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Jüdische Schulzeitung · 1929-11-15 · Heft 11 (15.11.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 11 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nummer 11 5. Jahrgang ZüLsche SdNilzeitu MonalsschrLst flir Pädagogik und Schulpolitik Herausgegeben vom „Neichsvcrband der jüdischen Lehrervereiue" Die „Iüdisclw Eclmlzeitung" erscheint am 15>. eines ledenMonars und wird allen Mitgliedern der dem „Reichsverband der jüdischen Lehrervereine" angeschlossenen Vereine kostenlos zugestellt. — Post - Bezugspreis für Nichtmilgliedcr: Mk. l.20 pro Quartal. Hamburg, 15. November 1929 Druck, Vertag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, Hamburg, ABC-Strahe 57. Tel.: Sammelnummer C 4 Danuntor 0737 Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. Steinhardt-Magdeburg, für den Inseratenteil: E. L o o s, Hamburg. Anzeigenpreis 40 für die Ogespaltene Nonpareille-ZeUe. I n I> n 11 >d r e s ß.r N «u m in e r : Der hebräische Unterricht in der Grundschule (Schluß) von S. Rosen selber. Gesamtunterricht im ersten Schuljahr von Anselm Bing. Der Religions- und hebräische Unterricht im Philanthropin zu Frankfurt von 1804—1920 von Dr. David Hartmann. Ansprache, gehalten beim Äugendgottesdienste, von Rabbiner Dr. Halpersohn. Der hebräische Anlerrichl in der Grundschule. Von S. Rosenfelder. Auf Grund meines Lehrbuches I und II. (Schlug) Zur Unterscheidung sind laut- und formähnliche Buchstaben jeweils gcgenübergesteilt. Das 2od wird anfangs vokalisch (wie i) behandelt. Der Lesestoff für den einzelyen Buchstaben erscheint gewiß sehr spärlich. Die Schreibübungen machen es jedoch uunötig. für jeden einzelnen neuen Buchstaben Uebungswörter zu häufen. Einen Buchstaben einmal schreiben ist besser, als khn zehnmal sprechen. Dem Lehrer bleibt es unbenommen, bei schwächeren Schülern das Uebungsmaterial beliebig zu vermehren oder gar an der Wandtafel oder im Schreibheft nach der „Bibabo- Methode" den technischen Schwierigkeiten zu begegnen. Das geläufige Lesen des Kaddisch sollte bis Ende des 4. Schuljahres zur unbedingten Pflicht gemacht werden — ohne Scheu! Anher H”Vinn nD“13 — die ohnehin zur Barmizwo geübt werden — ist Kaddisch das einzige Gebet. das jeder Israelit im öffentlichen Gottesdienst vortragen muh. Und wie geschieht das gewöhnlich! Man beachte: Nur 2 Wörter find mild zu betonen. 8. Lesetafel. Die Lesetafel ist im Anschluß an die Fibel bearbeitet. Sie enthält erweiterten Uebungsstoff und trägt denjenigen Wünschen aus Lehrerkreiser. Rechnung, die besondere Leseübungen nicht missen wollen. Den Besitzern der 1. Auflage der Fibel wird die kleine Lesetafel auf Wunsch kostenlos nachgeliefert. Eine Bergröherung in Wandkartenformat (1 Quadratmeter) ist für Klassenunterricht bestimmt. An der Wandlesetafel können alle Kinder gemeinsam mitlesen. Dem Lesekasten gegenüber bietet sie den Vorteil, daß die Schrift stets fertig vorliegt (Zeitersparnis) und der Uebungsstoff für, Vergleichung und Wiederholung stets gegenwärtig ist. Man beachte das erhärtende Dagesch in den aufeinanderfolgenden Uebungswörtern: den uiven. ku6 uxvnl;. Icisse Gebisse, poro ukoro tauro w'ßauro. Durch solche Zusammenstellungen wird der Unterschied von 868. Wes usw. sinnfällig und die Einprägung vollzieht sich gefühlsmähig auf einfache Weife. Lesesch«vierigkeiten. Auf diesen Abschnitt ist nötigenfalls in allen Schuljahren zurückzugreifen. Die einzelnen Lesebeispiele sind mit besonderer Sorgfalt znsammengetragen. Die Erfahrung lehrt, dah gerade die häufig vorlommenden Wörter falsch gelesen werden: darum finden sich hier gute Bekannte aus den täglichen Gebeten und charakteristische Formen aus dem Pentateuch. Zur Pflege des Sprachgefühls eignen sich besonders die Uebungen S. 22 (Betonung). Ueber die Notwendigkeit der Abteilung ..Leseschwierigkeiten" ist die Meinung geteilt. Wer sie für unnötig hält, kann sie überschlagen. Als spstematische Zusammenfassung halte ich sie für nützlich. Durch die Beteiligung am Gottesdienst bekommen die Kinder das Gebetbuch schon in die Hand, bevor sie mit Verständnis lesen können, darum ist es ni. E. berechtigt, schon im 2. Schuljahr auf die Leseschwierigkeiten besonders hinzuweisen. Die 3. Auflage der Fibel, die bereits in Vorbereitung ist, wird allerdings dieses Kapitel auf das notwendigste beschränken. Als das beste Mittel zur Aneignung eines, geläufigen Lesens erscheint mir eine rege Beteiligung am Gottesdienst und bessere Pflege des Gemeindegesanges statt Chorgesäng. Auch die 'häuslichen Gesänge sind zu pflegen. Bibelbilder. Mit Rücksicht darauf, dah die 6 jährigen Kinder noch nicht deutsch lesen können, ist die biblische Geschichte für das 1. Schuljahr in Bildern beigegeben. Für eine weitere Auflage ist beabsichtigt, den Geschkchtsstoff für das 2. bis 4. Schuljahr kn kurzer Darstellung als Anhang beizugeben. Lehrgang der Fibel (Zusammenfassung). 1. Hebung S. 129: Hebräische Begrüßung. Daneben Erzählung biblischer Geschichten. 2. Bewegungsübungen S. 29: Aufstehen, Setzen. Wiederholung in den folgenden Stunden. 3. Uebung S. 30: Iodajim. — Diese Uebung wird in den folgenden Stunden je einmal mit Variationen wiederholt. 4. Betrachtung des Bildes Seite 1. Zeichnen der Figuren (Stock, Reif, Haus) als Vorübungen zur hebräischen Druckschreibschrift. 5. Bild Seite 2 und 3 „Haus" (Kopfbild). Betrachtung, Besprechung und Benennung oder Einzelbildung, z. B.: Lehrer: Mah seh? Schüler: Gag — Dach: Gan — Garten usw. 6* Schreiben der Vokale und des jeweils neu auftretenden Buchstabens. 7. Schreiben und Lesen der Wörter auf Seite 2 und 3/ 6. Ebenso die Behandlung der übrigen Bilder .(Feld,

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