Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 6 (16.6.1930)
- Date
- 1930-06-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Jüdische Schulzeituug. Nu nun er <: Wissenschaft des Judentums, Berlin N 24. Artilleriestraste 14, i statt. Die Lehrgänge 2 und 4 und die Arbeitsgemeinschaft 5 finden in der Schule der jüdischen Jugend, Berlin W 35. •SliLijiHufitfctfjc 13, stall. Die Teilnahme an den Lehrgängen ist für in der Ausbildung Stehende unentgeltlich,- der erste Lehrgang ist für im Beruf Stehende ebenfalls unentgeltlich,- vom Winter ab wird für im Beruf Stehende eine Gebühr von 10 NM. für das Semester erhoben. 'Anmeldungen werden bis Dienstag, den 17. Juni 1930, erbeten an die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Judeu. Berlin-Charlottenburg 2, Kantstratze 153. Tel.: I 1. Bismarck 1063—1065. Die Eröffnung der Lehrgänge findet am Donnerstag, denn 19. Juni 1930, nachmittags 5 Uhr, in der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, Berlin N 24, Artilleriestratze 14, statt. Im Anschluss an Ansprachen von Vertretern der Zentralwohlsahrtsstelle und der Hochschllle wird Herr Dr. B a e ck seine erste Vorlesung halten über „Jüdische Wohlfahrtspflege und jüdische Lehre". Zu dieser Eröffnung laden wir hierdurch ein. Kuratorium der Lehrgänge für jüdisch-soziale Arrsörldmrg und Fort-ildttug ln Berlin. * Das Interesse für die Leistungen des Heine-Bundes, Berlin, eine jüdische Vuchgemeinde zu beleben, und die werk, tätige Unterstützung für seine Bestrebungen su bewirken, ist das Ziel eines Ausrufs. der sich an die jüdische Oeffentlichxeit wendet. In dreijähriger zielbewusster Arbeit, heitzt es darin, hat der HB. dem jüdischen Buch eine Stätte zu schaffen gewusst. Seine achtzehn Bände find eine Bibliothek, wie sie der jüdische Büchermarkt noch nicht gekannt hat. Drei weitere Bünde werden in diesem Jahr erscheinen: Propheten und Sottesmänner von Marcus Ehrenpreis, dem Verfasser des erfolgreichen Spanienbuches. Ferner als Fortsetzung der bekannten Serie von Darstellungen des jüdischen Anteils an der Kultur Deutschlands und der Welt: Juden in der deutschen Wirtschaft von Dr. Kurt Zielenziger. Den Abschluß der Jahresreihe wird voraussichtlich ein Memoirenwerk bilden. Alle Bände sind illustriert, auf holzfreiem Papier aebrudt und in Ganzleinen gebunden. Der Aufruf ist unterzeichnet von: Kollegium der Verl. Gemeinderabbiner — Reichsverüand Jüdischer Lehrervereine — Zionistische Vereinigung f. D. — Freie 2üd. Volkshochschule — Verband d. 2üd. Jugendvereiue — Kartell Jüd. Verbindungen — Jüd. Frauenbund — Georg Kareski, Vors, d. jüd. Eem. Berlin — Prof. Jsmar Elbogen — Nabb. Dr. Ziegler, Karlsbad — Dozent Dr. Israel Rabin, Breslau — Ministerialrat Hans, Goslar — Mar Brod, Martin Vuber — Marcus Ehrenpreis, Stockholm. Interessenten erhalten kostenlos Prospekte durch den Heine- Vnnd, Berlin W 57, Pallasstratze 10/11. Ein jüdisches Jesus-Buch. Im Jüdischen Verlag G. m. b. H., Berlin W 50, erschien soeben die deutsche Uebersetzuirg des Buches „Iestrs von Nazareth. Sein Leben, seine Zeit und seine Lehre", von Dr. Joseph K l a u s n e r, ord. Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem. Dieses Buch ist die erste grotzangelegte wissenschaftliche Darstellung des Lebens und der Lehre Jesu, vom jüdischen Standpunkt gesehen. Das Wer! verarbeitet zum erstenmal das gesamte ungeheure Wuellenmaterial, insbesondere das jüdische, in u m - fassender Weise. Trotz seines streng wissenschaftlichen Charakters ist es in einer auch für den Laien verständlichen Sprache geschrieben. In hebräischer Sprache erschienen von dein Buche bereits vier Auflagen, von der englischen Ilebersetznng. die vom Kanonikus der St. George- Cathedrale in Jerusalem. Dr. H. Danbiz. stammt, bereits sieben Auslage n. Preis des 602 Seiten starken Wertes in Leinen 16 Ol.it, in Halbleder 21 OMt. Das Aprilhcft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums wird eingeleitet durch eine Aebersicht des Herrn Rabbiner Dr. Kober in Köln über Neuerscheinungen zur Geschichte der Juden in Deutschland. In knapper Form aber mit sicherer Kennzeichnung lässt der bekannte Fachgelehrte zahlreiche Bücher oorüberziehen. von denei:- ein erheblicher Teil auch das Interesse des Laien beanspruchen darf. Sehr wertvoll sind die — gleichfalls durchaus gemeinverständlich gehaltenen — Ausführungen Aptowitzers zur Geschichte des Gebetbuchs. Er zeig: insbesondere, das; der Gegensatz zwischen Juden und Judenchristen schon unmittelbar n.ach dem Auftreten der neuen Lehre schärfer war, als man gemeinhin annimmt, und das; wichtige Anordnungen in; Gottesdienst ans der Abwehr der Angriffe und Versuchungen der neuen Lehre zu erklären sind. Unter den zahlreichen Besprechungen, welche dies Heft enthält, wenden sich insbesondere diejenigen zur Statistik der Juden an einen weiteren Leserkreis. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 i/Mt an diese Gesellschaft (Postscheckkonto Paul Veit Simon. Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet, welche in jedem Heft d-r Monatsschrift aufgezählt sind. * Der Morgen. Das Juniheft des Morgen. (Nr. 2, V!. Jahrg.) beginnt, zur Erinnerung an den Todestag Julius G o l d st e i n s (25. Juni), mit einer Ansprache „D i e g e i st i g c Bedeutung Walther N a: h e n a u s". die er nach dessen Ermordung hielt. I. Heinemanns Beitrag über „Die g e s ch i ch t l i ch e n W u r z e l n de s n e u z eit*!i chen H u m an itä tsg ed ank ens" reiht sich sowohl inhaltlich wie auch nach Form und Gedankentiefe seinen früheren Arbeiten im „Morgen" würdig an. — Das seit einigen Heften angeschlagene Thema „'Religiöse Zeitfragen" wird auch in diesem Heft glücklich weitergeführt. Joseph E a r l e b a ch und Mar Diene mann stellen sachlich und leidenschaftslos den Begriff des T r a d i t i o n e l l e n 2 u d e n t n m s unb des Liberalen Subcn tu ms i n D eutl ch land dar. — Der Freiburger Philosoph Fritz Kaufmann gibt eine literarisch und philosophisch höchst bemerkenswerte Studie: „Der M eu sch in Philosophie u n d Dicht u n g u n - serer Tage", und Margarete S ns mann deutet in der ihr eigenen feinsinnigen und eindrucksvollen Weise „zwei ewige Gestalten" — „S a u l und D a o i d". Einen Einblick in die geistige Situation unserer Tage gibt M. P. B e n - G a o r i e l in seinem Brief a u s P a l ä - st i n a. Julius B a b setzt seine „Literarischen Hi n - weise" fort und bespricht die „Barbara" von Wersel und den „Lincoln" Emil Ludwigs. Anzeigen neuer Bücher beschlichen das Heft. z Li L, l.; •. '\y Li Ll O Prob e n u m m e r rt in beschränkter Zahl stehen bei der Schristleitung zur Verfügung NA Ist . ... i-. voUsk. Orr, zum Einnüheu in Kloider unü W.'isr'it! auf W ästheband. \y n s e i us v h t 50 V..-.. 10.; J.SüMU. Gewebt ico L.ua Mi«. An über *»öwO rerien* kindc-r geile:'er;.