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Jüdische Schulzeitung · 1931-11-15 · 11 (15.11.1931) · page 8

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
7 (1931)
Issue
11 (15.11.1931)
Date
1931-11-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung. Nummer Li Ton vornehmer, temperierter Langeweile. Trotz der v.ielen Berater scheint mir der Verfasser nicht gut beraten zu sein. Denn schließlich, die Kernfrage des liberalen Judentums ist doch nicht mehr, „was sollen wir denken, sondern: Was wollen wir tun '?" tlnd darauf fohlen die klaren entscheidenden Antworten. Was hilft es, daß die edle Persönlichkeit des liberalen Führers überall hcroorschcrut, wenn dieser Führer selbst an Stelle der Vorsicht das Zaudern setzt und sich aus dem Gesetz — fei es auch zeitlich begrenzt — sich in die Meditation rettet? Oder soll man sagen — flüchtet? Und: sollte man im freien England immer noch Asfimilation und Uniformierung verwechseln, wie cs Claude Montefiore zu tun scheint? Diese unproduktive, negative Geduld zerrt an all unseren Nerven. Und wenn diese Geduld schließlich im Zusehen .der Leiden — anderer, zum Beispiel unserer jüdischen Brüder in Polen, nicht einmal ihr „kip smiling", geschweige denn ihre ungebrochene innere Stabilität verliert, so schlagen wir uns vor die Stirne, und wissen nicht, ob wir nun erstaunt, erzürnt oder erschüttert sein müßten. Mein Liberalismus ist das nicht. Jffi Bayer-Bingen. * Dr. med. HansGraaz: Die Naturheilanwendungen. Hippokrates-Verlag G. m. b. H.. Leipzig und Stuttgart. Verfasser bringt in übersichtlicher Zusammenstellung das für den Laien Wissenswerte von den Naturheilanwendungen für den Hausgebrauch. Es handelt sich vor allem pm Ratschläge, die dazu dienen sollen, durch vernünftige Anwendung des Wassers, der Massage, der Dampf- und Heißluftanwendungen und anderer Zweige der Naturheilkunde, den menschlichen Körper gesund zu halten. In zweiter Linie ist dem Verfasser daran gelegen, dem Laien das wissensmäßige Rüstzeug zu geben, das ihn befähigt, im Falle einer Erkrankung ärztliche Verordnungen aus dem Gebiete der Naturheilanwendungen, wie Umschläge. Abreibungen. Packungen, feuchte Verbände u. a. m. sachgemäß auszuführen. Das wirklich Wesentliche ist gut herausgearbeitet, überflüssige, den Laien unverständliche theoretische Erörterungen sind erfreulicherweise vermieden, so daß das vorliegende Buch dem für das Gebiet der Gesundheitspflege interessierten Laien zu empfehlen ist. Dr. med. Steinhardt. Bei der Schriftteilung eingegangene Bücher. Shmarya Levin: Kindheit im Exil. Berlin W 60. Ernst Rowohlt. Geb. 9 Mit. Geismar: Tierschnellzeichnen. Berlin SW 10. Union Deutsche Vorlagsgcsellschaft. Brosch. 2,70 Mit, geb. 4,50 Mit. Dr. med. Fritz Künkel: Die Arbeit am Charakter. Die neuere Psychotherapie in ihrer Anwendung - auf Erziehung, Selbsterziehung und seelische Hilfeleistung. Verlag Friedrich Bahn, Schwerin i. Mecklbg. 163 Seiten. Gr. 8°. Brosch. 4,80 Mit, Leinen 6,50 Mit. Mennicke: Pädag. Problem. Potsdam. Verlag Alfred Protte. Brosch. 1,20 Mit. FranzOppenh'eimer: Erlebtes, Erstrebtes, Erreichtes. Erinnerungen. 260 Seiten. Eroßoktäv. Mit einem Bildnis nach der Büste von Fr. I. Kormis. In Ganzleinen gebunden. Der Heine-Bund. Eine jüdische Buchgemeinde, Berlin W 57, Pallasstraße 10/11. (Mitgliedsbeitrag jährlich 12 Mit, wofür die Mitglieder drei Bände nach freier Wahl erhalten; ausführliche Prospekte kostenlos). Eine Parallelausgabe des Buches für Nichtmitglieder ist im Welt-Verlag erschienen und durch jede. Buchhandlung zu beziehen. Preis 6 Mit. Iudentu ms" nach wie vor regelmäßig erscheint. Die Monatsschrift, die mit dem Dezemberheft ihren 75. Jahrgang beendet, wird von Januar 1932 an sogar in einer gefälligeren Ausstattung, vor allem in weniger kompressem Druck, heraus» gegeben werden. Der Herstellungspreis wird dadurch nicht erhöht. sondern verbilligt. Wenn ihre Mitglieder ihr treu bleiben und der Zuwachs an Mitgliedern sich in dem gewohnten Umfang hält, hofft die Gesellschaft, ihre. Leistungen wie bisher aufrecht erhalten zu können. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt die Geschäftsstelle der Gesellschaft: Berlin-Schöneberg 1, Belziger Straße 46, II. 2., entgegen. Die Etats der Schulen sind durch die neuen Notverordnungen auf das empfindlichste gekürzt worden. Mit Recht herrscht sowohl in den Kreisen der Lehrerschaft, als der Eltern und Schüler Erregung über diese Einsparungen an einer für die ganze Zukunft unseres Volkes lebenswichtigen Stelle, und eine gewisse Panik hat weite Kreise ergriffen, die sich u. a. darin ausdrückt, daß auch die notwendigsten Anschaffungen für Lehrmittel, Büchereimaterial und Lesestoff zurückgestellt werden. So begreiflich diese psychologische Stimmung ist, so mutz.doch darauf hingewiesen werden, daß auch bei den gekürzten 'Etatmitteln dennoch die Möglichkeit besteht, die unbedingt nötigen Ansprüche in bezug auf Büchermaterial und Klassenlektüre zu befriedigen. Die billigen Sammlungen, die unter Verzicht auf unnötig kostspielige Ausstattung und pädagogischen Apparat die reinen Texte in sorgfältigen Ausgaben bieten, gewinnen unter diesen Umständen für die Schulen eine erhöhte Bedeutung. Von den verschiedensten Seiten wird darauf hingewiesen, daß Reclams Unioersal-Bibliothek ihrer ganzen Anlage nach diesen Anforderungen nach schmuckloser-Sachlichkeit und äußerster Preiswürdigkeit in besonderem Maße entgegenkommt. Außer den broschierten Ausgaben, die zu dem bekannten billigen Preise von 40 Pf. pro Nummer erscheinen, ist nun auch die Möglichkeit gegeben, die hübschen gebundenen Bändchen zu einem wesentlich herabgesetzten Preise zu erwerben Seit 1. August d. I. kosten die gebundenen Ausgaben der Unioersal- Bibliothek nur 40 Pf. mehr als die entsprechenden gehefteten. Da früher die Preisspanne bei allen Werken über 2 Nummern größer war, sind damit wesentliche Verbilligungen, vor allem der etwas umfangreicheren Werke, eingetreten. Schülerbüchcreien, die auf haltbaren Einband, und Schüler selbst, die auf eine hübsche äußere Gestaltung ihrer Bücher besonderen Wert legen, haben daher die Möglichkeit, auch in dieser Krisenzeit ihre Ansprüche durch Reclams Unioersal-Bibliothek voll zu befriedigen. Ein ausführlicher Sonderkatalog „Das preiswerte B u ch" bringt die neuen Preise für die gebundenen Ausgaben und eine Zusammenstellung der wichtigsten gebundenen Werke in der Universalbibliothek. Er ist auf Wunsch kostenlos vom Verlag zu beziehen. * Notizen. Eine gute Zusammenstellung über den Wortlaut.und den Sinn der neuesten Bestimmungen über den Religionsunterricht, vornehmlich so weit er an den öffentlichen Schulen erteilt wird, findet man jetzt bei Herr mannLüdemann, Probleme der Reichsschulgesetzgebung, Verlag Beltz, Langensalza, S. 92—98. Darauf mag nützlicherweise hingewiesen werden. Rabbiner Dr. P o s n e r , Kiel. * Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums teilt, da ihr irrtümliche Gerüchte bekannt geworden sind, hierdurch mit, .daß die von ihr herausgegebene „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Wir suchen an allen Orten nebenberufliche Vermittler Verlrag3gE3ellschaitdesD.j.G.B.l Victoria zu Berlin Allgemeine Vers. A.*G. MiMIIoq: Hamburg I, taannstr.H Günstigste Tarife. Kinder« ChanucHaieuchter D-’oin bu JLH 3.50 T’fcITorkiichen „Davidstern'* 0.15 Trendel 0.30 0.50 0.05 Verflne Knlmtt : Kunstgew'erbestube Freutfenthal Breslau Kopischstr.4 ^:.+.://:::^

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