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KC-Mitteilungen · 1929-12-01 · Heft 12 (1.12.1929) · p. Seite 111

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 12 (1.12.1929)
Date
1929-12-01
Page
Seite 111 (sequence 15)
Language
German
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111 brüdern besucht war. Der bisherige Vorstand und Ausschuß wurden einstimmig wiedergewählt,' außerdem wurden in den Ausschuß gewählt die Herren Kbr. Kbr. Sternberg und heimansohn. Kbr. Georg Cohn (Sprev.), der ebenfalls vorgeschlagen war, hat erklärt, die Wahl nicht annehmen zu wollen. Der bisherige Jahresbeitrag von 12 M. wurde beibehalten, jedoch wurden dazu folgende Beschlüsse gefaßt: ,,a) Auf Antrag ermäßigt sich der Beitrag bis zum Ablauf von zwei Jahren nach der Abschlußprüfung (bei Referendaren des Assessorexamens) bezw. nach der Ergreifung eines Berufs ohne Abschlußprüfung auf die Hälfte, b) Die gleiche Ermäßigung tritt bei Mitglieder:: ein, die außerhalb von Berlin ihren Wohnsitz haben." Kbr. Ludwig Mayer (Lic., Rh.-Sil.) hatte beantragt, den 8 9 Abs. 4 der Satzungen des Provinzialverbandes zu streichen. Diese Bestimmung sieht vor, daß der A. h. B. Sprevia berechtigt ist, für die Wahl des 1. Vorsitzenden des Provinzialverbandes drer Mitglieder vorzuschlagen, auf die sich dann die Wahl zu beschränken hat. Der Antrag wurde nach längerer Debatte mit 25:26 Stimmen abgelehnt. Ebenso wurden abgelehnt ein weiterer Antrag des Kbr. Mayer, die Angelegenheit einer Kommission zu überweisen, ein Antrag des Kbr. Arnheim, die frühere Personalunion im Vorsitz wiederherzustellen, und ein Antrag des Kbr. Kah, den A. h. B. Sprevia um Verzicht auf sein Präsentationsrecht zu bitten. Ferner wurde der Ausschuß ermächtigt, dem K. C.- heim einen einmaligen Zuschuß bis zu 2000 M. zu bewilligen und den bisherigen 1200 M. betragenden Jahresbeitrag des Provinzialverbandes bis zu 2400 M. zu erhöhen. Aeb,rr, die inzwischen erfolgte Gründung der vier Berufsgruppen wurden eingehende Berichte erstattet, die wir im folgenden wiedergeben: l. Medizinische Berufsgruppe: Der erste Fachabend der Berliner K. C.-Aerzte fand Donnerstag, den 14. November 1929 statt und war von 70 K. C.ern besucht. Schon die große Anzahl der Anwesenden beweist das große Interesse, das die Anregung des Provinzialverbandes hervorgerufen hat. Nach einem ausführlichen Referat des Herrn Kbr. Rosenow wurde einerseits über die gegenseitige wirtschaftliche Unterstützung eingehend Rücksprache genommen, andererseits wurde die Frage der gegenseitigen Liquidation unter K. C.ern resp. auch unter K. C.-Aerzten besprochen. Zum Zwecke der größeren wirtschaftlichen Unterstützung und des näheren Kennenlernens der in den verschiedener: Bezirke,: wohnenden K. C.-Aerzte wurden Bezirksgruppen gebildet und Obmänner.dieser Bezirksgruppen gewählt. Die Obmänner sind: für den Westen Berlin: Herr Kbr. Martin Bab, Kleiststr. 23; für der: Nordwesten und Norden: Herr Kbr. Sulinger, N 24. Friedrichstr. 112 b; für den Osten: Herr Kbr. Heimansohn, O 112, Frankfurter Allee 87; für den Süden und Südwesten: Herr Kbr. Rosenow, SW 61, Belle-Allianc-Str. 23; für die Zahnärzte: Herr Kbr. Moses, Charlottenburg, Suarezstr. 47; für die Gruppe der Assistenz-Aerzte und beamteten Aerzte: Herr Kbr. Ludwig Loewenstein, Oberarzt am Rudolf-Dirchow-Krankenhaus» N 65, Rudols-Virchow-Krankenhaus. Auch eine Gruppe der Badeärzte wurde gebildet, die über das Reich sich erstrecken und von hier aus geleitet werden soll; die Leitung hat Herr Kbr. Dr. Arthur Schäfer, Bad Flinsberg, übernommen. Bezüglich der Frage der gegenseitigen Liquidation wurde nach eingehender Rücksprache der Gedanke ausgesprochen, daß einheitliche Richtlinien nicht aufgestellt werden könnten, da man es dem Takt eines jeden überlassen müsse, sich in: Einzelfall richtig zu benehmen. Allgemein kam zum Ausdruck, daß, wenn der Behandelte ausdrücklich den Wunsch ausspricht, Liquidation zu erhalten, oder auch ohne Liquidation einen Betrag zum Ausgleich einsendet, man dem Behandelten nichts Gutes tue, einen solchen Betrag zurückzuweisen. Mindestens ebenso unangenehm wie für den Empfänger. Honorar anzunehmen, sei für den Absender die Tatsache, nicht in einer würdigen Weise den Dank für die Behandlung zu geben. Bezüglich der Standesfragen wurde die Diskussion auf einen späteren Abend zurückgestellt, da bei der vorgerückten Stunde eine Einigung nicht mehr zu erzielen war. Es kan: zum Ausdruck, daß die K. C.- Aerzte sich am Standesleben intensiv beteiligen sollten. Vorsitzender der Gruppe ist Kbr. Dr. Josef Hirsch, Berlin W 50, Augsburger Str. 40. II. Juristische Begrufsgruppe: Die Gründungssitzung der juristischen Berufsgruppe fand am 21. November d. I. unter Leitung des Herrn Kbr. Oskar Guttmann statt und war von etwa 60 Kartellbrüdern besucht. Herr Kbr. Georg Arnheim hielt ein Referat über die Wirtfchaftsfragen und Kbr. Fuchs über die Standesfragen, mit denen die Gruppe sich beschäftigen müsse. Allseitig kam der Gedanke zum Ausdruck, daß die neue Gruppe organisatorisch so beweglich wie möglich gestaltet Werder: müsse und nicht nur die Anwälte, sondern alle Juristen, also insbesondere auch die Richter, Staatsanwälte, Assessoren und Referendare, umfassen solle. Untergruppen für die einzelnen Berufe sollen vorläufig nicht gebildet werden. Zur Leitung der Gruppe und zur Durchführung der in Aussicht genommenen Maßnahmen wurde ein Ausschuß gewählt, der aus folgenden Kartellbrüdern besteht: R.-A. Oskar Guttmann R.-A. Georg Arnheim R.-A. Richard Auerbach R.-A. Franz Eugen Fuchs R.-A. Adolf Asch R.-A. Siegfried Goldstrom R.-A. Erich Stern Amtsgerichtsrat Hugo Mayer Ref. Walter Seelig. Vorsitzender des Ausschusses ist Kbr. Oskar Guttmann, Berlin W 57, Potsdamer Str. 26 a. III. Technische Berufsgruppe: Am 12. November 1929 trafen sich ca. 40 K. C.er im K. C.-Heim, um über ihren Zusammenschluß zu einer technischen Gruppe in irgendeiner Form zu beraten. Das Ziel dieser technischen Gruppe sollte die gegenseitige Unterstützung und Beratung in beruflichen und geschäftlichen Dingen sein. Nach einer ausgedehnten Aussprache, bei der beinahe sämtliche Anwesende -zu Worte kamen, wurde eine neue Organisation im Rahmen des K.C. verworfen. Man beschloß vielmehr, sich im K. C.-Heim in gleicher Form einige Male im Winter zu treffen, um gemeinsame Angelegenheiten zu besprechen. Als nächster Termin wurde der 17. Dezember 1929 bestimmt.

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