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Jüdische Schulzeitung · 1931-01-15 · 1 (15.1.1931) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
7 (1931)
Issue
1 (15.1.1931)
Date
1931-01-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Jüdische Schulzeitung. Nummer 1 (Lwite 8 licheu Freundschaft mit dem Gelehrten ein Lebensbild gezeichnet, das mosaikartig alles Wesentliche seiner Persönlichkeit zu einem einheitlichen Ganzen ausbaut. Wir erleben Georg Brandes aus persönlichster Nähe. Die eigentümliche Spaltung, seines Wesens in widerspruchsvolle und widerstrebende Zuge wrrd uns verständlich, da Verfasser die jüdische Psyche des Gelehrten in ihre Urformen auslöst. Aus Grund der von der Rasse bestimmten Voraussetzungen kommt N. zu dem Schluß, daß in dem Vlutsüündnis' von Melancholia und Sanguinität die Wurzel der jüdischen Natur von Georg Brandes zu suchen sei. Darüber hinaus wird das große Problem aufgeworfen — Jude oder Europäer. — Brandes vereinigte in seiner Person die glückliche Synthese Leider, wenn ihm auch der Begriff „Europäer" mehr galt als sein Judentum. Die zwiespältige Natur Georg Brandes' zu einem klaren Bild geformt zu haben, ist das Verdienst des Verfassers. Studienrat M. Simon. D r. P a u l M ii h s a m, I. Gespräche mit Gott. Verlag Fr. Wilhelm Grunow-Leipzig. Dieses Werk, das während des Krieges entstanden ist, diente dem Dichter dazu, sich den Druck der schweren Zeit von der Seele zu wälzen. Gespräche zwischen Gott und den verschiedenartigsten Menschgattungen bringen dem Leser Erlösung, einmal durch die wundervolle Sprache, dann a-ber durch den tiefgläubigen Inhalt selber.' Ein Licht denen, die sich in seelischer Not befinden. II. SIu5 dem Schicksalsbuch der Menschheit. „Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Erinnerung, den Kommenden zur Mahnung". Mit diesen Worten charakterisiert der Dichter das vorliegende Büchlein. Die Menschheit ist gut; nur einen Feind hat sie: sich selbst. Jeder Krieg ist eine Ungerechtigkeit; einen gerechten Krieg nur gibt es: gegen den Krieg. III. Auf stillen Wegen. Der Kampf des Lebens zermürbt den Menschen, der nur den Weg des Alltags geht. Aber hinter dem Lärm der Welt gibt es stille Pfade, Wege, auf denen der Mensch aussteigt zu beschaulichen Höhen, dort, wo ihm alles Seiende und Werdende zum Wunder wird. Hier soll der Mensch erkennen, daß er mit allem Seienden eng verbunden ist. Die Schriften von Paul Mühsam sind ihres ernsten, tiefsittlichen Inhalts wegen, der ungemein zum Denken und zur Selbstprüfung anregt, der Heranwachsenden Jugend aller Konfessionen wärmstens zu empfehlen. M. Alexander. Bei der SchmfLleitmrg erngegangene Bücher. Hygiene und Judentum. Ein repräsentatives Sammelwerk. Verlag Jacob Sternlicht, Dresden A 1, Zeughausstraße 3. Der Preis dieses reich illustrierten und in Reinleinen gebundenen Werkes beträgt nur 5 ML Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden. Begründet von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno Kirschner. Mit über 2000 Illustrationen, Beilagen, Karten und Tabellen. Unter Mitarbeit von über 300 jüdischen Gelehrten und Schriftstellern. Band IV/2. S—Z. Berlin. Jüdischer Verlag. H. W e r n e k e: Heine-Lesebuch. (Poesie und Prosa.) Verlag: H. Werneke, Kehl (Baden). 1931. 2. Ausl. 2.50 M. Hanna Emmrich : Das Judentum bei Voltaire (Sprache und Kultur der Germanisch-Romanischen Völker. C. Romanische Reihe. Band VI). Breslau. Priebatfchs Buchhandlung. 260 Seiten. Preis 12 Jl. Ist unsere Lesemethode richtig? Eine kritische psychologischdidaktische Darstellung. Von Artur Kern unter Mitarbeit von Erwin Kern. gr. 8° (VIII u. 134 S.) Freiburg im Vreisgau 1931, Herder. Geheftet 3.80 Jl; in Leinwand 5.20 Jl. Elias schickt einen Traum. Festtagsspiel für die jüdische Jugend in 7 Szenen, von Davin Schönberger, Aachen. Verlag von Gunter Ransenberg. Ern st Kahn: Der internationale Geburtenstreik. Umfang, Ursachen, Wirkungen — Gegenmaßnahmen? Preis broschiert 4.80 Ml, geb. 6 Ml. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M. 1930. Josef K a st e i n : Sabbatai Zewi, der Messias von Jsmir. Geh. 6.50 Ml, Leinen 10 ML Ernst Rowohlt, Berlin. Joachim Prinz: Helden und Abenteurer der Bibel. Paul Baumann-Verlag, Charlottenburg 4. künstlerisch und exakt ausgesührt. liefert an Lehrer Ä&Äfc? zu billigsten Preisen. A. Katz, Frankfurt a. M„ Sandweg 7. Notizen. Der Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M., Schillerstr. 19, erklärt sich bereit, den Mitgliedern unseres Verbände-, folgende Vorzugspreise zu gewähren: Für O gut sch „Der Frankfurter Kantor" statt des Ladenpreises von 20 Ml nur 15 Ml, für Schice Simro, herausgegeben vom Kantorenverband ebenfalls statt 20 Mi nur 15 Ml, für Dr. Filip Friedmann „Die galizischen Juden im Kampfe um ihre Gleichberechtigung" statt 5 Ml nur 3 ML Die „Deutsche Bücherei", Leipzig, Deutscher Platz, bittet um Ueberlasiung folgender ihr fehlender Nummern unserer „Schulzeitung", Jahrgang 1925: Nr. 1—3, Jahrgang 1926 Nr. 1—2, 4—7, 10 und 12, Jahrgang 1927 Nr. 1—2, 4—9 und Nr. 11, Jahrgang 1928 Nr. 5 und 11. Wir bitten die Kollegen, die genannte Nummern übrig haben, sie der „Deutschen Bücherei" zuzusenden. * Der „Jahresbilanz der Erfindungen, die Statistik auf dem Gebiete der Lehrmittel" von Patentanwalt Dr. Ing. Heinrich Gold beck, Berlin, entnehmen wir, daß im Jahre 1929 auf dem Gebiete der Rechengeräte, Rechenschieber, Rechenscheiben, Rechentabellen, Elementarmittel für Lesen, Schreiben, Rechnen; Eloben, Karten, Lehrmittel für Orts- und Zeitbestimmung, Kalender, Fahrpläne. Landkarten, Sternkarten, Geheimschrift usf. 3589 Erfindungen gemacht wurden, von denen 657 zur Patent-Erteilung führten. * Zur Neuausgabe des Bodleiana-Kataloges. Eine wissenschaftliche Großtat, die nun schon sieben Jahrzehnte überdauert, war der im Jahre 1860 erschienene Katalog der hebräischen Abteilung der Oxforder Universitätsbibliothek, der berühmten Bodleiana, den Moritz Steinschneider, einer der größten Bibliographen aller Zeit und Sprachen, verfaßt hatte. Seit Jahren vergriffen, kommt der „Calalogus librorum hebraeorum" im Antiquariat selten vor und dann auch nur zu Preisen, die sogar für Bibliotheken fast unerschwinglich sind. Vor kurzem wurde ein Exemplar für 8000 Ml verkauft. Es ist daher von seiten aller wisienschaftlich interessierten Judaisten und Orientalisten sehr zu begrüßen, daß der Welt- Verlag sich entschloffen hat, eine unveränderte Neuausgabe für einen verhältnismäßig bescheidenen Preis herauszugeüen. Die Subskription wird, wie der Verlag bekanntgibt, am 31. Januar geschloffen. Bestellungen, sowohl auf das Werk als auch auf den aufschlußreichen Prospekt, nehmen alle Buchhandlungen entgegen, auch der Verlag selbst. (Adresse: Welt-Verlag, Berlin W 57, Palaßstraße 10/11). * Aus Odenbach in der Pfalz geht uns, unterzeichnet vom Bürgermeister, der Schulleitung und dem Ortspfarrer, ein Aufruf zugunsten einer dort in großer Bedrängnis lebenden jüdischen Familie zu. Auf Grund einer eingehenden Schilderung der Verhältniffe, die uns Vorgelegen hat, möchten wir den Kollegen anheimgeben, in ihren Gemeinden wohlhabeirdere Mitglieder zu einer Spende zu oeranlaffen. Gaben werden an die Adreffe des Herrn Oberlehrer O. Da u b e r unter Postscheckkonto Nr. 6087 beim Amt Ludwigshafen mit dem Vermerk „Nothilfe" erbeten. Vorzugsangcbot für die Mitglieder des „Rclchsverbandcs der Jüdisch. Lehrervcrclne" | Die gaälzlscnen Juösn Im Kampf m iüre ßleienöepecmigung 1 1848—1868 von Dr. flilp Frledmann | (Veröffentlichung derDr.A.S.Bettelholra Memorial Foundation) I anstatt rjl s.— Vorzugspreis BW. s — J. KauffmannVerlag, Frankfurtam Main i Sdiillerslrafte 10 I Mögen! SJerist für Ute Mreiliiiui i>er..WWen SSllizeilMg" Brobenummeru in beschränkter Zahl stehen bei der Schristleitung zur Verillgung

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