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KC-Mitteilungen · 1929-06-25 · Heft 6 (25.6.1929) · p. Seite 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 6 (25.6.1929)
Date
1929-06-25
Page
Seite 52 (sequence 8)
Language
German
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die einen K. C.-Tags-Antrag formulieren soll zwecks Vermeidung von Ehrenräten, die aus häufig ganz unwichtigen Gründen gegen Alte Herren berufen werden. Wesentliches wurde sonst nicht beschlossen. — Nach gemeinsamem Mittagessen entführte uns eine Barkasse nach Durchquerung eines sehr interessanten Teils des Hafens zum Süllberg in Blankenese. Die fahrt aus der Elbe im strahlenoen Sonnenschein war rholung und Genuß zugleich. In noch verstärktem Maße die Fahrt des nächsten Tages zur Baumblüte in der Lühe. Mit tief gebräunten Gesichtern kehrten wir am Pfingstmontag zurück, froh ob aller Eindrücke, begeistert von dem Gelingen unseres Stiftungsfestes. Wehmütig traten viele die Heimfahrt an. Ein großer Teil aber verbrachte den Abend in dem gastfreundlichen Hause des Herrn Dr. Jonas, wo bei Sang und Tanz die Furcht vor dem Abschied von einem liebenswürdigen Wirte vertrieben wurde. Wenn wir auf den Visurgentag 1929 zurückblicken, bleibt uns zunächst die Erfüllung einer Dankespflicht. Wir müssen unserm lieben Walter Jacobson, „unserm Professor", danken. Er hat dies Fest vorbereitet. Er hat aufopfernd für unser aller Wohl und Behagen gesorgt mit geradezu rührender Gewissenhaftigkeit. Daß diese ganze, umfanareiche Veranstaltung so bis ins Kleinste ^klappt hat, ist sein Verdienst. Wir können ihm nicht schöner danken, als wenn wir ihm und uns alleir immer die Freundschaft und Treue halten, die unfern Bund vor vielen anderen auszeichnen. Von Herzen Dank. Professor! In unfern Erinnerungen wird der Visurgentag in Hamburg immer fortleben. Er wird uns locken, wenn wieder Pfingsten ist und unser Werberuf zu den Bundesbrudern klingt. „Bundesschwestern, Bundesbrüder, A.H.V. Visurgial" Hanseatischer Landesverband des K. C. Am 14. Mai 1929 referierte Kbr. Wertheimer auf einem K. C.- Abend über das Thema „Das Caliban-Problem und der K. C." Kbr. Werthermer gab einen klaren Einblick in diesen schwierigen und sehr differenzierten Fragenkomplex; er legte die Probleme so, wie sie Arnold Zweig sieht, dar, um dann eine eigene kritische Stellungnahme rechtfertigen zu können. Die Diskussion war sehr lebhaft. Sie deckte vereinzelt Anschauungen auf, welche sich vom Standpunkt eines K.. C.ers aus nur schwer rechtfertigen lassen. Um so notwendiger erscheint es, daß derartige grundlegende Probleme öfter behandelt werden und unsere geistigen Grundlagen dem Einzelnen hierdurch nähergebracht werden. Leider pflegt jedoch der Besuch derartiger Vortragsabende sehr viel schlechter zu sein als der Besuch der geselligen Veranstaltungen. Das bewies auch wieder die Bowlenkneipe, die am 25. Mai im Stadtpark stieg. Die Stimmung war derart, daß nach dem Schluß der Veranstaltung niemand aufstehen wollte und es einiger Anstrengungen bedurfte, den Schluß wirklich durchzusetzen. In vorgerückter Stimmung wurde auf der Bowlenkneipe der Hamburger „K. C. A. C." (K. C.-Automobil- Club) gegründet.. Sein Zweck ist, die K.C.-Autobesitzer zu gemeinsamen Ausflügen zu vereinen. Zu dem ersten Ausflug, einer Herrenfahrt, wird voraussichtlich der gesamte Landesverband eingeladen werden. Die erste diesjährige Barkassenfahrt fand am 9. Juni nach der Oberelbe statt. Der Landesverband hatte die Freude, auf seinen Veranstaltungen die Mitglieder des jungen K. C.- Stammtisches an der Hamburgischen Universität begrüßen zu können. Der Lanoesverband hofft, daß sich dieser neue Sproß am K. C.-Stamm recht kräftig entwickeln wird. Das Leben in Hamburg hat so viele Vorzüge, daß wir auch mit einem größeren Zuzug von den Kartellverbindungen rechnen zu können glauben. Im übrigen kann der Landesverband mit großer Genugtuung konstatieren» daß die Abende des K.C.- Stammtrsches aus den Reihen der Mitglieder des Landesverbandes sehr gut besucht waren. Der Stammtisch wird auch in Zukunft aus die Unterstützung des Landesverbandes in jeder Beziehung rechnen können. K. C.-Stammtisch an der Hamburgischen Universität. Wir gründeten am 18. Mai 1929 den vom Hanseatischen Landesverband des K. C. schon lange geplanten K. C.-Stammtisch, obwohl einige Kbr. Kbr. trotz vorheriger Anmeldung und zumeist wohl ohne triftigen Grund nicht nach Hamburg kamen. So haben denn die in den letzten Semestern erschienenen Rundschreiben des Landesverbandes doch nicht den nötigen Widerhall in den K. V. K. V. gefunden. Um es vorwegzunehmen: Der Landesverband hat uns nicht zuviel versprochen. DcH uns die notwendige materielle Unterstützung für unsere Arbeit geleistet wird, ist selbstverständlich. Unsere ersten beiden Veranstaltungen in Form von gemütlichen Zusammenkünften — der letzte mit einer Diskussion über Beginn und Art unserer Keiltätigkeit — zeigten uns, daß die in Hamburg ansässigen K. C.er darüber hinaus an dem Werden des Stammtisches starkes Interesse haben. Nachdem sich bisher ca. 30 Kbr. Kbr. zur ständigen Mitarbeit und Teilnahme an unseren Veranstaltungen bereit erklärt haben, ist die Existenz des Stammtisches vorerst gesichert, so daß wir sogleich mit unserer Keiltätigkert begonnen haben. Dadurch erhoffen wir schon für das kommende Semester eine wunschgemäße Fortentwicklung des Stammtisches. Wir bitten die l. K. V. K.V., schön jetzt ihren Aktiven nahezulegen, das kommende Winter- oder Sommersemester im Interesse des K. C. in Hamburg zu verbringen, das selbstverständlich als Vollaktivitätssemester angerechnet wird. Die Fakultäten der Hamburgischen Universität genügen allen Ansprüchen, trotz vielfach verbreiteter entgegengesetzter Ansicht vollauf. Hamburg selbst bietet im Sommer zahlreiche Möglichkeiten zur Ausübung des Wassersports, im Winter alle die Vorzüge des Großstadtlebens, die Berlin immer als begehrten Mittelpunkt des K. C. erscheinen lassen. Das Leben ist hier durchaus nicht teurer als in anderen Universitätsstädten. Die Veranstaltungen des Hanseatischen Landesverbandes bilden eine angenehme Abwechslung unserer Offizien, die sich vorerst nur in bescheidenem Rahmen durchführen lassen. So nahmen wir bisher an einem Vortragsabend, einer Maibowle und einer Barkassenfahrt teil. An den beiden Pfingsttagen waren wir Gäste einer l. K.V. „Visurgia", die in Hamburg ihr 10. Stiftungsfest feierten. Auch an dleser Stelle ihnen allen für die frohen Stunden in ihrem Kreise unseren Dank! Wir bitten die l. K.V. K.V., uns über wichtige Ereignisse im K. C. regelmäßig in Kenntnis zu setzen. Zu jeder Auskunft über das Studium rn Hamburg find wir gern bereit. Wrr treffen uns an jedem Donnerstag, abends 2OV2 Uhr, in Wiezels Hotel (oberhalb St. Pauli Landungsbrücken). Unsere Anschrift: cand. jur. Martin Wolf (Bav.), Hamburg 13, Grindelallee 108. DENKT BEI FREUDIGEN UND TRAURIGEN ANLASSEN DES r C.-BILFSFONDS

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