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KC-Mitteilungen · 1929-12-01 · Heft 12 (1.12.1929) · p. Seite 112

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 12 (1.12.1929)
Date
1929-12-01
Page
Seite 112 (sequence 16)
Language
German
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112 Die Versammlung wurde mehrmals unterbrochen, um den Anwesenden Gelegenheit zu geben, sich in kleineren Gruppen mit gleichen Interessen kennenzulernen. Die einzelnen Gruppen nahmen sich einen Grnppenältesten, der außerhalb der Abende iin K. C.- Heiiu die Gruppenmitglieder zwanglos, möglichst im eigenen heim, zusammenführen soll, um unter den in gleicher Weise Interessierten eine engere Verbindung herbeizuführen. Gewünschte oder freiwerdende Stellungen sollen ai» der: Gruppenältesten gemeldet und zur Erledigung .an den Leiter des Arbeitsnachweises, Patentanwalt Wertheimer, weitergegeben werden. In den Besprechungen kam allgemein zum Ausdruck, daß nur ein persönliches Kennenlernen und sich Nähertreten Aussicht auf Hilfe im geeigneten Falle biete bzw. auf die Anknüpfung von Geschäftsverbindungen zwischen K. C.ern. Es wurde ferner ein Beschluß gefaßt, daß jeder Anwesende dem Leiter des Abends einen kurzen Steckbrief über sich selbst zusenden sollte. Diese Steckbriefe sollten gemeinsam vervielfältigt und jedem Teilnehmer zugeschickt werden, um ihm einen Ueberblick über die Praxis und Stellung der Berliner technischen Kartellbrüder zu geben. Bis zum 21. d. M. waren 3 Steckbriefe eingelaufen. Vorsitzender der Gruppe ist Kbr. Hans Remak, Berlin NW 87, Flotowstr. 7. IV. Kaufmännische Brrufsgruppe: 3it der Gründungssitzung am 12. November entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Art, in der der Vorschlag des Provinzialverbandes in die Tat umgesetzt werden könnte und das Resultat, das sich aus dem Bestehen einer solchen Gruppe ergeben würde. Man kam zu dem Ergebnis, daß wahrscheinlich im Gegensatz zu den andern Berufsgruppen gerade die kaufmännische durch die große Verschiedenheit der Berufe der einzelnen wirtschaftliche Zusammenhänge bilden werde, die das bereits durch den K. C. bestehende Verhältnis der einzelnen zueinander besonders stärken können. Hierdurch wird auch das bei den meisten in Hintergrund getretene Interesse am K. C. neu geweckt werden und so ein für den einzelnen und den K. C. selbst erfreuliches Resultut geschaffen werden. Die Zusammenkünfte sollen im Winter an jedem zweiten Dienstag im Monat stattfinden. Die nächste Zusammenkunft findet am Dienstag, den 10. Dez. 29 statt. Eine feste Tagesordnung besteht nicht. Der vorläufige Arbeitsausschuß der kaufmännischen Berufsgruppe besteht aus den Kbr. Kbr. Martin Löwenberg, Bechhoff, Baruch; Vorsitzender ist Kbr. Martin Löwenberg, Berlin S 42, Ritterstr. 11. K. E.-Stammtisch an drr Hamburgischen Universität. Der K. C.-Stammtisch marschiert. Während im Sommersemester im Hanseatischen Landesverband die Geister aufeinanderplatzten, ob der Stammtisch gehalten werden könne und solle, hat sich unter der Leitung unseres Martin Wolf die hiesige Iung-K. C.-- Gruppe derartig konsolidiert, daß zu Beginn des Semesters mit einer Aktivitas von 6 Mann der Verbindungsbetrieb, allerdings in dem durchaus gemäßigten Rahmen des Lokalmilieus beginnen konnte. Der Eröffnungskonvent bei Wietzel brachte eine äußerst fruchtbare Aussprache über das Verhältnis des Stammtisches zum Landesverband und zu den älteren ortsanwesenden K. C.ern überhaupt. Die Wirkung ist nicht ausgeblieben. Es wurde direkt eine Ehrensache der ansässigen Kartellbrüder, die jungen Mitglieder des Stammtisches einzuladen und umgekehrt den Einladungen des Stammtisches Folge zu leisten. Die so berüchtigte Steifheit der Hamburger Gesellschaft scheint für den jungen K. C.er nicht zu existieren, denn es öffnen sich nicht nur die Häuser der K. C.- und befreundeter Familien, sondern auch die der sehr exklusiven hiesigen Organisationen der jungen Verbindung. Die Vorstandswahlen ergaben selbstverständlich wieder Wolf als Vorsitzenden des Stammtisches. Zweiter Vorsitzender wurde Rosenberg (Lic.), der als Ortsansässiger seinen weiten Bekanntenkreis auch als Keilwart zu bearbeiten hat, F. M. Katzenstein (Bav.), Schristwart Marx (Nass.). Doch waren diese Wahlen mehr formaler Natur, denn die Mitglieder haben sich ohne Rücksicht auf die besondere Wartschnft in einer wirklich netten Arbeitsgemeinschaft gesunden. Angesichts der herrschenden Stimmung ist der „Betrieb" in erster Linie wissenschaftlich-geselliger Natur. Eine ganze Reihe bekannter K. C.er haben ihre Mitwirkung zu einem Vortragszyklus zugesagt, der am Donnerstag, 21. Nov., von Kbr. Urias mit dem Thema: „Der Kampf ukn die Vollendung der Gleichberechtigung" eingeleitet wurde. Bemerkenswert erscheint auch der Plan, mit der hiesigen deutschjüdischen Studentengruppe eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden, ebenfalls auf jüdisch-wisschenschaftlicher Grundlage. Eine eigene hochschulpolitische Tätigkeit hat man mit Rücksicht auf die geringe Zahl der Aktiven noch nicht in Angriff genommen, doch ist man bestrebt, schon heute die notwendigen Verbindungen auf diesem Gebiet zu finden. Am wesentlichsten bleibt aber die ausgeprägte Budengemütlichkeit, die man hier im Kreise der jüngeren Kbr. Kbr. pflegt und die einen freundschaftlichen Zusammenhalt von selbst Natürlich fehle»: nicht die studentischen Veranstaltungen. Eine sehr humorvolle Kneipe — man denke an die Bierrede Heiner Oppenheimers über „Pagel wie er leibt und lebt" — sorgte für die notwendrge alkoholische Begeisterung und nach Beschaffung der notwendigen Waffen wird auch der Fechtbetrieb, allerdings in sehr unblutiger Form, einsetzen. Schließlich bleiben die großen gesellschaftlichen Veranstaltungen gemeinsam mit dem Landesverband, besonders der große Tanztee am 8. Dez. in den „Vier Jahreszeiten". Es soll ein großes Ereignis für die hiesige Gesellschaft werden. Der K. C.-Stamm tisch marschiert. Noch ist das Ziel, die festgesicherte Hamburgische Verbindung, nicht erreicht. Aber wir hoffen auf soviel Keilerfolg« und soviel Zuzug aus den übrigen Perbindungen, daß es geschafft wird. VERBANDS BERICHTE I (einseitig '->\. . '

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