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Jüdische Schulzeitung · 1930-08-15 · 8 (15.8.1930) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
6 (1930)
Issue
8 (15.8.1930)
Date
1930-08-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung. Nummer 8 Tiere, Verwendung geeigneter Behälter, Beibringung richtigen Futters über die Erfordernisse bestimmter Tierarten usw. machen aus dem, dessen Lieblingswissenschaft gerade die Biologie bisher nicht war, die Anlage einer JnsektenZucht leicht. Freude am Objett kommt dann von selbst. Aber — und es ist das nicht zmiiet gesagt — nicht nur der Schulmann. nein, jeder reifere Schüler, jeder Vater wird sich gerne mit dem Büchlein beschäftigen und Nutzen daraus ziehen. Es sei vor allem jeder Schulbibliothek hiermit zur Anschaffung empfohlen.. Höxter, Julius, Dr.: Quellenbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur, 5. Teil. Neue st e Zeit, 1789 bis zur Gegenwart. Der Leitgedanke der ersten drei Bände, durch Heranführung an die „Quellen" auch im jüdischen Geschichtsunterricht modernen didaktischen Grundsätzen gerecht werden zu können, ist auch in diesem neuen Bande restlos erfüllt. Es ist ferner wiederum nicht bloss für Schüler und die sonstige erfreulicherweise neuerdings wieder gerne zu solcher Nahrung greifende reifere Jugend vieles Interessante enthalten, sondern es wird auch dem Lehrer vieles Neue geböten; ja selbst der gelehrte jüdische wie nichtjüdische Forscher wird dankbar diese. Quellenbücher als vorzügliche Fundgrube anerkennen. Die hohe, ja grundlegende Bedeutung des Werkes in methodischer Hinsicht wurde seinerzeit schon bei Besprechung des dritten Bandes hervorgehoben. Wer seitdem das Häxtersche Buch im Sinne des Verfassers verwendet hat, wird bestätigen, dass er sich heute nicht mehr wie früher mit den meist unvollkommenen Geschichtsbüchern zu quälen, sondern zu deren Ergänzung mit bestem Erfolg zu Höxter gegriffen hat; dessen klug durchdachtes Werk für Lehrer und Schüler eine Wohltat geworden ist. Es ist kaum verständlich, daß es noch nicht allgemein eingeführt ist; denn — ob Freund oder Gegner der Arbeitsschule — jeder wird Geschichte „veranschaulichen" müssen und Literatur erleben lassen wollen, um fruchtbringend nicht nur zu „unterrichten", sondern vor allem auch zu bewusster Anteilnahme am jüdischen Leben der Gegenwart zu „erziehen". Dazu aber vermittelt den „Anschaungsstoff" für den nach der alten Vortrags-Methode Unterrichtenden und den „Baustoff" dem der arbeitsschulmässigen Lehrart Ergebenen Höxters Quelleicbuch in ganz vorzüglicher Weise. Inhaltlich ist zu sagen, dass die Stossauswahl wiederum sehr klug erfolgt ist. Es sind alle Quellenstücke im Unterricht durchführbar. Der fünfte Band enthält im ersten Teil hauptsächlich die „Emanzipation der Juden" in den einzelnen Staaten, und bietet, ohne auf die Einzelheiten hier einzugehen, in 44 Kapiteln neuen Stoff zur Lektüre und deren Verwertung. In dem zweiten Teil, dem „inneren Leben der Juden", wird durch das „Familien- und Gemeindeleben" in 6 Kapiteln, „Wissenschaft und Dichtung" in 17, die „religiöse Bewegung" in besonders angenehmer, weil objektiver Weise, in 4. die „Kulturbestrebungen und Vereinigungen" in 6, die „politischen Strömungen" bis zur- „Jewish Agency" in 19 Kapiteln die ^Möglichkeit gegeben, aus der Vergangenheit „Wissen, Willen, Liebe und Kraft zu gewinnen für das Judentum der Gegenwart". Dr. E. F r ä n k l, Augsburg. Noscnfelder, S.: Merkbuch für die hebräische Sprachlehre. 3. Ausl. 1930. Selbstverlag des Verfassers, Ladenburg a. N. Das Erscheinen einer dritten Auflage könnte schon das beste Empfehlungsschreiben sein. Und in der Tat, was hier auf wenigen Seiten dem Lernenden übermittelt wird, ist grossartig. Der tadellose Druck, der jeweils die neuen Regeln gut hervorhebt, die Beispiele, die Einfachheit der Regelfaserung und die Kürze sind die grössten Vorteile des Merkbuches, das dem Gedächtnis gut nachhilft. Die Benutzung dieses Büchleins kann nur zum Vesten unserer Schulen erfolgen. Rabbiner Dr. A. Posner, Kiel. Bei der Schriftlertrrng emgegangerre Bücher. „Das Philanthropin" (Eedenknummer), Zeitschrift, herausgegeben von ehemaligen Schülern und Schülerinnen des Philanthropins für alle Freunde der Anstalt. 2. Jahrgang Nr. 1 u. 2. Frankfurt a. M. Von Paul Mühsam im Verlage von Fr. Wilhelm Grunow, Leipzig: 1. Auf stillen Wegen, 96 S. Preis geb. 3.20 Jl. 2. Gespräche mit Gott, 110 S., geb. 1,50 JL. 3. Mehr Mensch, 117 S. Preis 2,70 JL. 4. Aus dem Schicksalsbuch der Menschheit, 135 S., geb. 1,80 Jl. 5. Vom Glück in Dir (Ein Wegweiser nach dem Lande des Lichtes), 146 S., geb. 2,80 JL. Koellreuter: Der Englische Staat der Gegenwart und das britische Weltreich. Breslau. Ferdinand Hirt. 136 S., gebunden 3,50 Jl. Erwin v. Hippel: Der Französische Staat der Gegenwart. Breslau tri.'w. Ferdinand Hirt, itt» S.. geb. «V,o -H* Constantin Brunner: Von den Pflichten der Juden und von den Pflichten des Staates. Berlin NW 87. Gustav Kiepenheuer. Zirka 300 S., brosch. 6 JL. Beiträge zum Zeichen- und Kunstuntcrricht. 1. Heft: Das Dorf im Winter. Ein Lehrgang von Gustav de Martin. Leipzig 1930. Verlag: Unesma, G. m. b. H. Notizen. Unser Wert", so betitelt sich eine Zeitschrift, die von den Mitgliedern des Jewish Agency und dem Präsidium des Keren Hajessod gemeinschaftlich herausgegeben wird. Es orientiert eingehendst über den fortschreitenden Palästina-Aufbau und über die grossen Probleme, die es gilt im Lande der Väter zu lösen. Die uns vorliegende Nr. 3/4 (März/April) enthält u. a. folgende Aufsätze: „Das gefetzestreue Judentum" (A. Horovitz), „Die fünfte Alija" (Gerda Arlosoroff-Goldberg), „Die jüdische Einwanderung im Jahre 1929 und die Vermehrung der jüdischen Bevölkerung", „Das jüdische Sanitätswesen in Palästina" u. a. m.- Nr. 5/6 (Mai/Iuni) enthält u. a.: „Der Bericht der Untersuchungskommission", „Jewish Agency und Genreinden", „Agudas Jisroel und Jewish Agency". Wir empfehlen die Zeitschrift der Beachtung unserer Leser, besonders der aller Palästinafreunde. (Redaktion u. Verlag. Berlin W 15, Meinekestr. 10).- Soeben erschien ein Doppelheft der von der Zentralwohlsahrtsstelle der deutschen Juden und der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise herausgegebenen Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik" (Juli/August. Heft 7/3). Aus dem Inhalt seien hervorgehoben: Die soziale und wirtschaftliche Lage der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa, Dr. Werner Senator, Jerusalem. Die Wirtschaftskatastrophe der polnischen Inden. Vom Indischen Volksheim in Berlin. Gertrude Weil-München, Franz Lichtenstein, Berlin. Zur reichsgesetzlichen Regelung der Wanderfürsorge in Deutschland, Dr. Mar Kreutzberger — Dr. Ilse Goldschmidt. Die Inden Argentiniens im Kampfe gegen Prostitution und Znhältertum. S. Adler-Rudel. Berlin. Zwei Iahre Sammlung „Jüdische Not", Ulla Brode. Berlin. Jüdische Lehrhäuser^ Dr. Mar Grünewald. Mannheim — Dr. Georg Lubinski, Berlin. Die Umschau bringt wichtiges Material zur Organisation der jüdischen Wohlfahrtspflege, über Jugend-, Gesundheits¬ und Wirtschaftsfürsorge, über Wanderungswesen, Arbeitsmarkt, Berufsberatung. Das Doppelheft ist für alle an der jüdischen Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik,- und darüber hinaus an der Zukunft der jüdischen Gemeinschaft Interessierten von besonderer Bedeutung. Bestellungen nimmt entgegen: Zentralwohlfahrtsstellc der .deutschen Juden, Verlin-Eharl. 2, Kantstr. 158. — — — Der Aufsatz „Der hebräische Unterricht in der Neligionsschule" in Nr. 7 und 8 dieser Zeitschrift ist die Wiedergabe eines Referats, das der Verfasser auf der Jahresversammlung der Sachs. Israelit. Lehrerkonferenz am 23. März in Leipzig gehalten hat.

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