Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 5 (15.5.1933)
- Date
- 1933-05-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung Nummer;> spielen würde. Derartige Feststellungen sind wohl von Militärs wie auch von Pazifisten mehrmals veröffentlicht worden. Wie ein-solcher Krieg demnach sich vollziehen würde, welche Folgen.er haben würde, darüber sind sich heute sowohl alle. Militärs wie auch alle Kriegsgegner einig. Nun haben wir zum ersten Male hier eine künstlerisch sehr beachtliche Leistung eines Kunstmalersvorliegen, die ein wahrheitsgetreues, klares und erschütterndes Bild von -Ursachen. Verlauf und Folgen eines Giftgaskrieges darstellt. Dieses Kunstwerk wird tiefer und nachhaltiger wirken als manch eine wissenschaftliche oder literarische Veröffentlichung über den Gaskrieg. Die Lehrerschaft wird gut daran tun, um die Schüler vor einseitiger Einstellung 311 militärischen Fragen zu bewahren, diese Lithographiensammlung im Unterricht zu behandeln. Ern st Le wy (Berlin). Linolschnitte werden in der Schule sehr oft mit dem Handballen oder einfachen Instrumenten abgezogen. Daß die Drucke m vielen Fällen nicht tadellos, besonders nicht gleichmäßig ausfallen. ist Erfahrung. Aber schwieriger gestaltet sich das Abziehen der jetzt in der Schule sehr in Mode gekommenen Preß-Spanradierung und der Kupferradierung. Die Firma Heintze & Blanckertz hat neuerdings eine „Tief-Druckpresse" zum Preise von 68.40 in den Handel gebracht (Modell HB 300), die für alle möglichen Drucke verwendbar ist (Linol, Radierung Papierschnitt usw.) und, nach den vorliegenden Mustern zu urteilen, tadellose Abzüge liefert. Da die Presse auch Klischees druckt, kann sie auch gleichzeitig außerhalb der - Schule Verwendung finden. O.Geismar. Rudolf G. Vinding: Mosclfahrt aus Liebeskummer, Verlag Nütten & Loening, Preis 1,50 -i/lik Der Zauber der Mosellandschaft ist hier mit dem romantischen Auge des Dichters eingefangen. Reizend ist die Schilderung eines Judendorfes. Hier zeigt Binding, wie die jüdische Bevölkerung seit Jahrhunderten mit der Landschaft verbunden ist. Die stumme Karte im Unterricht. Selbstverlag Leo Rinderer, Feldkirch. ' Das Heft zeigt in anschaulicher Weise die Herstellung uiid' Verwendung der stummen Karte im Erdkundeunterricht. Aus jeder Zeile spürt man den Praktiker, dem der Arbeitsunterricht Lebensnotwendigkeit bedeutet. Das Heft ist knapp und klar und wirklich empfehlenswert. * A. Bing. Montessori, Blätter der Internationalen Montessori-Gesellschast. Zweites Heft. Das Heft -enthält zwei Referate, die auf dem Kongreß für Kleinkinderziehung 1002 Berlin gehalten worden sind. Die Schriftleitung hat bereits auf den Kongreßbericht hingewiesen, der in Buchform bei Karl Zwing, Jena, erschienen ist. Das Reue und Packende dieses Heftes liegt in den begeisternden Worten Maria Montessoris über die Erziehung, zum Frieden. Wenn es sich hier auch nicht um eine systematische Philosophie des Pazifismus handelt, so liegen in diesen knappen Sätzen Wärme und Suggestionskraft genug, um die Verständigen verstehen zu lassen, was not tut. A. Bing. Zifscrtafel „Unerschöpflich" von Wagner, Leipzig. Verlag Wunderlich, Leipzig. 1 Stück mit zwei Schiebestreifen: 0 Pfennig. Eine doppelseitige Zahlentabelle auf einem Blatt von 12X10 ran dient zunächst zur Bildung von Aufgaben aus den vier Grundrechnungsarten. In einer Vegleitfchrift wird aber noch gezeigt, wie die gleiche Tabelle auch in den Oberklassen für die bürgerlichen Rechnungsarten verwandt werden kann. Zwei bewegliche Papierstreifen erhöhen die Brauchbarkeit dieses billigen und durchaus empfehlenswerten Lehrmittels. S. Sonn. Schloß Vierturm. Roman von K. Barromäus Heinrich. Verlag Josef Kösel, München. Geb. 0 MM. ' Dieses Schloß, irgendwo im bayrischen Land gelegen, ist die Zufluchtsstätte aller Beladenen und Bedrückten. Das Heilmittel ist die Stille der Landschaft und die Gelegenheit, sich allabendlich die vermeintliche oder faktische Schuld von der Seele zu reden, also eine Art verfeinerter Psychoanalyse. Der Besitzer dieses menschenfreundlichen Sanatoriums ist ein jüdischer Arzt, der mit seiner Gattin, einer getauften Jüdin, gemeinsam die Krankenbehandlung ausübt. Man findet in dem Roman viel Verständnis ünd Einfühlung in alle Erscheinungsformen des modernen Judentums. Ein Buch der Versöhnung und der praktischen Menschenliebe, das in unserer lieblosen Zeit vielen Troß spenden könnte. M. Simon. Studienrat, Tilsit. Bei der Schristleitung emgegangene Bücher: Psychologie der Oberstufe. B e.i t r a g zur Reform der Bildungsarbeit von Univ.-Prof. Dr. Oswald Kroh, Tübingen. Langensalza. Hermann Beyer & Söhne. 050 Seiten. 3. und 4. Auflage. Preis geheftet 0,00 i/W Lehrer S. Rosenfelder, Ladenburg a. R.: Biblische Geschichte. II. S t a m m v ä t e r. 2. Heft. Künstlerischer Mitarbeiter F 0 r tn e r, München. Selbstverlag. Preis 0,00 O/Ml. Gaster-Mohrhenn. Langcnfchcidts neues Wörterbuch der französischen und deutschen Sprache. Verlag Langenscheidt. Preis 11,10 m. Notizen 1000 Winke für die Gesundheit An die Hausfrau treten fast täglich tausenderlei Fragen der Gesundheitspflege hinsichtlich Wohnung, Ernährung. Kleidung, Kinderpflege, Krankenpflege, Unfallverhütung usw. heran. Kurze, klare und praktische Antwort hierauf gibt eine kleine, auf Veranlassung des R e i ch s a u s f ch u s f e s für hygienische Volksbelehrung von Dr. C. K a y s e r verfaßte und mit einem Vorwort von Professor Dr. C. Adam, Generalsekretär des Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung, eingeleitete Schrift, die im Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig, soeben erschienen ist. Das reich illustrierte Büchlein (ca. 70 Seiten), das für jede Hausfrau ein willkommener Ratgeber sein dürfte, ist n u r durch den R e i ch s a u s f ch u ß f ii r hygienische V 0 lksbeleh - rung, Berlin NW 7, Robert-Koch-Platz 7. nicht durch den Verlag oder durch den Buchhandel, zu dem billigen Preise von 80 Pf. pro Exemplar zuzüglich Porto zu beziehen: bei Abnahme von mindestens 10 Stück ermäßigt sich der Preis auf 70 Pf. pro Exemplar zuzüglich Porto. Der Versand erfolgt nur gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postscheckkonto des Neichsausfchusses für hygienische Volksbelehrung Berlin Nr. 01 005 oder in Briefmarken, bzw. als Nachnahme. Aus dem Lehrerverbunde Für die H i l f s k a s s e des Jüdischen Lehrer verband e s in Preußen (vgl. den Aufruf in Nr. 2 und 0 der „Schulzeitung") haben gespendet: Abraham, Berlin. 5 i/W, Adler, Edelfingen, 2 :/Hl\ Bailiii. Elmshorn, 10 i/W, Beer. Quakenbrück, 4 Fabisch. Frankfurt a. M., 5 7?W; Falkenstein, Landeshut, 10 7i)l\ Dr. Gutiiiann. Berlin, 5 'Ml\ Frl. Guttmann, Berlin, 2 'Ml\ Heimann. Bartenstein, 0 MJC; Herrschke. Steinheim, 0?/!!(•; Heß, Lüdenscheid, 5 Heß, Trier, 0 i/lll; Hirsch, Märk. Friedland. 5 :/i!i,; Kahn, Gehaus. 5 uW, Katz, Babenhausen, 0 i/W, Dr. Kohn, Leipzig. 10 jVI\ Kuttner, Berlin, 1 i/W, Levi. Mayen, 5 :/Ht; Levi. Halsdors, 0 :/li(\ Dr. Löwenberg, Berlin, 2 Jli(\ Löwenstein. Burgdors, 0 ü/W, Loewy. Berlin. 5 uW, Mannheim, Osterode. 10 Mamlock, Carlsruhe (Schlesien), 0 ulH-\ Meyberg. Oldenburg. 5 i/W, Meyer, Hannover. 0;/Ul,\ Moosbach. Eisleben. 0 ji^\ Nußbaum. Viersen, 0 i/W, Peritz, Berlin, 5;/iIi\ Pfifferling. Marburg, 0 ://Jf,; Rapp. Kirchhain.5///,-. Rosenberger, Hannover. 10 .OW, Rosenthal. Berlin, 15 i/}U>\ Satter. Ottelsburg, 5 Frl. Samuel, Berlin, 0 i/W, Schaumberg, Neukirchen. 5 Schneid, Berlin, 1 i/lH-\ Schiratzki, Berlin, 5 :jW, Frl. E. Simon. Berlin. 10 uUi\ Frl. Simone'tti, Berlin. 20 UUi; Sommerfeld. Chemnitz. 15 i/iii; Speier, Sögel, 10 uUC; Steinhardt, Magdeburg, 5 i/ill,; Dr. Stern, Berlin, 5 :/iii; Wechsler, Aschbach. 0 V-; insgesamt: 251,00 i/lH-. Um wettere spenden wird gebeten. M. Abraham, Postscheckkonto 80 000. Berlin W 50, Spichernstraße 10, den 10. April 1000.