Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 1 (15.1.1930)
- Date
- 1930-01-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung. Kummer 1 in die Tat umgesetzt, und der Grundsatz verwirklicht, daß der Mensch nur das lemt, was ihm gemäß ist. — Jedem Lehrer, der in der Grundschule unterrichtet, wird dieses Buch Anregung und Erkenntnis geben: selbst wenn man nicht in allem den originellen Eedankengängen der Verfasser folgen kann, wird man dieses Buch zu seinem eigenen Nutzen studieren. A. Jonas. Kleinere Schriften. Zum 200jährigen Geburtstag Moses Mendelssohns. Vier Abhandlungen von Rabbiner Dr. F r e u d e n t h a l. Philo-Verlag. Brosch. 2 Ml. Wertvolle Beiträge — dafür bürgt der Name des gelehrten Verfassers — zur Würdigung der Persönlichkeit Mendelssohns. Galuih von Rabbiner Dr. D i e n e m a n n. Philo-Verlag. Eine äußerst beachtenswerte Abhandlung, beachtenswert auch für denjenigen, dessen Denkweise anders geartet ist. Englischer Sprachkalender. Hamburg. William Willens Verlag. Vortrefflich zur Fortbildung in der Handhabung der englischen Sprache geeignet. Heidelberg in Gedichten und Bildern, von R u d. G o l d - schmidt. Stuttgart. Walter Hädecke. Als Eefchenkbüchlein für die reifere Jugend sehr zu empfehlen. Vorzügliche Ausstattung. M. St. Bei der Schrrftlertuirg eingegaugene Bücher. Prof. Dr. Joh. M. Verweyen, Der neue Mensch und seine Ziele. Stuttgart 1930. Walter Hädecke. 214 Seiten. R u d. G o l d s ch m i d t, Heidelberg in Gedichten und Bildern. Stuttgart. Walter Hädecke. In Leder geb. 3 Ml. Zeitschrntenschan für November und Dezember LB2V. Blätter des Jüdischen Frauenbundes. Heft 12. Dezember 1929: Bericht über den Kongreß des Weltverbandes pädagogischer Vereinigungen in Genf. Iuli/August 1929. Deutsche Israelitische Zeitung Nr. 26, Dezember 1929: Carlcbach, Jos.: Ehanukkah als Erzieher. Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege: 2. Beiheft: Jüdische Bevölkerungspolitik. (Bericht über die Ausschußsitzung am 24. Februar 1929.) Eemeindeblatt Berlin» Nr. 12. Dezember 1929. Die Schule der jüdischen Jugend. (Ohne Verfasserang.) Gemeindeblatt Frankfurt a. M.. Nr. 4. Dezember 1929: Merzbach. Nich.: Das Philantropin, eine deutsch-jüdische Kulturtai. Driesen. Otto: 125 Jahre Philantropin. Legenden und Tatsachen. Goldschmidt. Ernst: Neu und Alt. Oppenheimer, Earl Emil: Erinnerungen aus dem Philantropin. Eemeindeblatt Hamburg, Nr. 12. Dezember 1929. Kundgebung der jüdischen Jugend Hamburgs. (Ohne Verfasseraugabe.) Gemeindeblatt Kassel, Nr. 50, Dezember 1929. Ullmann, David: Wesen und Werden deslBes-Iaakauw-Mädchenschulwerkes. (In Fortsetzungen.) Gemeiudeblatt Königsberg, Nr. 12. Dezember 1929. Jüdischer Frauenbund, Vortrag Berta Falkenberg: Aufbau in der Jugend durch die Jugend (Bericht). Die Erziehung. Leipzig, Nr. 2, November 1929. Nohl. Hermann: Froebel und die Gegenwart. Giese. Gerhard: Staat, Staatsgedaiike und Staatserziehung. Andreesen, A.: Die Landerziehungsheim-Bewegnng. Haacke. Ulrich: Die Not des Literatur-Unterrichtes. Einbildung und Wirklichkeit. Die Frau, Nr. 3, Dezember 1929. Hinze. Edith: Die Berufsberatung für. die geistigen Frauenberufe. Die G ei st esfreih eit. Nr. 11, November 1929: Hoffmann. K.: Die freie Schule. I u g e n d s ch r i f t e n w a r t e. Nr. 11, Dezember 1929. Hamburg. Kreitz. Marie: Der geographische Wert der Jugendleltüre (Buchbesprechung). Sozialistische Monatshefte. Nr. 12. Dezember 1929: Seliginann, Raphael: Individuum und Gemeinschaft. Soziale Praris. Nr. 49, Dezember 1929. Stadtarzt Dr. Roeder: Schulspeisung. Süddeutsche Monatshefte. Nr. 12. Dezember 1929. Sonderbeft: Der Kampf um die Schule. Einleitung von Georg Kerfcheusteiuer. Beiträge von W. Eckart. Charlotte Buehler, Will). Hartnacke. Paul Oestreich u. a. Das werdende Zeitalter. Nr. 11. November 1929. Adelar-Furch. Anna: Die Pbantasio im Lichte dos Montessori" Gedankens. Rotten. Elis.: Die Augst durch das Wort. Lubinski. H.: Das russische Kinderbuch und die -Revolution 1917—1927. Frisier, Adolf: Fröhliche Aufsätze aus der Dorfschule. „Zeitschrift für Deutschkunde. Rr. 10. Dezember 1929. Hofstaeter. Walter: Die Stellung der heutigen Jugend zu den Werten der deutschen Dichtung. Menke n. NoliZSN. Der Vorstand des „Israelitischen Lehrervereins für Bayern" veröffentlicht in Nr. 24 der „Bayr. Jsr. Gemeindezeitung" einen geharnischten Appell an die Kollegen zugunsten der bekannten jüdischen Jugendzeitschrift „Das Zelt". Wenn nicht die Zahl der Abonnenten in aller Kürze sich ganz beträchtlich erhöhe, so sei der Verlag genötigt, das Erscheinen des „Zelt" einzustellen. „Als Grund für diese bedauerliche Mahn ahme", so heißt es in der Kundgebung, „wurde unserem Gewährsmann mitgeteilt, daß der Verlag sich außerstande sehe, die Zeitschrift mit dem bisherigen großen Defizit weiterzuführen: er hat in den zwei Jahren seiner bisherigen Tätigkeit trotz intensiver und kostspieliger Propaganda nur etwa tausend Bezieher werben können, während zur Selbsterhaltung der Zeitschrift mindestens zweitausend nötig sind. Besonders bedauert wurde dabei das gleichgültige Verhalten der jüdischen Lehrerschaft, von der der größte Teil bei einer im Sommer dieses Jahres vom Verlag veranstalteten Umfrage die dringende Notwendigkeit und die Nützlichkeit einer Zeitschrift für die jüdische Jugend, auch die ausgezeichnete Wirkung des „Zelt" anerkannte. Wer mit uns der Ansicht ist. daß in der augenblicklichen Situation des deutschen Judentums nichts wichtiger ist als die Heranziehung der nachwachsenden -Generation in jüdischem Geiste zu jüdischer Gesinnung und die Vermittlung jüdischer Kenntnisse, der wird auch zugebeu, daß das „Zelt" als Ergänzung des jüdischen Unterrichts gerade in der Hand des jüdischen Lehrers hervorragende Dienste zu leisten vermag und längst nicht genügend ausgenützt wurde: der wird aber auch zugeben, daß es eine außerordentliche Verarmung bedeuten würde, wenn wir heute angesichts des überall fühlbaren Mangels an geeigneter jüdischer Jugendlektüre sein Verschwinden untätig hinnehmen würden. Wir halten es deshalb für unsere unabweisbare Pflicht, dem „Zelt" — dem Vermächtnis unseres unvergeßlichen Dingfelders — unsere Unterstützung nicht zu versagen und fordern alle Kollegen auf. soweit noch nicht geschehen, das „Zelt" umgehend bei dessen Verlag (B. Heller, München, Plinganserstratze 64) selbst zu abonnieren und nach Kräften Bezieher zu werben. Es sollte dem vereinten Willen der jüdischen Lehrerschaft eine Leichtigkeit sein, die geforderten tausend Bezieher zu stellen und so mit kleinen Mitteln einer großen, ihrer eigenen Sache zu dienen." München, den 12. Dezember 1929. M. Rosenfeld. M. Adler. Nachschrift: Ich schließe mich diesem Appell der bayerischen Kollegen an und richte ebenfalls an die Kollegen die dringliche Mahnung, schleunigst für die Verbreitung und damit zugleich auch für die Erhaltung der genannten Jugendzeitschrift mit allen Kräften zu wirken. Redaktion der Indischen Schulzeitung. M. Steinhardt.