Anregungen für den Unterricht. O t t o G e i s m a r. Hirsch: Die Faulheit. Charakterologische Studien. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, Halle a. S. Geh. 5,-11) Eine pädagogische Betrachtung, welche die ganze Problematik der Jugend- und Erwächsenenführung aufrollt. Die dauernde Arbeitslosigkeit und ihr Einslutz auf die charakterologische Entwicklung wird eingehend untersucht. So wird das Buch auch autzerhalb der Lehrerkreise Beachtung finden müssen. Die Kenntnis der modernen Strömungen in der Psychologie wird bei dem Studium der Schrift vorausgesetzt. Moritz S i in o n, Studien rat, Tilsit. Prof. Dr. Sprang er und Erwin N i f f k a : „Der jugendliche Mensch" (Männliche Jugend), „Handbuch der Jugendpflege", Heft 1, 1. Teil. Verlagsgesellschaft N. Mü.er m. b. H., Eberswalde. 3 i/ifL. In dem ersten Teil des Heftes schildert der hervorragende Berliner Gelehrte den Jugendlichen, und zwar den jugendlichen Deutschen aus der Nachkriegszeit nach feinem allgemeinsten Entwicklungsschicksal. das grotzenteils besonders nahe mit naturhaft-leiblichen Veränderungen zusammenhängt. Dann geht er näher auf die Besonderungen ein, anknüpfend an die verschiedenen Lebenskreise (Volk. Sozialschicht. Familie, Schule. Berufsarbeit. Verein, Staat und Glaubensgemeinschaft), in denen sich das Dasein des Jugendlichen vollzieht. In einem dritten Teil wird gezeigt datz das Ganze des Seelenlebens nicht von den gesellschaftlichen Einflüssen her zu fassen ist. sondern durch Erforschen der verborgenen Kräfte (Eigenleben, Freundschaft. Liebe, Problematik und Glaube), aus denen das Leben und das Seelentum selber emporsteigt. Kein Pädagoge, kein Jugendpfleger oder Jugendführer, aber auch kein Vater und keine Mutter sollte an den tiefschürfenden Ausführungen Sprnngers, die hohen wissenschaftlichen und sittlichen Ernst mit Lebensnähe verbinden, vorübergehen. Die zweite Arbeit, von Erwin Niffka. behandelt die berufliche Lage der Jugend in der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der männlichen Jugendlichen im Alter von Kt bis 21 Jahren. Zunächst werden nach einer knappen Uebersicht über die gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen die berufliche Gliederung des Volkes und die Bevölkerungsbewegung sowie die Verteilung der Jugendlichen in der Berufsgliederung dargestellt. In einem weiteren Kapitel schildert der Verfasser an Hand des vorhandenen Zahlenmaterials die berufliche Lage der Jugendlichen in der Wirtschaftskrise der Gegenwart und knüpft daran Erörterungen über die Folgeerscheinungen der gegenwärtigen Berufsnot. _ Ni. St. Notiz Unsere Kollegin Frl. Lotte Nutzbau m in Dermbach (Rhön) nimmt Pensionäre aus dem Kreise der Berufsgenossen und deren Familien zum Preise von 3 'JVtl pro Tag auf.

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