Mannheim
Compact Memory

Jüdische Schulzeitung · 1929-10-15 · Heft 10 (15.10.1929) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 10 (15.10.1929)
Date
1929-10-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2825247-2825274-2825284--0335-2825935
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 8 Jüdische Schulzeitung. Nummer 10 Moses Mendelssohn. Ein Lebensbild für die israelitische Jugend, von I. Herzberg. 2. verbesserte Auslage. Leipzig. Verlag M. W.. Kaufmann. Es ist keine leichte Aufgabe, der Jugend die Bedeutung einer Persönlichkeit nahe zu bringen, zu deren Verständnis philosophische Schulung und Einblick in die Entwicklung der neueren jüdischen Geschichte gehört. Herzberg hat die Aufgabe, soweit sie überhaupt erfüllbar ist. gelöste Er vermeidet mit Recht ein tieferes Eingehen auf Mendelssohns philosophische Schriften, schildert mehr den überzeugungsstarken und religiösen Juden und die wunderbare Reinheit seines Menschentums. Gut und geschickt ist sein Verhältnis zu Lessing dargestellt und die Beziehungen zu bedeutenden nichtjüdischen Größen seiner Zeit. Dem lugendlichen Leser wird in einfacher und sehr schlichter Sprache das bahnbrechende Wirken Mendelssohns für seine Zeitgenossen und damit für uns Nachgeborene vor Augen geführt. Unter den zahlreichen Schriften, die zur Mendelssohnfeier erschienen sind, ist mir keine bekannt geworden, die man mit mehr Recht der Jugend in die Hand geben könnte. E. Gut. Paul Schulz. Psychologische Grundbegriffe in ihrer Bedeutung für den Unterricht und für die Erziehung. 178 S. Union Deutsche Verlagsges. Schon der Titel erinnert an die psychologischen Lehrbücher alten Schlages. Er ist noch dazu unlogisch: Grundbegriffe haben keine unterrichtliche und erziehliche Bedeutung. wohl aber Grundtatsachen > und Grnndvorgünge. Das Bnch ist, wie der Verfasser im Vorwort mitteilt. aus seiner Praxis als Leiter von pädagogischen Arbeitsgemeinschaften herausgcwachsen. Aber über Allgemeinheiten kommt es nicht hinaus. Was z. B. über das Interesse gesagt ist. bietet dem Lehrer durchaus nichts neues. lieber das pädagogisch Wesentliche und zugleich Problematische — Erscheinungsformen des I., Jnteressetypen. Entwicklung und Wandlung des I.. Hemmungen des I.. verlautet nichts. Die neueren und neuesten psychologischen Theorien und Entdeckungen — Gestalttheorie. Jndividualphsychologie, Psychoanalyse — sind z. T. gar nicht beachtet, z. T. nicht genügend ausgcwertet worden. Mag man zu ihnen stehen, wie man will, aus alle Fülle haben sie die Pädagogik befruMet. und kein Lehrer und Erzieher kann an ihnen vorübergehend — Alles in allem genommen, bedeutet das Buch keinen Fortschritt. Bars Handbuch der Geschichte. Teil IV, Ausgang des Mittelalters. Bearbeitet von Studiendirektor Dr. Otto Heinzen. Studienrat Otto Meyer. 2. verb. Aufl. 295 S. Daselbst. Ein wissenschaftlich wie pädagogisch gleich wertvolles Büch. Die historischen Probleme sind klar herausgestellt, die kulturgeschichtlichen Entwicklungen stark in den Vordergrund gerückt und durch umfangreiches Material belegt. Für das Selbststudium wie für den Unterricht, was das SUiItutv historische anbetrifft, auch in einfachen Schulverhältnissen, wird das Buch sehr gute Dienste leisten. Dr. H. Stern. Bei der Tchriftlcitmrg cingenangene Bücher. Das Leben der Seele. Einführung in die Psychologie, von Dr. Heinrich Levy, Ullstein-Verlag, Berlin. (Wege zum Wissen.) Rabbiner Dr. Emil Schorsch, Die Lehrbarkeit der Religion. Pädagogische Untersuchungen. Herausgegeben von Dr. Oswald Kroy. 5. Reihe. Untersuchungen zur Psychologie und Theorie der Bildung. Heft 2. Hermann Beyer & Söhne, Längensalza. 96 Seiten, drosch. 2.10 M/l. »Mondik*. Lehrbuch der internationalen Sprache. Bearbeitet von Jos. Jousten, Selbstverlag. Freibürg i. B.. Karlsplatz 25. Schriften der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden: Rr. 1 Schaffet jüdische Eemeindeheime» Nr. 2 Jüdische Bevölkerungspolitik. Lehren des Judentums. Teil 5. Hevausgegeben von der ^Bereinigung für Schriften über Jüdische Religion" (ehemalig. .^Verband der deutschen Juden"). Leipzig. Gustav Engel. 500 Seiten. Preis 7,50 S.. FritzBamberger.Die geistige Gestalt Moses Mendelssohns. Frankfurt <l M. 1927. I. Kaufmann. 14. S. Preis SO Pfg. (Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Nr. 36.) Lion Wolfs, Lehrbuch der israelitischen Religion f3t Proselyten. Leipzig. Gustav Engel. Bars Handbuch der Geschichte. Teil 6. Der Kampf um dar europäische Gleichgewicht und die Ohnmacht des Reiches. Union Deutsche Verlagsgesellschaft. Berlin SW 19. Preis broschiert 7 Ml. 326 Seiten, . Geschichtliches Handbuch für Lehrende an weltlichen Schulen. 2. Teil. Freier Schuloerlag, Berlin. Jüdischer Jugrndkalender. 2. Jahrgang. Herausgegeben von Emil Bernhard Cohn. 5690—1929/30. Jüdischer Verlag. Berlin. Professor Dr. Julius Go löst ein (Darmstadt). Die Schule im Dienste der Vokksoersöhnung und Bökkeroersöhnung. Verlag des Hessischen Lehreroereins e. V.. Darmstadt. Zwangswirtschaft und Wohnungswesen. Von Professor Dr. Mar I. Wolfs (Berlin). Widder-Verlag, Berlin SW 18. Preis M/l 0,80. Aufbau, Erziehungswiffenschaftl'iche Zeitschrift. Heft 9. Vierteljährlich Ml 1.50. Postbezug. Freier Schulverlag G. m. b. H.. Berlin SO 36. Lausitzer Straße 44. Im Septemberheft des Aufbau bringt Dr. Fritz Sternbcrg einen beachtenswerten Aufsatz über ^.Marxismus ' und Pädagogik". lieber das „Schul- und Erzlehungswefen in Sowjetrutzland" spricht ein Artikel von Böttcher-Bremen. Ferner enthält das Heft Arbeiten über: Psychoanalytische Attacke gegen die Religion. Das familiale Milieu des Kindes (Fortsetzung). Französische Jugend. Die „Rundschau" gibt Berichte über das Konkordat, über Kongresse, Pädagogik des Auslandes ufw. Der Aufbau gewinnt immer mehr Bedeutung und nur hier findet man das neueste über pädagogische Probleme verzeichnet. Notizen. Ltteratur-Sammelberichte. Auf unsere Bille in Nr. 8 der Jüdischen Schulzeitung, es möchlen sich Mitarbeiter zur Uebernalpne der Bearbeitung einiger Gebiete bereit erklären. haben sich folgende Herren in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt: - Herr Landrabbiner Dr. Blum, Emden, für Biblisches und Talmudischcs. . Herr Lehrer Kordon. Harburg, für Philosophie, allgemeine und vergleichende Naturwissenschaft. Herr Rabbiner Dr. P o s n e r. Kiel, für Bibekwiffenschaft, Palästinakimde und Homiletik. Herr Rabbiner Dr. Schorsch. Hannover, für Religionsfpychologie in ihrem Zusammenhang mit Pädagogik. Herr Bezirksrabbiner Dr. Wahrmann, Oels, für semitische, speziell hebräische Sprachwissenschaft. Herr Dr. Bamberger hatte sich früher schon bereit erklärt, philosophische, pädagogisch-methodische, historische und geographische Arbeiten, auch Neuhebräisch, zu bearbeiten. Wir bitten noch um weitere Meldungen zur Mitarbeit, insbesondere für Belletristik. Wir wiederholen an dieser Stelle, was wir den Herren bereits geschrieben haben, daß wir die gesch. Mitarbeiter bitten, selbst die einschlägige Literatur zu verfolgen und uns mitzuteilen, welche Werke sie zu besprechen beabsichtigen, und wir werden uns bemühen, sie ihnen von den Verlagsanstalten zu beschaffen. Die Schristleitung. Auf verschiedene Anfragen sei hierdurch mitgeteilt, daß meine Fibel in der früheren Form auch weiter zu haben ist, M. Abraham, Berlin. In einer westdeutschen Großstadt bemüht man sich, die Anstellung eines jüdischen Lehrers an der städtischen paritätischen Schule zu erreichen. Die Verbindung des Kantorats mit dieser Schulstelle ist bei entsprechender Befähigung m wenigen Jahren wahrscheinlich. Kollegen, welche auf die Stelle reflektieren und. der konservativen Richtung angehören. wollen sich, mit mir in Verbindung setzen. . M. Steinhardt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.