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Jüdische Schulzeitung · 1929-01-15 · Heft 1 (15.1.1929) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 1 (15.1.1929)
Date
1929-01-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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.Seite 8 ^"lzeltung.. ... i schanungsmittel. Leitfäden. kurz alle Hilfsmittel für den jüdischen Religionsunterricht.' Viele. Kollegen haben unfern Wunsch' erfüllt/ und so stellt unser Pädagogisches Archiv bereits eine stattliche Sammlung der einschlägigen Werke und Materialien aller Art dar. Zu ihrer Vervollständigung auszufordcrn. ist der Zweck dieses Aufrufes. Was fii{r den einzelnen vielleicht wertlos, weil nicht mehr brauchbar, kann für unser Archiv ein wertvoller Baustein sein. Darum,'liebe Kollegen, sendet alle Eure alten Bestände an die unten angegebene Adresse. Da wir unsere Sammlung— natürlich unter gewissen Kauteleu — der Gesamtheit zur Verfügung stellen, liegt die Vervollkommnung unseres jüdischen Schulmuseums iiiL Interesse der ganzen jüdischen Lehrerschaft. Die Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen; in Frankfurt a. M. Adr.: Bibliothek der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M.. Börnestraße 54. z. H. des Bibliothekars Herrn Dr. Blau. Lilerarisches. Ka r l Sch w a r z: Die Juden in der Kunst. Mit 50 Tafeln in Tiefdruck und 0 Textbildern. 1928. Der Heine-Bund. Berlin. Karl Schwarz, einer unjerer besten Kenner dieies Gebiets, gibt uns einen schönen Ueberblick über die verjchiedeuarlige Kunstbetätigung der Juden von den Urzeiten an. Er zeigt diejes Schaffen immer in seiner Abhängigkeit von der gejchlchUichen Lage. Es reizt ihn, auch in der Betrachtung späterer Zeiten relativer Unabhängigkeit der Judenheit. das blutmüßig Elgenartige gegenüber den stets überwiegenden fremden KultureinsUisien'in der künstleri)chen Formung zu charakterisiereu. Das ist nun freilich ein Gebiet, das wissenschaftlicher Exaktheit naturgemäß entbehren muß. Aber man darf sich freuen, daß hier die Subjektivität eines zur sachlichen Betrachtungsweise hiustrebenden feinfühligen Forschers sich ausspricht, der natürlich auch andere Wertungen gelten laßen wird. Wenn er die Bedeutung einzelner Künstler der jüiigsten Vergangenheit und der Gegenwart kennzeichnet, hütet er sich glücklicherweise vor der in unfern Kreisen leicht erklärlichen, aber nicht zu billigenden Neigung zum Superlativ. Es ist nicht angängig, wie es oft geschieht, etwa die Zahl der Zeilen, die einem Künstler gewidmet wird, mit dem Raum zu vergleichen, der einem andern mehr oder weniger verehrten Meister zugestanden ist. Mathematik versagt auf diesem Gebiete. Alan muß ein selbständiges Urteil einzuschätzen wissen. Der Wert dieses Buches liegt auch nichts in den Prädikaten für die Kunstleistungen, sondern in der außerordentlich lehrreichen Orientierung über den Gang der künstlerischen Entwicklung. Wenn das Buch, wie es im Vorwort heißt, in einigen Wochen verfaßt ist so hat das den kleinen Nachteil bewirkt, daß einige Druckfehler und stilistische Unebenheiten in dem sonst gut geschriebenen Buche sich finden, aber vor allem den Vorzug einer sehr lebendigen, anregenden Darstellungsweise. die eine gründlcche Forscherarbeit im einzelnen zwar voraussetzt, aber nicht aufdringlich merken läßt. . Ein sehr reichhaltiges-. und vorzüglich reproduziertes Vildermaterial unterstützt die belehrende Absicht des Buches, für dessen Herausgabe man dem Heine-Bund zu großem Danke verpflichtet ist. Möge es diesem verdienstvollen Unternehmen, das in ernstem Streben ein vielseitiges jüdisches Interesse anzuregen weiß, zahlreiche neue Mitglieder zuführen. Dr. M. Spanier, Berlin.' A d l e r - F u r t m ü l l e r : Heilen und Bilden. Ein Buch der Erziehungskunst für Aerzte und Pädagogen. 0. Auflage, von Erwin Wexbcrg. München. I. F. Bergmann. 1028. VI und 355 S. 15.60 Jl. Le roi est inort. vive le roi! Alfred Adler, Freuds Schüler, gewinnt für seine Jndividualpsychologie immer mehr Anhänger, zumal der Gedanke der Zusammenarbeit von Arzt und Erzieher, vom Heilenden und Bildenden in wechselseitiger Beziehung, in'unsercn Tagen einen breiten Raum einnimmt. „Heilen und Bilden" heißt deshalb das Buch der Erziehungskunst, das aus einer Arbeitsgemeinschaft von Aerzten und Pädagogen hervorgcqangen ist, um auf „Umwegen über das Un« schüldsparadies der Kindheit, über die Frcuoscbe Höllenschlucht der Sünder aus Wollust" zur individualpsychologischen Einstellung auf Kind und Erziehung zu gelangen. Die reiche Fülle der Arbeiten bewegt sich auf dem von Adler gegebenen Wege der individualpsychologischen Behandlung:" .Analyse, Ermutigung. Heilung bzw. Besserung. Es ist unschwer zu erkennen. dag jeder der Aufsätze das Produkt praktischer Arbeit und regen Meinungsaustausches ist. Es .würde zu weit führen auf jede der Arbeiten einzeln einzugehen. die, obwohl aut gemeinsamer individualpsychologischer Grundlage ausgebaut, ledetür sich eine ausführliche Besprechung erfordern. , Wahrlich ein Buch der Erziehungs kunst. die so alt ist wie die Menscbheit, die immer wieder wie die bildende Kunst — sie ist es wohl in gewissem Sinne — neue Wege der Gestaltung, sucht. Adlers Buch führt uns einen neuen Weg. der zwar für' den echten Pädagogen schon immer da war, der aber noch nicht genügend bezeichnet war. E. M. Tätigkeitsbericht der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem. . Dem Bericht, der sich über die Monate Februar/Augüst 1928 erstreckt, entnehmen wir, daß in den Monaten Januar/Juli 1928. 10 636 Bücher in 14 081 Bänden katalogisiert wurden. Gesamtzahl am 1. August: 150 396 Bücher in 199 912 Bänden. Uns Lehrer interessierende und aufrusende Daten: Es fehlt an Büchern über Synagogalgefang. Ferner: eine Spende Fecheuheimer. enthaltend u. a. Talmuderstdrucke, die Erstausgabe von Pfefferkorns „Hostis Judncorum“ und seltene Machsorausgaben._ I. Bayer. Bei Der SihristleitiiiU einoeoanoene Mer. Karl Herrmann: Einführung ln die Neutantische Philosopbie. Halle 1927. Pädagogischer Verlag von Hermann Schroedel. D r. Otto B o u r n o t: Große Erzieher zweier Jahrtausende. Im gleichen Verlag. Führer durch die neuere Jüdische Literatur. Jubiläumskatalog XXI. M. W. Kaufmann, Leipzig, Brühl 8. Ausbau. Erziebnngswissenschaftliche Zeitschrift. Heransgegeven vom Bund der Freien Schuwefell» fchaften Deutschlands. 1. Jahrgang. Nr. 1—3. Berlin. Freier Schuloerlag G. m. b. H., Lausitzer Straße 44. Karl Schwarz: Die Juden in der Kunst. Mit 50 Bildtafeln in Tiefdruck und 9 Textbildern. Holzfreies Papier, in Ganzleinen gebunden. — Der Heine-Bund, eine jüdische Buchgemeinde. Berlin W 57, Pallasstraße 10/11. (Interessenten erhalten kostenlos Prospekte.) Mitgliedsbeitrag für die vier Jahresreihenbände NM. 14.—, bei vierteljährlicher Zahlung NM. 3.75.—. Eine Parallelausgabe des Buches für Nichtmitqlieder ist im Welt-Verlag. Berlin, erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen. Preis NM. 8.— (gleiche Ausstattung). Jüdische Jugendbücherei. Unter Mitwirkung der Jugendschriften-Kommission der Großloge U. O.B.V.4/5 Bändchen: Bilder zur Bibel. Erzväter. Mit einer Einführung von Arthur Galliner, Frankfurt a. M. 1928. I. Kaussmann. Gedanken zu einer Pädagogik des Ressentiments. Von Studiendirektor Dr. F. K r a m e r. Preis brosch. NM. 1,90; Halbleinen geb. NM. 3,30 (Pädagogische Wegweiser. Heft 14). Union Deutsche Verlagsgesellschaft Zweigniederlassung Berlin SW 19. Oskar Wolfsberg: Nehemias Anton Nobel. Versuch einer Würdigung. Mit Porträt. Frankfurt a. M. I. Kaussmann. Preis brösch. 3 M. Nollz. Infolge des frühzeitigen Todes des Verfassers, ist Georg Caros Lebenswerk „Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit" unvollendet geblieben. Seine handschriftlich hinterlassenen umfangreichen Materialien sollen nunmehr in einem weiteren Bande zugänglich gemacht werden. Es darf bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, daß der im Jahre 1920 erschienene zweite Band unter den Nachwehen des Weltkrieges nicht genügend beachtet und bekannt geworden ist. Er ist durch der Verlag I. Kaussmann, Frankfurt a. M.. Schillex-. straße 19. zu beziehen. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. . 'V # Wer überläßt einem jungen Kollegen Lewandowskys Werke zu mäßigem Preise? Mitteilungen an die Schriftleitung erbeten. ■

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