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Jüdische Schulzeitung · 1931-09-15 · 9 (15.9.1931) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
7 (1931)
Issue
9 (15.9.1931)
Date
1931-09-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Jüdische Schulzeitung. Nummer 9 Seite 8 Kulturelles, um Ursprüngliches, um durch die Hand des Menschen, oder durch die Gewalt-der Elemente, durch Vulkanismus oder Erdeinbrüche umgestaltete Gegend handelt: das Wesentliche ist herausgehoben und.in einfacher, meist schematischer Strichmnniet dargestellt- Greifen wir nur ein Bild heraus-- Da ist die Lüneburger Heide: Zunächst eine klare Wiedergabe des landschaftlichen Gesamteindrucks: die Heide mit den flachen Gehöften, mit Bienenstand, Schafen, Moortümpeln,. Wacholderbüschen, Hünengräbern, dem Kreferwald und dem Hügelland im Hintergrund. Dann aber zeigen Seitenbilder die Einzelheiten: die .Abwässerung, die Verlandung, die Torfmoorbildung, die Ausnutzung von Torf, Schlick und Sand, Bohrtürme, Gewinnung des Erdöls, die Anordnung der Hünengräber usw. — all das läßt die Schüler Einblick erhalten in das große Naturgeschehen und Ehrfurcht gewinnen vor dem nie rastenden Menschengeist, der sich alles untertan macht. Andere Blätter zeigen Schiffahrtskanäle, Straßenbau, Schleusen, Kran, künstlerische Bauten, Bergbau, Steinkohlenentstehung und -gcwinnung — (sehr schön S. 11!) — kurz, es fehlt nichts, dem Schüler das Vaterland vor das Auge zu rücken, Nähe und Ferne ihm greifbar zu machen. Der Text ist kurz und prägnant und bringt dem Lehrer noch manche Anregung. Die Auswahl ist groß, dem Führer bleibt es überlassen, was er verwenden, selbst zeichnen oder durch die Klasse wiederaeben lassen will. Das Werk ist durchaus empfehlenswert und sollte in keiner Lehrerbibliothek fehlen. CilliMarx, Köln. Der Morgen. Zweimonatsschrift. Jahrgang 7. Nummer 3. Berlin. Philo-Verlag. Die Nummer enthält folgende Aufsätze: Hermann - Funke: „Die . große Krise. Das Geschlecht ohne Gott." — Claude G. Montefiore: „Volksreligion und Wcltreligion" mit einem Schlußwort von Leo Baeck. — 1. M a t t u ck, Rabbiner an der Liberalen Synagoge in London: „Was eint Juden und Christen?" — MaxEis'ler: . „Zwei Tagebuchblätter des holländischen Malers I o z e f Israels." — Otto Piper: „Die geistigen Strömungen im Protestantismus Deutschlands." — Ernst Holzer: „Die kommende Generation." — Walter v. Hauff: „Der Prozeß Jesu im Lichte der neuesten Forschung." — Joseph Roth: „Der Franzose auf der Wodanseiche." — Hermann Vogeljtcin: „Glaube und Geschichte im heutigen Judentum."—. Julius Vab: „Antifemitenschnüffelei." — Mit einer Buchbesprechung von Mar Diene mann (Hans Kohn: Martin Buber. Sein Werk und seine Zeit) schließt das reichhaltige anregende Heft. Schrift und Schreiben. Zweimonatsschrift für alle praktischen und wissenschaftlichen Fragen der Schrift und des Schreibunterrichts. Herausgegebcn von Prof. Dr. Georg R a e bersch e i d t - Bonn, Oberrcgierungs- und -gewerbeschulrat Prof. Hugo Busch-Düsseldorf, Dozent Alois Legrün-Wien. 2. Jahrgang 1930/31, Heft 5. Verlag: F. Soennecken. Bonn. Heft 5 des zweiten Jahrgangs enthalt u. a. aus der badischen Schreibunterrichtspraxis einen Aufsatz, der auf das Lebendigste brauchbare Formen zur Erarbeitung der Deutschrist aus dem Erlcbniskreis des Schulanfängers vermittelt. In einem weiteren Beitrag wird an Hand einiger Schülerzeichnungen dargelegt, daß das kursive Element durchaus dem Mechanismus der Hand entspricht und sich parallel in Zeichnung und Schrift von Schülern Nachweisen läßt. Besondere Beachtung darf man einem Aufsatz schenken, der nachdrücklich für allmähliche Abschaffung der Lineaturen in den Schreibheften eintritt. Der Graphologe findet ein reizvolles Schriftkuriosum vor, während der Bericht über > Sowjetrußland einen sehr interessanten Abschluß erfährt. Das inhaltreiche Heft wird gekrönt durch eine wertvolle, reich bebilderte Arbeit über die einheitliche Verwendung der Breitfeder in Schrift und Zeichnung; auch der Buchkünstler sollte sich damit befassen. . Die zeitgemäße Schrift. Heintze L Blankertz, Berlin/Leipzig. Männer, deren Namen in der Geschichte der modernen Schriftbewcgung in den vordersten Reihen stehen, leiten die ^L-Jahrsschrift „Die zeitgemäße Schrift". Dementsprechend ist auch die Höhe, aus der Inhalt steht. . Das Heft 17 ist ein Beispiel dafür, daß das Wort „Schrift"'im weitesten Sinn aufzufassen ist. Eine Anleitung zur Anfertigung von Eummidruckstöcken bringt eine Anzahl von mustergültigen ornamentalen Entwurfsbeispielen für Vignetten, Kopf- und Schlußleisten, Vorsatzpapieren usw. Wird hier der Grund durch Schneiden vertieft, so zeigt der nächste Aussatz mit vrächtiacn Beispielen, wie durch Aetzen aus Stein ornamentale Schrifttafeln entstehen. Der unermüdliche Wuttke wirbt für ein. besonderes Kunstzimmer in der Schule, ein anderer Mitarbeiter dafür, daß Schrift und Illustration derselben Hand entstammen sollen. Das Sonderheft B bringt einen sehr lesenswerten Aufsatz von Prof- Michel» dem .Direktor des Werklehrerseminnrs/über Schwarzweihtechniken im Zeichenunterricht mit »ins? Kutte prächtiger Schülerarbeiten. In jeder fortschrittlichen Schule sollte eigentlich die Zeitschrift den Lehrern zur Verfügung stehen. Geis in a r. Bei der Schriftleitung eingegangene Bücher: Franz Werfel: Juarez und Maximilian. Dramatische Historie. Schulausgabe. Berlin. Paul Zsolnay. Robert Zion: Beiträge zur Geschichte und Legende des Propheten Elia. Berlin W 35. 1931. Reuther & Reichard. Preis 4,40 m. Hans Frentz: Ueber den Zeiten. Künstler im Kriege. Freiburg i. Br. Urban-Verlag. Geb. 7,50 E Notizen. Schüleraufführungen für Chanukkah. In den letzten Jahren macht sich ein starkes Bedürfnis nach neuen Aufführungstexten bemerkbar. Man stellt an diese Texte _ mit Recht die Forderung, daß sie ihren Stoff aus der jüdischen Tr Geschichte nehmen, sprachlich einwandfrei und leicht in Szene zu setzen sind. Es sei daher schon heute auf zwei kleinere Dichtungen hingewiesen, die die erwähnten Anforderungen vollauf erfüllen, geschmackvoll und kindertümlich sind. Es handelt sich um: „Ring des Salom o", Allegorie in 3 Bildern; „S i m - f o n", Spiel in 5 Aufzügen. Beide Texte sind gegen mäßiges Honorar durch den Verfasser Anselm Bing, Berlin NW 87, Cuxhavener Str. 2. zu beziehen. Voranzeige. Im Verlag Gustav Engel. Leipzig, erscheint demnächst aus der Feder eines ostpreußischen Kollegen ein historischer Roman, der die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit verdient. „Wie Ton in des Töpfers Hand" betitelt sich das Buch von Felix Halpern-Guttstadt und behandelt in fesselnder Darstellung den letzten nationalen Kampf der Juden unter Barkochba mit all seinen Verflechtungen und Verkettungen geschichtlicher Tragik. Das Neuartige an diesem schon vielfach dramatisch und lyrisch bearbeiteten Stoffe ist das Messias-Problem, das der Verfasser hier im Lichte der beiden kurz nacheinander auftretenden und gescheiterten Messiasse (Jesus und Barkochba) in seiner ganzen Totalität in Kühnheit aufrollt und zu lösen versucht. Wir werden nach dem Erscheinen dieses bedeutsamen Buches, noch ausführlicher daraus zurückkommen. Vorbestellungen (Subskriptionspreis 4,80 E, Ladenpreis 6 E) nimmt der Verlag Gustav Engel, Leipzig, Hospitalstraße 10, entgegen. — Fähnchen für Simchas-Thora mit Stg. 0.25 0.35 0.85 Fähnchen „Zwö.lt Stämme“ 0.30 Stoff- Bannen 1.40 2- LaubhUfte« Modellierbogen 1.20 Kunstgewerbestube Freudenthal Breslau . Goethestr.11 Wiedervcrk. ges. £ / Wir suchen | / an allen Orten \ ■ ■■ «J nebenberufliche Vermittler \ j | Victoria xu Berlin M Allgemeine Vers. - A.-G. J/jj SoMIrekllon: Hamborg 1, Heraannstr.H / J * Günstigste Tarife, -j/r'

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