Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 1 (16.1.1933)
- Date
- 1933-01-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung Nummer! Bei der Schriftleitung eingegangene Bücher: Ac o r i-tz Scherbe!: Fabeln und Epigramme. Berlin- Lharlottenburg 4. Verlag Scherbe! &. Co: H. ül> c r n c! c : Verständigung oder Deutschland und Frankreich Hand in Hand. 1.- Heft. 1983. Verlag Werneke, Kehl (Batzen). 0,50 Mi. Rabbiner Dr. Raphael Breuer: Das Schlagwort vom zersetzenden jüdischen Geist und Hermann Klein, Berlin: Judenhaß. Berlin 1932. Philo-Verlag. 0,25 Ml. David Vaumgardt: Spinoza und Mendelssohn. Philo-Verlag. 0,80 Ml. Rudolf M ann: Robert Mayer, ein Begründer neuzeitlicher Naturerkenntnis. Hermann Hiller Verlag, Berlin W 0. In demselben Verlag: Rudolf Mann: Friedrich List, der Schöpfer des deutschen Eisenbahnwesens. Gerechtigkeit! Zur Lösung der Judenfrage. Von Dr. li. c. Friedrich von Oppeln-Vronikows'ki. Mit einem Geleitwort von Ricarda Huch. 96 Seiten. Berlin-Wilmersdorf 1932. Nationaler Verlag Jofef Garibaldi Huch. Kart. 1.80 Ml. Schrift und Schreiben. 4. Jahrgang. Heft 1. Oktober 1932. Verlag F. Socnnecken, Bonn.- Die zeitgemäße Schrift. Heft 23. Berlin NO -13. Heintze & Blankertz. Verlag für Schriftkunde und Schriftunter'richt. Preis 1,20 Ml. Georg E las e r: Schluckebier. Berlin/Wien. Agis-Verlag. Maria L e i t n e r : Eine Frau reist durch die Welt. Verlin/Wien. Agis-Verlag. Tlie Albatross. Bd. 14. The Golden Vase. Roman. Summer. Hamburg 1932 by L u dw i g L e w i f o h n. Preis 1,80 Ml. The Albatross. Bd. 1. Dublincrs byJamesJoyce. Hamburg 1932. Dr. mml. Fritz Kiinkel: Krisenbriese. Die Beziehungen zwischen Wirtschaftskrise und Charakterkrise. 264 Seiten. Gr. 8". Verlag Friedrich Bahn, Schwerin i. Mecklb. Geheftet 4,30 Ml, in Leinen 5,85 Ml. Pädagogisches Merkbuch 1933/34. 192 S., ein mehrfarbiges Einschaltbild. Union Deutsche Verlagsgesellschaft Berlin SW 19. Preis 90 Pf. Sie Schrift zu verdeutschen unternommen von Martin B u b e r gemeinsam mit Franz R o s e n z w e i g. Band xn. Das Buch Jecheskel. Berlin SW 19. Schocken-Verlag. Preis: 4,25 0UI (Subskriptionspreis 3 fM). Notizen Der Diirerbund (Geschäftsstelle der Deutschen Jugendbiicherei, Berlin W 9, Potsdamer Straße 125) versendet den neubearbeiteten Katalog seiner „Deutschen Jugendbücherei" (mit Einteilung nach Schuljahren und Sachgebieten). Diese Sammlung, schon längst als wirksamstes Kampfmittel gegen die Schmutz- und Schundliteratur bewährt und geschätzt, umfaßt in 435 Nummern edelstes und bestes Literaturgut. Jede Nummer kostet nur 15 Pfg. (ini.t kiinstlerischem, mehrfarbigem Umschlagbild 20 Pfg.), so daß mit diesen billigen Heften auch bei geringen Mitteln von allen, die dazu berufen sind, wertvollste Kulturarbeit geleistet werden kann. Aus Verlangen sendet die Geschäftsstelle des Dürerbundes Berlin W 9, Potsdamer Str. 125, diesen Katalog kostenlos zu. Die Hamburger Ausgabe des „Israelitischen Familienblattes" berichtet: Ueber „S p i n o z a s L e b e n u n d L e i d e n" sprach Rektor I. Feiner in der Gedenk- und Feierstunde des Jüdischen G e m e i n s ch a s t s h e i m e s. Seine tiefgefühlten Worte ließen Baruch Spinoza, den Philosophen und. Eläserschleiser, wieder lebendig erstehen, so daß die Hörer durch die Gewalt dieses Genius mitgerissen wurden. Spinozas Leidensweg wurde mit all seinen Schrecknissen gezeichnet' Spinozas Gottesweg. ein Weg, der vom Gotte der Offenbarung zum Gotte der Natur schlechtweg hinführte, erschloß uns die Reinheit einer Liebe, die in ihrer philosophisch-mathematischen Wiedergabe ihr adäquates Echo fand. Der Referent verweilte nicht allein bei der philosophischen Bedeutung dieses Mannes, sondern gab Beispiele aus seinem Leben, die erst den richtigen Maßstab einer Beurteilung lieferten, sowie die Zeugnisse berühmter Zeitgenossen. Das Judentum des Mittelalters, das den großen „Cherem" über Spinoza aussprach, jene Bannsatzungen, die auch ein U r i c l d'Acosta zu büßen hatte, dessen Märtyrerdasei,r Rektor Feiner mitermähnte, kannte durchaus keine Lauheiten und Konzessionen, die das inhaltliche wie formale Gesetz des orthodoxen Judentums angingen. Es verurteilte ihn. Die Nachwelt flocht ihm allzu späte Kränze. Man erkannte die Lauterkeit seiner Gesinnung, so daß aus dem gelästerten Atheisten der gefeierte Gottesgläubigc entstand. Mit glühendem Verständnis für dieses Genie malte der Redner in packenden Farben die unendliche Heiterkeit dieses gottversöhnten Menschen. Die textliche Reichhaltigkeit seines Vortrags gestattet es Rektor Feiner, die letzten Stunden Spinozas, dieses verfemten Juden, nach Aufzeichnungen von Ueberlebenden genau und plastisch 31t schildern. Spinoza hat seine Widersacher überlebt: seine Glorie ist wiederhergestellt. Die „Ethik", sein Hauptwerk, wurde zu seinem größten Vermächtnis für Juden und Nichtjudcn. Rektor I. Feiner würde für seinen nieisterlichen Vortrag durch einen selten innigen Dank geehrt. Rabbiner Dr. Posner möchte mit dem Bestand seiner „Freitagabendgebete" (besprochen in der „Jüdischen Schulzeitung" vom Mai 1929) räumen und bietet sie gegen Voreinsendung von 0,90 Ml (Postscheckkonto: Hamburg 85127) Lehrern und Kultusbeainten an. Anschrift: Kiel, Jahnstraße 9. Der Landesausschuß für hygienische Volksbelehrung in Preußen, der eine Arbeitsgemeinschaft der aus dem Gebiete der hygienischen Volksbelehrung tätigen und interessierten Behörden, Organisationen und Verbände darstellt, hat auf seiner Mitgliederversammlung am 21. November 1932 in Berlin folgende Entschließung angenommen: „Die Pädagogischen Akademien haben in der Zeit ihres Bestehens verheißungsvolle Ansätze für die Ausbildung der Lehramtskandidaten in der Hygiene entwickelt. Der Landesausschuß für hygienische Volksbelehrung in Preußen bedauert deshalb die Bestrebungen, die darauf abzielen, diese Neuregelung der hygienischen Lehrerbildung wieder zu beseitigen. Durch das Fehlen einer hygienisch interessierten Lehrerschaft müssen sich die Einschränkungen, welche die heutige Zeit auf kulturellem Gebiete vorgenommen hat, insbesondere aus Kosten der gesundheitlichen Erziehung unserer Jugend auswirken. Der Landesausschuß für hygienische Volksbelehrung richtet daher an die verantwortlichen Kreise die dringende Bitte, dafür Sorge zu tragen, daß der Volksschullehrerschaft auch weiterhin das wissenschaftliche Rüstzeug geliefert werde um die gesundheitliche Erziehung der Schuljugend betreuen zu können." Berichtigung. Der Einsender des „Prolog zu einer Chanukkah- Feier in Nr. 12 berichtigt, daß sein Name Moritz (nicht Max) Weiß lautet. Briefkasten Verschiedene unserer geschätzten Mitarbeiter sind noch mit der Besprechung von ihnen zugegangenen Büchern im Rückstand: wir bitten um recht baldige Erledigung.