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Jüdische Schulzeitung · 1928-01-15 · 1 (15.1.1928) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
4 (1928)
Issue
1 (15.1.1928)
Date
1928-01-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung. UI! r; dein das Kidische Landjugendheim in Seesen im Harz für alle Dichtungen ins Leben gerufen wurde. Ferner durch die Gründung von O r t^s a u s f ch ü f f e n der verschiedenen Zugendvereinigungen in den Gemeinden Berlin, Breslau u. a. In Berlin ist dadurch die Gewinnung eines gemeinsamen großen Sportplatzes für alle jüdischen Zugendvereine de? Ortes möglich geworden. Als weitere gemeinsamen Ziele gelten dabei: Die Schaffung von Z u g e n d h e i m e n durch die Gemeinden mit wohlausgestatteter Zugendbibliothek, Zugendzeitschriften aller Richtungen und mit Spiel, Sport und Werkgelegenheiten,' ferner die Gewinnung von Geldmitteln für größere Aufgaben der Zugendvereine seitens der Gemeinden,' die Erörterung von allgemeinen Fragen der jüdischen Zugendbewegung, die Uebernahme jüdisch-sozialer Arbeiten durch die Jugendvereine, die Förderung der jüdischen Zugendbewegung in den kleinen Orten der Provinz und die B e r t.r e t u n g gemeinsamer Interessen der Zugend. Es sei zu wünschen, daß sich solche Eemeinschaftsbestrebungen der jüdischen Zugendvereine in allen größeren Gemeinden geltend machen möchten und daß auch hier in Königsberg bald eine überparteiliche Arbeitsgemeinschaft sämtlicher jüdischer Jugendvereine zum Nutzen der gesamten Zugend dieser Gemeinde und der unserer ganzen Provinz entstehen möchte. Reicher Beifall folgte den trefflichen Ausführungen des Redners, denen sich eine ausgedehnte Debatte anschloß, in der auch die verschiedenen Vertreter der verschiedenen jüdischen Jugendgruppen Königsbergs ausgiebig das Wort nahmen. Sämtliche Zugendvertreter erklärten zum Schluß, daß sie, vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Vereine, grundsätzlich der Schaffung eines überparteilichen Jugendvereinsausfchusses für Königsberg geneigt seien. Der Vorsitzende schloß die ausgedehnte, aber hoch interessante Aussprache mit dem Ausdruck der Befriedigung, daß der G e m e i n s ch a f t s g e d a n k e bei der jüdischen Zugend aller Richtungen unserer Gemeinde sich in dieser erfreulichen, grundsätzlichen Kundgebung ihrer Vertreter dokumentiert haben. — Rach einer Zwischenpause, in der ein gemeinsames Mahl eingenommen wurde, erfolgte noch die Besprechung von internen Be rufsfragen, aus Anregung aus der Versammlung und die notwendigen W a h l e n. In den Vorstand des Lehrervereins wurde zugewählt Lehrer Echt-Danzig und für den Lehr er tag in München neben den als Ausschuß- Mitglieder dort anwesenden Direktor Peritz und Prediger Mannheim. als Delegierter des Vereins Kantor Wollheim-Königsberg. Die übrigen Referate mußten der vorgerückten Zeit wegen vertagt werden. Der Vorsitzendeschloß die gut besuchte Versammlung um 18 Uhr. Mannheim (Osterode), Schriftführer. Literarisches. z n a y a t Khan, Mystik von Laut und Ton. Zürich, Rotapfelverlag. Ein eigenartiges Buch, in dem der Verfasser aus seiner indischen Gedanken- und Gefühlswelt heraus den geheimnisvollen Inhalt der Töne, des Lichts, der Form und des Rhythmus zu finden und zu deuten versucht. Einige Beispiele: ..Der Ton des Wassers ist tief, seine Form gleicht der Schlange, seine Farbe ist grün, und man hört ihn am besten im Brausen des Meeres . . . Der Ton des Feuers ist hoch gestimmt, seine Form ist gewunden und seine Farbe ist rot. Man hört ihn im Donnerschlag und in den vulkanischen Ausbrüchen . . . Der Ton der Lufr ist schwankend . . . seine Stimme wird vernommen in den Stürmen ..." — Wie sehr sich buddhistische und jüdische Gedanken berühren, zeigt sich an vielen Orten, so: „Alle die Myriaden Farben im Weltall sind nur die verschiedenen Grade und Schatten des Lichtes, dieses Schöpfers aller Elemente, welcher den Himmel so schön mit der Sonne, dem Mond, den Planeten und Sternen geschmückt hat; welcher Land und Wasser gemacht hat mit all den Schönheiten der niederen Sphären, an einigen stellen dunkel und an einigen Stellen hell (was der Mensch Licht und Schatten genannt hat) . . ." Das Licht als Quelle und Ursache der Schöpfung,- Gott, das Licht des Himmels und der Erde — ist das nicht eine beseligendere, befriedigendere Lösung der biblischen Schöpfungsgeschichte, als die materialistische, vernünftelnde Sezierung. die diesem ersten Blatt unserer Bibel erst kürzlich in einem so überklug sein wollenden Aufsatz in der Jüdischliberalen Zeitung zuteil wurde? — Auch der Musiker wird aus diesem Schriftchen Anregung gewinnen, das selbst die Nhythmik unserer heiligen hebräischen Sprache als zu ihrer richtigen Erfassung notivendig findet und uns so zum Nachdenken über den singenden Vortrag sogar beim Talmudstudium und beim Lesen der „Heilige Schrift" führt. Niemand, der gern in die Tiefen von Laut und Ton, wie in deren Ausdruck, Musil und Sprache hinabsteigt, wird dieses Büchlein ohne Nutzen und Gewinn aus der Hand legen. j. B. L. Bel der Wistleitung eingegWene Bücher. Dr. Julius Höxter: Quellenbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur. II. Teil: Spanien, Frankfurt a. M., M. I. Kausfmann. Preis geb. 2 Jl. Berthold Rosenthal: Heimatgeschichte der badischen Juden seit ihrem geschichtlichen Auftreten bis zur Gegenwart. Mit einer Urkundennachbildung. 10 Lichtbildern und einer Geschichtskarte von Baden. Bühl/Vaden 1027. Konkordia A.-G. jüc Druck und Verlag. 5:12 Seiten. Preis geb. 10 JL Dr. Alfred Wiener: Kritische Reise durch Palästina. Mit 13 Karten und Zeichnungen. Berlin 1027. Philo Verlag. Arnold Zweig: Juden aus der deutschen Bühne. Der Heine-Bund, eine jüdische Buchgemeinde. Berlin W 9. Linkstr. 39. Siegfried Keßler: Der Mutter Traum. Chanukkah- Märchen in einem Aufzuge. München 1928. B. Heller. Vetters Lesekasten für die Hand des Schülers. Lesekasten- Verlag Ernst Vetter, Kieritzsch (Bez. Leipzig). Noliz. ' Herr Hauslehrer Rothschild-Worms schreibt uns: Die treffliche Arbeit I. B. Levys „Das Achtzehn- Gebet" enthält am Schlüsse die Bemerkung: „R. Me»r ben Jizchok. der Verfasser des Akdomus-Liedes. ein gelehrter Vorbeter von Worms. Vielleicht interessiert Ihre Leser die folgende Notiz. „Akdomus" bctr. Inda Kirchheim schreibt in seinem Minhagbuche. warum man in Worms den Akdomus nicht sagt. p'p ns rrn rinn oira ’u »mmpK onzm p« rraV ui^p *p .n?m nmDi ‘npn mmpx nvni nnx )tn (wnrm -) Krmx •imx DnaiK fn p 'DuiVk irrn npV a”ou nnn*? Kollegen, werbt für die Verbreitung der „Wischen Zchulzeitung"! Probenummern in beschränkter Zahl stehen bei der Schristleitung zur Verfügung.

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