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Jüdische Schulzeitung · 1933-03-15 · 3 (15.3.1933) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
9 (1933)
Issue
3 (15.3.1933)
Date
1933-03-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nummer 3 Jüdische Schulzeitung Seite 7 0. Die angehängten Fürwörter cho dich, diem euer^ euch erhalten auch nach geschlossener Silbe kein Härtungsdagesch: jisdnnordio er wird dich behüten, tauras-diein eure Lehre. Hl. Das starke Dagcsch (Dagesch körte. Dagesch diosok). 1. Das starke Dagesch zeigt meist die Verdoppelung eines Konsonnantcn an: aimnau sein Volk. 2. Eine Verdoppelung kann nur nach einem Vokal erfolgen. 3. Die Verdoppelung eines der Konsonanten b’gadk’faß bewirkt zugleich seine Härtung: jitten er wird geben, haddon der Sohn. 4. Das starke Dagesch kann sein: n) ein notwendiges (Dag. necessarium), durch die Entstehung . und Bildung der Form bedingtes: 1. nad) dem Artikel: hasdisdiem der Name, 2. in bestimmten Konjugationen: lammed lehren, 3. in bestimmten Nominalbildungen: gannow Dieb, 4. bei Anglcichungen: mizzijjauu — min zijjaun von Zion, jikkadi — jiikadi er wird nehmen, nossatti — nossanti ich habe gegeben; b) ein Dagcsch des Wohllautes (Dag. euphonicum). 5. Das Wohllautsdagefch hat verschiedene Aufgaben: a) als verbindendes Dagesch (Dag. eonjunetivum) zeigt es die enge Verbindung mit dem vorangehenden Worte an; es steht: 1. im ersten Konsonanten nach ma was? wie?, se dies ist: ma-tauwu wie schön sind! so-sdr'nri dies ist mein Name; 2. im ersten Konsonanten eines einsilbigen oder eines vorn betonten Wortes hinter einem auf o. eh, oh ausgehenden Worte, das gleichfalls auf der vorletzten Silbe betont oder ganz enttont ist: hojis8o 16nu du bist uns gewesen, jir-ch lau er wird sich ersehen, hausdnoh n6 hilf doch: aber: hazlidioh »o laß es doch gelingen. (Am Satzende!) h) Als trennendes Dagesch (Dag. dirimons) hält es die Silben auseinander und hebt die Lautbarkeit eines Sdi’wn hervor: in-n\ve Trauben, kasdi-sdi’ssaussom ihre Vogen. c) als festigendes Dagesch (Dag. lirinativnTn) will es den vorangehenden Vokal als lang sichern: e le diese, 16 mo warum? B. Aus der Formenlehre Zeitwörter mit j an 1. Stelle: pe - jod oder jod ‘. I. Klaffe: Eigentliche pe-jod, erkennbar am jod im Iliphil Beispiel: jotauw gut sein, gefallen 1. Das jod bleibt und verschmilzt mit dem vorhergehenden Vokal a) im Futurum (Imperfektum) Kal zu i (j) taw, b) im Hiphil zu e: he (j) tiw wohltun. 2. Die zweite Silbe hat im Futurum Kal a. Anmerkung: Zu dieser Klasse gehören: jonauk saugen, heuik säugen, heinin rechts gehen, jokauz erwachen (das Hiphil dazu von kuz: hokiz erwecken, erwachen). II. Klaffe: Ursprüngliche pe-waw, erkennbar am waw im Hiphil Beispiel: josdiauw wohnen Erste Ordnung: 1. Das j wird abgeworfen; a) das Personzeichen des Fut. Kal hat unwandelbares e (..), die Stammsilbe tonlanges e: e-sdiew, te-sdi’wu, unter dem Einfluß eines Kehlkonsonanten jedoch a (—). e-da ich werde erkennen. 1>) Der verbundene Infinitiv Kal wird gebildet: durch Abwersen des jod, Anhängen eines taw und Einsetzen zweier ssegol: sdiewes. 2. Das ursprüngliche waw erscheint (an Stelle des jod) als Konsonant a) im verbundenen Infinitiv, Futur und Imperativ Niphal: hiwwosdicw, jiwwoschcw, b) im His-pael einiger Verba: hiswaddo er hat bekannt, hiswaddu er hat sich zu erkennen gegeben. 3. Das Waw verschmilzt mit dem. vorangehenden Vokal a) zu au im Perfekt und Partizip Niphael und im ganzen Hiphil: nausdiaw, hauschiw, b) zu u im Hophal: huschaw. Anmerkung: 1. holaudr (gehen) bildet die meisten Formen wie ein Stamm jolaudi: e ledi, ledxes, haulidi, selten: jahalaudi; 2. joliauw bildet: haw, howo wohlan, howu spendet; 3. jodiaul können bildet: jodiaulti, j’dioltem, j’diaules; das Futur Hophal judml ersetzt das fehlende Futur Kal. ZweiteOrdnung. Beispiel: joransdr erben; in Besitz nehmen Das jod bleibt in einigen Formen des Kal. 1. Das Futur Kal wird entsprechend gebildet wie von jotauw; 2. Einige Infinitiv- und Imperativ-Formen schwarken: neben dem regelmäßigen j’ssaud gründen resdies in Besitz nehmen und auch haljorschoou (von j'rausdi) um uns zu berauben? Neben rosdi. rosdr auch j'rosdio (von j’rasdi) nimm in Besitz. (Schluß folgt.) Der Tag des Buches. Als „Tag des Buches" ist der 22. März ausersehen. Der Herr Reichskunstwart erläßt aus dieser Veranlassung in Gemeinschaft mit dem „Arbeitsamt des deutschen Schrifttums" den Aufruf an alle, im eigenen Bereich, in Eefinnungsgruppe oder Gemeinde am „Tag des Buches" für die Vertiefung des geistigen Lebens zu wirken. „Volk und Buch" — damit ergeben sich viele Möglichkeiten zu fruchtbarer Erörterung. Wie erlebt der Deutsche heute sein Volk? Erwächst das Gefühl der Volksgemeinschaft aus der Vertiefung in die Geschichte, aus der landschaftlichen Bindung an die engere Heimat, oder aus der weltpolitischen Einsicht von Deutschlands Stellung unter den anderen Völkern? Wo sind im Kampf der Klassen und Parteien die geistigen Waffen, die über den Tagesstreit hinaus den gemeinsamen Weg in eine hellere Zukunft bahnen können? Die Jugend, der im Jahre 1930 der „Tag des Buches" gewidmet war, die Frauen, denen der Vuchtag 1931 galt — sie werden die damals begonnene Arbeit fortsetzen und vertiefen müssen. Die Arbeiterschaft, als ein wesentlicher Teil des Volkes, soll an diesem „Tag des Buches" nicht abseits stehen. Und indem so jeder durch Gedanken und Tat sich dem Buch zuwendet, wird die geistige Gemeinschaft erfüllt werden, die den „Tag des Buches".rechtfertigen soll und die als Ziel gesetzt wird mit den Worten: V o l k u n d B u ch! Der Börsenoerein der deutschen Buchhändler zu Leipzig hat ein Plakat „Volk und Buch" Herstellen lassen, das für Veranstaltungen durch die Buchhandlungen verlangt werden kann. Auch Matern und Klischees vom Plakat werden abgegeben. Weitere Auskünfte erteilt das „Sekretariat für den Tag dos Buches", Leipzig C 1. Postfach 274/75. Literarisches Jüdisches Jahrbuch für 1932. Verlag: Jüdisches Jahrbuch, Berlin S 42. Redaktionelle Bearbeitung: Dr. S. K a l e k o (Berlin). Dieses mit trefflichen Illustrationen versehene Büchlein enthält neben einer in diesem Jahre ausführlicheren Verzeichnung der jüdischen öffentlichen Einrichtungen eine Sammlung von Stimmen bekannterer jüdischer Persönlichkeiten zum Weltfr i ed e n s Problem. Da dieses aber in erster Linie ein weltwirtschaftliches und. weltpolitisches ist, vermag ich nicht das Sinnvolle einer Sammlung von Stimmen dazu gerade und nur von jüdischer Seite aus begreifen. Man hätte sich hier die mit Ich'

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