Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 2 (15.2.1933)
- Date
- 1933-02-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nummer 2 Jüdische Schulzeitung Le Traducteur. Französisch-deutsches Sprachl eh r- und Unterhaltungsblatt. 36. .Jahrgang, Heft 85. La Chaux-de-Fonds (Schweiz). Preis pro Heft 40 Psg. D r. R. Katz: Das Erzichungswesen der Maria Montessori. 2. Auflage. Rostock, Carl Hinstorfss. Preis 1,35 Ml. Dr. Franz Schnatz: Die Einzelschrift im Deutschunterricht. Osterwieck (Harz). Verlag: A. 21$. Zickfeld. 7,50 ML Das Buch Esra. Uebersetzt und erläutert von D r. R a p h a e l Breuer s. 2l., Rabbiner in Aschasfenburg. Brosch. 2,50 Ml. Notizen Eesamtarchiv der deutschen Juden. Tel. D 2 (Weidenbamm) 5921. Jüdische Gemeinde. Berlin. Januar 1933. Das Gesamtarchiv der deutschen Juden in Berlin ist in der Hauptsache zur Aufnahme von Eemeindeakten bestimmt. Daneben sucht es aber auch die Dokumente und Veröffentlichungen der jüdischen Verbände und Vereine Deutschlands zu erfassen und zu sichern. Erotze Organisationen — wie der „Deutsch-israelitische Eemeindebund", der „Verband der deutschen Juden", der „Rabbinerverband Deutschlands", der „Verband jüdischer Lehreroereine Deutschlands" und der „Allgemeine deutsche Kantorenverband" — haben ihre aus dem laufenden Geschäftsverkehr bereits ausgeschiedenen 2lkten dem Eesamtarchiv überwiesen. Eine Reihe lange bestehender jüdischer Vereine aus allen Teilen Deutschlands sind mit wichtigen Beständen, vor allem den historisch wertvollen Protokollbüchern im Gesamtarchiv vertreten. Doch ist die durch das Eesamtarchiv gebotene Möglichkeit, geschichtlich wertvolles und für die Zukunft bedeutsames Material vor Vernichtung und Verzettelung zu schützen, von den jüdischen Verbänden und Vereinen noch nicht in genügendem Matze ausgenutzt. Es sei deshalb nochmals auf diese Möglichkeit hingewiesen und Verbänden und Vereinen nahegelegt, ihre archivreifen Akten. Spendenoerzeichnisse, Mitgliederlisten. Jahresberichte, Jubiläumsschriften, sowie sonstige Veröffentlichungen beim Eesamtarchiv zu deponieren.- Durch eine solche Aufbewahrung an zentraler Stelle werden die Verwaltungen der abliefernden Organisationen von der Sorge um die älteren Dokumente und Vereinsschriften entlastet. wird eine zu weitgehende Aktenkassation vermieden und — was nicht übersehen werden sollte — die Arbeit des Geschichtsforschers ungemein erleichtert und gefördert. Das im Verwaltungsgebäude der Berliner Jüdischen Gemeinde, Oranienburgerstratze 28, gelegene Eesamtarchiv bietet volle Gewähr für sachgemätze Lagerung und Betreuung der ihm anvertrauten Archivalien. Durch einen besonderen Vertrag wird jedem Inhaber eines Archivdepots — handle es sich nun um Gemeinden, Vereine oder Einzelpersonen — das volle Eigentumsrecht an den zur Aufbewahrung übergebenen Archiostücken zugesichert.-Wenn es gewünscht wird, kann darüber hinaus noch für besonders diskrete Behandlung von Archivdepots in speziellen Vereinbarungen Vorsorge getroffen werden. gez. Dr. Jacobson. (Wir empfehlen obigen Aufruf des Gesamtarchivs der deutschen Juden den Kollegen auf das Angelegentlichste zur Beachtung. Die Schriftleitung.) Man schreibt uns: Eine Jugendschrist. Ileber mein zuerst im Jahre 1927 erschienenes Buch „Ostdeutsches Judentum" (II. Auslage Leipzig 1930) schrieb Gustav Frenssen: „Es sollte zu einer Sammlung von Büchern unter dem Begriff dieses Buches kommen. Das wäre für unser ganzes Volk von nicht unbedeutendem Wert: denn was weih ein Westdeutscher oder Niedersachse von diesen ostischen Menschen?" Daraufhin entschloh ich mich, eine Schriftenreihe über dieses Gebiet herauszugeben und lieh dem ersten Buche: „Dorfjuden" (Berlin 1923), „Kaufmann Frank" (Leipzig 1929) folgen'. Da traten mehrfach Pädagogen an mich heran mit der Anregung, eines meiner weiteren Ostbücher doch so abzufassen, datz man es auch der jüdischen Jugend in die Hand geben könne. Ich bemühte mich in dem in Nr. 12 der vorliegenden Zeitung kritisierten Buche „An der Grenze", das ich damals unter der Feder hatte, dem Wunsche jener Lehrer nachzukommen, indem ich mich hier einer besonders klaren, leichtfatzlichen Ausdrucksweise befleitzigte. Ich wollte aber nur ein auch für die Jugend geeignetes Buch schreiben, nicht etwa hatte ich die Absicht, eine ausgesprochene Jugendschrift zu verfassen. Run haben ohne mein Wollen zahlreiche meiner Kritiker das Buch geradezu zu einer Jugendschrift gestempelt. So schrieb u. a. Herr Rabbiner Dr. Wilhelm- Dortmund: „Wir wollen diese Erzählung vor allem als Jugendschrift" empfehlen. Ferner Herr Rabbiner. Dr. S. Gans-Berlin: „Dem Verfasser ist es gelungen, das Leben und Treiben der Juden in der ehemaligen Provinz Posen wahrheitsgemäh und lebendig darzustellen. Da auch die Sprache schlicht und anschaulich ist. kann das Buch auch unserer Jugend ohne Bedenken empfohlen werden." Und schlietzlich Herr Rabbiner Dr. Joachim Prinz. Berlin: „Das Buch hat einen geradezu kulturhistorisch bedeutsamen Wert. Gerade als einer, dem der Weg unserer jungen jüdischen Menschen am Herzen liegt, will ich dem Verfasser danken. Er hat in seinem Buche ein ausgezeichnetes belehrendes und doch zugleich lebendiges und frisches Jugendbuch geschaffen: die ausgezeichnete Milieuschilderung, die gute Kenntnis der jüdischen Dinge und die leichte Lesbarkeit machen das Buch zu einer Iugendlektüre von hohen Graden. Ich wünschte sehr, das Buch käme in viele junge Hände. Ich weitz. datz es dann auch „in jugendliche Herzen kommen wird." Ist nun „2ln der Grenze" ein Jugendbuch? Ich selbst wage es nicht zu beurteilen. Wer möchte eine Entscheidung .treffen? Charlottenburg 4. Heinrich Kurtzig. Einen Gesundheitswellbewerb für Schüler und Schülerinnen Erotz-Berlins veranstaltet der Landesausschutz für hygienische Volksbelehrung in Preutzen. Unter dem Motto: „Gesundheitliches Streben und kindliches Erleben" sollen die Schüler angeregt werden, gesundheitliche Verhältnisse in Zeichnungen, Aufsätzen, Erzählungen. Gedichten und Sprüchen usw. niederzulegen. Die besten Arbeiten werden von einem Preisrichterkollegium mit Büchern. Sportgegenständen. Artikeln zur Gesundheitspflege bedacht werden. Wie im Jahre 1930 werden die besten Arbeiten in einer Wanderausstellung zusammengestellt, die auch in den verschiedensten Teilen des Landes zur 2lusstellung gelangen wird. Einsendungen sind bis zum 4. April 1933 an die Geschäftsstelle des Landesausschusses für hygienische Volksbelehrung in Preutzen E. V.. Berlin NW 7, Robert-Koch-Platz 7, zu richten, der auch weitere nähere Auskünfte erteilt. (Telephon: Norden l) 1 2414.) Erholungs- und Altersheim für jüdische Lehrer und Kantoren in Bad Ems. Anmeldungen 'amu PelraH - Aufeuthnlt (je Tag und Person SUi 5,50) werden spätestens bis Mitte .März erbeten. I. B. Levy, Frankfurt a. M.. Raoensteinstr. 5/l.