Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 12 (15.12.1930)
- Date
- 1930-12-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nummer 12 6. Jahrgang- MsnarsschrLft für Pädagogik und Schulyolirik cy <*<* ijimu Heraust^egeben vom „Neichsverband der jüdischen Lehrervereine" Die „Jud. Schulzeirung" erscheint um den 15. eines jedenMonals und wird allen Milgliedern der dem „Reichsverband der jüdischen Lehrervereine" angeschlossencn Vereine kostenlos zugestellt. — Post - Bezugspreis für Nichtmitgliedcr: Mk. 1.20 pro Quartal. Hamburg» 15. Dezember 193v Druck, Verlag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, Hamburg, ABC-Straße 57. Tel.: Sammelnummer C4 Dammtor 0737 Verantwortlich für den redaktionellen Teil. M. S t e i n h a r d t - Magdeburg, für den Inseratenteil: L.K n u d s e n, Hamburg. Anzeigenpreis 40 § für die Ogefpaltene Nonpareille-Zeile. Inhalt dieser Nummer: Vertagung des Verbandstages. Jüdischer Lehrerverband in Preußen (Bericht über die Verbandsperiode 1928—30). Zur Geschichte der jüdischen Jugendliteratur, von E. Gut. Von meiner Palästina-Reise, von Otto Geismar, lleber Religiosität in unserer Zeit und über Religionsunterricht, von Dr. I. Vambrrger. Literarisches. Bei der Schriftleitung eingegangene Bücher. Dss VssAsKSstÄgss 0 Die in den letzten Wochen eingetretene Verschärfung der wirtschaftlichen Lage hat die Vorstände und Ausschüsse des Reichsverbandes und des Preußenverbandes zu dem Beschlus; veranlagt, die für Ende Dezember dieses Jahres in Aussicht genommenen Tagungen zu verschieben. Wir standen vor der Notwendigkeit, unsere gesamten Mittel zu verausgaben oder aber auf die Anwesenheit einer gröberen Anzahl von Kollegen zu verzichten. Dazu kommt, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden den dringenden Wunsch ausgesprochen hat. daß mit Rücksicht aus.die augenblickliche schwere wirtschaftliche Krise alle jüdische Organisationen ihre Tagungen bis auf weiteres aussetzen. Wir hoffen, daß unsere Mitglieder diese Umstände würdigen und unserem Beschlüsse Lcistimmen werden. Berlin, den 23. November 1930. Neichsverband der jüdischen Lehrervereine und Jüdischer Lehreroerband in Preußen. Stern. ' Abraham. Jüdischer Lehrerverband in Preußen. Bericht über die Verbandsperiode 1928—1930. I. Bestand. Dem Verbände gehören gegenwärtig folgende Vereine an: 1. Berlin, 127 Mitglieder, Vorsitzender Hirschfeld-Verlin; 2. Brandenburg, 21 Mitgl., Vorsitzender Euttmann-Potsdam, 3. Emden-Oldenburg 14 Mitglieder, Vors. Popper-Leer, 4. Frankfurt a. M. 52 Mitgl., Vors. Dr. Höxter, Frankfurt a. M. 5. Hannover, 30 Mitgl., Vors. Katz-Menburg a. d. W. 6. Konferenz Hessen, 54 Mitgl., Vors. Schaumberg-Neukirchen.. Krs. Zicgenhein, 7. Mitteldeutschland (Prov. Sachsen), 15 Mitglieder, Vorsitzender 2aff6-Leipzig, 8. Nassau 21 Mitglieder, Vorsitzender Nußbaum-Wiesbaden, 9. Ostpreußen, 53 Mitglieder, Vorsitzender Mannheim-Osterode, Ostpreußen, 10. Pommern, 15 Mitglieder, Vorsitzender Varonowitz-Schiveldein i. Pom., 11. Rheinprovinz und Westfalen, 152 Mitglieder, Vorsitzender Katzenstein-Steele, 12. Schlesien, 62 Mitglieder, Vorsitzender Moops-Breslau, im ganzen also 616 Mitglieder. II. Leitung. a) Vorstand: Dr. Stern-Berlin, Hindersinstr. 5, 1. Vorsitzender; Steinhardt-Magdeburg, Uhlandstr. 12, 2. Vorsitzender; Abraham-Berlin, Achenbachstraße 3, Geschäftsführer. b) Ausschuß: Dieser setzt sich aus den Vorsitzenden der Vereine zusammen, und dazu tritt für diese und die nächste Verbandsperiode ein Vertreter der Mitglieder, die zugleich dem „Bunde gesetzestreuer Lehrer" angehören, zur Zeit: Kollege Oppenheim-Rhina. e) Stattgefundene Veränderungen. Durch den Tod ist abberufen worden der wohlverdiente Kollege Vähr- Waldenburg und an feine Stelle getreten Koll. Moops-Breslau. Ihr Amt als Vereinsvorsitzende haben niedergelegt die Kollegen Abraham-Essen, Peritz-KLnigsberg und Steinhardt-Magdeburg; an ihre Stelle sind berufen worden die Kollegen Katzenstein- Steele, Mannheim-Osterode (i. Pr.) und 2afs6-Leipzig. III. Ausschußsitzungen. Außer derjenigen im Anschluß an den 9. Verbandstag in München hat eine solche am 21. Mai 1929 in Leipzig stattgefunden. Ueber die Verhandlungen derselben berichtete Nr. 7 der „Jüdischen Schulzeitung" vom Jahre 1929. IV. Satzungen. Die in München vorgelegten Satzungen sind zwar bereits vom 9. Verbandstag angenommen worden, aber sie wurden noch nicht gedruckt, weil sie noch eine kleine Ergänzung erhalten sollen, die der Ausschuß in seiner Leipziger Sitzung nachträglich angenommen hat und nun dem Plenum zur Genehmigung vorlegen wird. Die Ergänzung will noch mehr als bisher schon geschehen ist, die Neutralität des Verbandes in religiösen Fragen sichern. V. Tätigkeit des Vorstandes. Der Vorstand blieb' in ununterbrochener Verbindung mit dem „Preußischen Landesverband". Die Hauptarbeit war in der Subventions-Kommission zu leisten, der der Vorsitzende als Vertreter der Lehrerschaft angehört. Die Bewilligungen an Pensionen und Unterstützungen erfolgten im Rahmen der bestehenden und bekannten Richtlinien. Eine Erhöhung der allseitig als unzureichend anerkannten Sätze konnte in Anbetracht der Finanzlage des Landesverbandes nicht erzielt werden. Doch haben wir in fast allen Sonderfällen, in denen wir vorstellig wurden, Entgegenkommen gefunden. Ebenso fand die vom Kollegen Peritz aufgestellte und vom Vorstand eingereichte Liste von „besser zu versorgenden Ruhestandsbeamten und Witwen derselben" eine wohlwollende Berücksichtigung durch den Landesverband. Selbstverständlich haben wir pflichtgemäß die in Leipzig gefaßten Resolutionen betr. Ausstellung von Lehrerzeugnissen durch einzelne Rabbiner, Regelung der Abhaltung von Fortbildungskursen und Schaffung von Aufstiegsmöglichkeit für Religionslehrer auf Grund weiterführender Prüfungen an den Landesverband weitergeleitet, und ihm auch sonstige uns zu-