Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 6 (15.6.1932)
- Date
- 1932-06-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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JLrtjich« Dch»1Zeit»»A Seite .0 gqgik, auch: auf dem Gebiete jüdischen Religionsunterrichts den Vortrag des Lehrers durch einwandfreies Bildmaterial zu ergänzen und zu veranschaulichen. Das Buch ruft in uns den Wunsch hervor, es möchte sich auch hierzulande jemand finden, der uns eiste Heimatgeschichte der deutschen Juden für Schulzwecke schenkt, und, was noch wichtiger ist, eine Organisation, welche die Herausgabe eines solchen Werkes übernimmt. Dr. Daniel Lew in (Berlin). PaulCohn: „Die Seele ist Leib.- Morris-Verlag, Hannover. 1631. > Lohn stellt als Motto dieser Schrift einen Satz aus Nietzsches Zi»raihustr« an tAt Spitze: „Serie ist nur ein Wort für ein etwas am Leibe." Damit; itt diese Arbeit charakterisiert: sie ist positioistisch-antimetaphysisch. Unter diesem Gesichtspunkt nimmt der Verfasser klar und bestimmt Stellung zur Seelenfrage. Als reiner Naturwissenschaftler — der Verfasser ist Arzt — behandelt der Verfasser die Seele als einen Ausdruck des Leibes, als empfundenen Leib. Die Seele ist nach ihm ein Symptom dessen, was wir ,Feib" nennen, eine „Aeußerung" des Leibes: eine unter vielen —- als Wollen, Fühlen. Denken. Alles Seelische ist mm nur ein Gleichnis. Um diese Grundidee herum ist oiese Schrift geschrieben, nach der alle Einzelgedanken als nach ihrem Zentrum von selbst radiär kommerzieren. , Mit Recht sagt C., daß man nur die Wahl hat: ihren Grundgedanken .anzunehmen oder abzulehnen, dann ist alles übrige Konsequenz. Wir lehnen diesen Grundgedanken ab, der nach dem Autor selbst ganz unphilosophisch sein soll und finden es reichlich banal, zu sagen, wie C. das tut: Wenn wir über ein seelisches Problem klar werden wollen, dann brauchen wir nur unsere Körper anzufragen,' dann wissen wir Bescheid. Das ist denn doch eine zu primitive Lösung der Seelensrage, von der wir wissen, wie seit Jahrtausenden um sie gerungen wird — und wie wir Juden —, unbekümmert um diesen Streit der Meinungen — noch täglich in tiefer Ergriffenheit aussprechen: „Mein Gott, die Seele, die du mir gegeben hast, ist rem“... Dr. I. B a m b e r g e r. Bei der Schriftleitung eingegangene Bücher: Or. pbll. Aaron Rosmarin „Moses im Lichte der Agava-. New York 1932. The Goldblatt Publishing Co. Jüdischer Glaube in dieser Zeit. Prolegomena zur Grundlegung -einer systematischen Theologie des Judentums von Hans Joachim Schoeps. Berlin 1932. 90 S. Preis 3,50 m. Philo- Verlag G. m. b. H. Heinrich Graf Coudenhove-Kalergie: „Das Wesen des Antisemitismus.- Wien. Paneuropa-Verlag. Schrift und Schreiben. Zeitschrift für alle praktischen und wissenschaftlichen Fragen der Schrift und des Schreibunterrichts. Erscheint zweimonatlich. Herausgeber: Professor Dr. E. Raederscheidt, Akademiedirektor, Bonn. — 3. Jahrgang, 1931/32, Heft 4. Verlag: F. Soennecken, Bonn. Preis: 3,60 E für den Jahrgang (6 Hefte). Vom^ Pestalozzi-Verlag, München 2, SW. 1, Bayerstr. 37/39: 1. Dr. Hedwig Hofp-Wallner „lleber Masse und Gruppe und die durch sie bedingten Verhaltungsweisen in Schulklassen", mit 14 Tabellen. (Band 2 der Schriften zur Erziehungswissenschaft, herausgegeben von Dr. Jos. Dolch.) 2. Dr. Hans Albrecht „Proletismus und Erziehung- (Band 3). 3. Dr. H. Hermann „Arbeitshefte für den Sachunterricht an allgemeinbildenden Schulen", Heft 1, 2 und 3, „Wetterkundliches Arbeitsheft- A. B und C. 4. Dr. Josef Dolch „Leseblätter für Schule und Haus- (Bildschmuck von Hanna Förster). 5. Antonie Wanner „Rechentafel". Notizen. „Das Wesen des Antisemitismus" Im Paneuropa-Verlag (Wien 1., Hofburg) erschien bereits im Jahre 1901 von dem gefeierten Schriftsteller Dr. Heinrich Graf Coudenhove-Kalergie ein treffliches, gar sehr beachtenswertes Buch „Das Wesen des Antisemitismus" (broschiert 5,50 E). Was den Verfasser dazu trieb, gegen den Antisemitismus Stellung zu nehmen, darüber heißt es in der Einleitung: Sein auf eingehendste Sachkenntnis gegründeter Wille zu unvoreingenommener Wahrheit und unparteiischer Gerechtigkeit — nicht etwa Gefühle oder Interessen. Denn er hatte weder besondere Sympathie für Juden noch befanden sich Juden unter seinen intimen Freunden. Dagegen hatten ihm seine Reisen und Studien die Möglichkeit gegeben, das Judentum in allen Himmelsstrichen und Berufen kennenzulernen. So war er als gründlicher Kenner der Menschen und Völker frei von den Vorurteilen seiner Heimat und immun gegen die Schlagwörter halbgebildeter Demagogen!- Das Buch ist 1929 von dem Sohne des verewigten Verfassers R. N. Coudenhove-Kalergie neu herausgegeben und mit einer Einleitung „Lrt:;rmiri-mus nach den: Weltkriege" versehen worden; es wird demnächst abermals in neuer Auflage erscheinen. Wir verfehlen nicht, die Kollegen schon jetzt auf diese bedeutsame literarische Erscheinung hinzuweisen mit dem dringenden Ersuchen. sich seine Verbreitung in nichtjüdischen Kreisen angelegen sein zu lassen, besonders dafür zu sorgen, daß es in Lehrerkreise dringt und in den Volksbiblkotheken Aufnahme findet. Nicht nur unserer gerechten Sache wird damit gedient, sondern in gleichem Maße der Wahrheit und dem Rechte, uno somit der wahren Menschlichkeit.- Bor allem gesund sei»! Die heutige Notzeit verlangt Sparsamkeit auf allen Gebieten» auch aus dem der öffentlichen Gesundheitsfürsorge. Gerade hier aber sollte man mit besonderer Vorsicht vorgehen und die Worte des Reichspräsidenten v. Hindenburg nicht vergessen, der erklärte, daß „die Gesunderhaltung des deutschen Volkes eine der wichtigsten staatlichen Ausgaben ist, da nur ein gesundes deutsches Volk aus der schweren Gegenwart den Weg in eine bessere Zukunft finden wird." Wenn auch in der heutigen Zeit Sparsamkeit auf allen Gebieten der öffentlichen Gesundheitsfürsorge zweifellos notwendig ist, so muß doch dem einzelnen gezeigt werden, wie er im Rahmen des Möglichen für die Erhaltung feiner Gesundheit sorgen kann. Hier die rechten Wege zu weisen, ist Aufgabe der hygienischen Volksbelehrung, und gerade auf diesem Gebiete sollte daher nicht ab-, sondern, wenn möglich, noch aufgebaut werden! Steht doch der Rückgang der Kindersterblichkeit, die Erfolge bei der Tuberkulosebekämpfung, der erfolgreiche Kampf gegen Alkoholismus und Geschlechtskrankheiten in unmittelbarer Beziehung zur Wirksamkeit der hygienischen Bolksbelehrung. In Würdigung dieser Tatsachen wurde daher auf einer soeben inBadHarzburg stattgesundenen Tagung des Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung eine Entschließung angenommen, die an die gesetzgebenden Körperschaften und die maßgebenden behördlichen Stellen die Bitte richtet, in der heutigen schweren Notzeit der hygienischen Volksbelehrung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Denn mehr als je gilt heute für jedermann das Wort: „Vor allem gesund sein!" EUROPA SCHREIBMASCHINEN A-G ijEr Sie Es Verkaufsbüro: Hamburg, Kaiser WllhelmitrnÖe 25/31 4/Hbg. Telephon: 3466 91 Nichtraucher Garantiert in 3 Tagen k Auskunft kostenlos! Sanltas-Vepot. Halle (Saale) 207 Lo Schlankheit I erzielen Sie Uber Nacht durch äußerliches Einreiben ohne Hungerkur. Auskunft kostenlos! Sanltas» Depot« Halle (Saale) 207 Ha