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KC-Mitteilungen · 1929-05-22 · Heft 3-5 (22.5.1929) · page 1

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 3-5 (22.5.1929)
Date
1929-05-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K.C.-Mitt eil ungen ÖHtteilungshiatf der im Kartell - Gonoeni der Verbindungen deutscher Studenten Bezug nur gemeinsam mit den H. <£.« Blättern. Bezugspreis hall jährlich 2.50 Mark zuzügl. 0,50 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den verlag und das K. L. -Büro. iüdilchen Glaubens vereinigten Korporationen. Anzeigen-Annahme durch den Verlag und das K. L -Büro Preis!,— M. für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Masse Zeilenniesser Nr. IS. »Die Verbindungen im K. <£. stehen auf dem Boden deutschoaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußte» Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Aechtsgen»einschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K. L. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. <£. keine Stellung, soweit dies nicht durch Abs. \ und 2 bedingt ist.' 1929. | BERbin, den 22. Mai. | nr. 3/5. Dnhalt; Dr- Sylvius Pick 60 Jahr alt S. 25. — In eigener Sache der K. C.-Blätter S. 25. — Akademische -- und allgemeine Nachrichten S. 26. — Verbandsnachrichten S. 30. — Bücher- und Blätterschau S. 36. — K. C.-5)ilfsfonds S. 37. — Medizinischer Stellennachweis und Wohnungsänderungen S. 38. — Personalnachrichten urid Druckfehlerberichtigungen zum K. C.-Adreßbuch S. 39. — Inserate S. 40. — K. C.-Veranstattungen S. 42. — K. C.-Aemter, Akademischer Arbeitsnachweis des K. C. und Verbindungen usw. S. 44. vr. Sylvius Kick t^iadr.-Breslau), 60 Jahr alt. Liner der treuesten uns dem Kreise der ulten Viadrinen — Sanitätsrat Dr. Sylvius Pick- Beuthen — beging am 1. Mai 1929 seinen 60. Geburtstag. Aktiv war er in den Jahren 1889—1891, er bekleidete auch das Amt des ersten Chargierten. Unerschütterlich hing er seinen Iugendidealen an. Er hat sie auch in seinem späteren Leben stets zu verwirklichen gesucht. In rührender Weise hat er die persönlichen Beziehungen der Freundschaft, die den Jugendlichen erfüllte, auch bis zum nahenden Alter gepflegt. Nach feinem Aussehen scheint allerdings das Alter noch nicht da zu sein. Ohne Geburtsausweis wird man ihm die 60 nicht recht glauben. — Die Treue, die sein Leben auszeichnet, hat unser Jubilar auch dadurch bewiesen, daß er alle Erinnerungen, Dokumente und Schriftstücke, die sich auf das Schicksal der alten Viadrina bezogen, in liebevoller Weise in seinem Privatbesitz aufbewahrte. Wenn es gelungen ist, in dem ersten der beiden von Dr. Bruno Weil herausgegebenen K. C.-Jahrbüchern von 1906 und 1908 die grundlegenden Tatsachen „Zur Geschichte der freien Verbindung Viadrina und ihrer Nachfolgerinnen" durch den Verfasser dieser Zeilen festzutegen, so war dies vornehmlich der Unterstützung zu verdanken, die aus der Besitzsammlung von Sylvius Pick stammte.— Mögen unserem lieben Jubilar noch viele Jahrzehnte frohen Schaffens in seinem erfolgreichen ärztlichen Berufe, im Kreise seiner Familie beschieden sein. A. Gdt. Irr eigener Sache der K. C.-Sintler. In den letzten Monaten hat gewiß die große Mehrzahl unserer Leser und insbesondere unserer Kartellbrüder mit Erstaunen und Verärgerung das Erscheinen des K. C.-Organs vermißt, und ich halte mich daher für verpflichtet, der ersten wieder erscheinenden Nummer ein Wort der Begründung und Entschuldigung voranzuschicken und diese Gelegenheit, ein Wort in eigener Sache zu sprechen, zu benutzen, um das Programm der K. C.-Redaktion für die nächste Zukunft zu umreißen. Die K. C.-Blätter in ihrer heutigen doppelten Form sind zunächst die Frucht der Jahre der Inflation und der Verarmung. Wen von uns überkommt nicht leise Wehmut, wenn er die schönen, starken, auf wundervolles Papier gedruckten Blätter der Vorkriegszeit betrachtet, die allmonatlich in die Hand eines jeden K. C.ers. eines jeden Freundes unserer Sache gelangten. Aber noch mehr als die leidige Kostenfrage, die Verdreifachung der Portokosten, die Steigerung der Druck- und der Papierpreise, waren es sachliche Gründe, die bei dem Neuaufbau nach der Inflation die Trennung in K. C.- Blätter und K. C.-Mitteilungen veranlaßten. Während vor und in dem Kriege aktuelle Tagesprobleme für die Studentenschaft kaum Vorlagen, überwucherten sie nach dem Kriege alles andere in einem Maße, daß für die Erörterung grundsätzlicher Fragen in den K. C.-Blättern kaum noch Raum bneb. Und so entstanden die K. C.-Mitteilungen für die Behandlung aller Tagesfragen in der Absicht, allmonatlich zu berichten, während die Blätter mindestens vierteljährlich ihre alte Aufgabe der Behandlung grundsätzlicher K.C.-Fragen erfüllen sollten. So wäre es wie in den Jahren 1924 bis 1927 auch geblieben, wenn — ja wenn nicht die leidige Kostenfrage und die menschliche Schwäche gewesen wären. Machte 1928 die Kostenfrage ein häufigeres Erscheinen der K. C.- Blätter unmöglich, so hinoerte mich leider 1929 eine unerwartet starke berufliche Belastung sogar die K. C.-Mitteilungen pünktlich erscheinen zu lassen. Keiner empfindet das Unhaltbare dieses Zustandes

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