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Jüdische Schulzeitung · 1929-01-15 · Heft 1 (15.1.1929) · page 1

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 1 (15.1.1929)
Date
1929-01-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ärrmmer 1 Monatsschpist Kr Pädagogik und Schulpolilik./{. %3M Heraueiftegebcn vom „Nrichsverband der jüdische:; Lehrervercitte" & "3%\ „JssdL GERMANIA! JUDAtCA | Die „Iüdiiche SchuI.^eii'?>,,ft" erscheint am 1b. .einesledenMonalsundwilvaNen ^ikgliedern der dem „Verband der jne's'i;''?. Lehre» vereine im Deutschen Reiche" an„eichlossrnen Veieine kostenlos z»l,enellt. - Post-Bezugopreis für Nicht Mitglieder: Mk. 1.20 pro Quartal. Hamburg, IS.Januar lt>&) Druck, Vertag und Geschäftsstelle: M. Lehmann, Hamburg, ABE-Stratze 57. Tel.: Sammelnummer C4 ^ammtor 0737 Verantwortlich für den redaktionellen Teil M. Steinhardt- Magdetung, für den Jnieratenteil: E. L o o s, Hamburg AuzeigenpreiS 40 für die Ogespattene Nonpareille-Zeile. Inhalt dieser Nummer: Das Jüdische Lexikon von Dr. Martin L e w i n. Berlin. Methodische Fragen zur jüdischen Geschichte von Adels» he im er, Stuttgart. Mitteilungen aus dem Lehrerverbande. Literarisches. Bei der Schristleitung eingegangene Bücher. Notiz. Das jüdische Lexikon.-) Von Dr. Martin Lewin. Berlin. Dein in Nr. 11 des 3. Jahrgangs kurz angezeigten > ersten Bande des Werkes ist nach Jahresfrist der zweite gefolgt, dessen Vorwort verspricht, daß die beiden Schlußbättde in erheblich kürzeren Abständen zur Ausgabe gelangen werden. Der Wert eines solchen Nachschlagewerkes liegt für jeden an jüdischen Dingen Interessierten auf der Hand. Ganz besonders aber ist es der jüdische Lehrer, dem durch sein Erscheinen ein sicher lange gehegter Wntlsch ersüllt wird. Sicht ihm eine reichhaltige Blbliothec zur Verfügung, so wird er in ihr gewiß über die meisten Gegenstände aus dem Gebiete der Bibelwissenschaft und der jüdischen Geschichte und Literatur, wohl auch über einzeltie Sondergebiete Belehrung finden können, allerdings oft Einzelheiten mühsam zusammensuchen müssen, wo er gedrängte Uebersichten braucht, unb zumeist auf die Angabe der neuesten Literatur verzichten müssen, die er jedoch für den Unterricht, für Vorträge usw. berücksichtigen sollte. Handelt es sich aber etwa um religionswissenschaftliche Dinge, um talmudischc Begriffe und Nechtsnormen, um Fragen der Volkswirtschaftslehre. Statistik oder Volkskunde. um Vulgärausdrücke und Familiennamen, um jüdische Kunst und Künstler, neuhebrüisches und jiddisches Schristtnm. vor allem aber um Tagesfragen und Persönlichkeiten der Gegenwart. . um nur das Wichtigste zu nennen - so ist die Beschaffung zuverlässigen Materials unendlich schwierig. Hier bietet nun das vorliegende Werk sich als Helfer an, und man muß anerkennen, daß es seine Aufgabe in vollem Unifange gelöst hat. Es gibt in gründlicher und objektiver Weise, in leicht verständlicher Sprache knappe und doch erschöpfende Auskunft über alle mit dem Judentum der Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängenden Fragen. So ist es denn aufs beste geeignet, bei Juden und Nichtjuden Kenntnis vom Judentum zu verbreiten und Vorurteile zn widerlegen. Für die Qualität des Geboteuen geben die Namen der über 250 Mitarbeiter Gewähr, die unter der redaktionellen Leitung hervorragender Fachgelehrter sich zu dem Werke vereinigt haben. Unterstützt wird die Darstellung *) Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens in vier Bänden, begründet von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno Kirschner, mit über 2000 Illustrationen, Beilagen, Karten und Tabellen Bd. I A-C, 1471 Sv.. Bd. II D-H, ca. 1800 Sp. IüdüiMNe7h»H, Berlin. Preis je 35 M. \ /p' ....'T.'-'Y durch eine geradezu verschwenderische Fülle von Illustrationen, z. T. auf mehrfarbigen Tafeln, von Karten, Faksimiles. Notenbeilagen usw.. die in der Mehrzahl auch dem Unterricht dienstbar gemacht werden können. Um einen Begriff von der Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit des Inhaltes zu geben. - sei hingewiesen aus die Artikel: Achduth, Agudas Jisroel, Aguna, A.ithr-wornor' phismus. Antisemitismus (40 Spalten). Arbeit, Arbeiter - im jüdischen Recht, Arbeiterbank, -frage in Palästina, -sürsorgeamt. Arbeitsamt. -Nachweise, -verbot, -vertrag. Attribute Gottes. Auserwähltes Volk. Austri.tsbewegung, Bcilis-Prozcß. Verusssürsorge. -Umschichtung, Bibel, auch in der bildenden Kunst und der Literatur mit 24 Tafeln; (zusammen 48 Sp.). Buchwesen, Ehaliza, Chalulka, Eentralverein. Christentum. Dreysns-Assäre, Eherecht, Eid. Eigentum. Evangelien. Erbrecht, Erziehungßwescn, Fauna . und Flora Palästinas mit Tabellen. Frau im Judentum, Friedhof, Fciedhofsschändungen. Frühehe, Gebote und Ver- . bote (mit einer Liste), Jüdische Gemeinde und ihre Entwicklung in den einzelnen Ländern. Geuisa. Genossenschaftswesen. Gesamtorganisaticnen, Politische Geschichte der Inden mit Tabellen, dazu Sonderartikel über die Ju bcu in den einzelnen Ländern und Städten. Gesund heitsverhältnisse bei den Juden. Gct. Gnosis, Grabsteine, Haggada, Halacha. Handwerk, Hebräische Sprache, Hebrais men. Hermel'.entik, Hochzeit und Hochzeitsbräuche, Aron Horwitz. Humor und Witz. Hygiene. Daß das Werk auch Mängel. Lücken und Jrrtümer - answeist, wird man begreiflich und verzeihlich finden, wenn man bedenkt, daß es das erste dieser Art in deutscher Sprüche ist. Ueber die Bemertung von Persönlichkeiten werden ja bisweilen die Ansichten auseinandergehen; jedoch hätte m. E. für solche Männer und Frauen, deren Verdienste auf jüdischem Gebiet liegen, mehr Raum ge Wonnen werden können aus Kosten von Förderern all* gemeiner Kultur. Wer über jüdische Aerzte. Juristen usw. ’ mehr wissen will, als Brockhaus und Meyer bieten, der greise zum Fachlexikon. Für den Laien ist auch die Auszählung ihrer sämtlichen Schriften überflüssig, die in den; Biographien angewandte wissenschaftliche Terminologie meist unverständlich. _ Außer dem fdjon früher erwähnten Salo Adler vermisse ich auch Samuel Apolant. der in der Ehcenreihe des Berliner Friedhofs ruht, und Michael Holzman, und der Massorasorscher Salomon Frensdorfs hat dem gelausten Nechtshistoriter Ferdinand F. weichen müssen -- gerade umgekehrt wie im neuen „Meyer". Personen, die dem Judentum nicht mehr angehören, sind nicht ausgeschlossen . worden, doch verdienen manche von diesen bei objekivster Würdigung nicht die Ausführlichkeit, die ihnen zuteil geworden ist. so Michael Bernays, von dessen fanatischem „Rischus" seine Briefe zeugen, und Fritz von.Friedlaender- Fuld. Fortbleiben konnten, auch die Porträts von Julius -

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