KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 1-2 (22.2.1929)
- Date
- 1929-02-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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K. C. -Mitteilung e n Mitteilungsblatt der im Kartell - Convent der Verbindungen deuticker Studenten | Bezug nur gemeinsam mir den A. L.» I Blättern. Bezugspreis hal> jährlich I 2.SU Mark zuzügl. M. poirgebühr. I Abonnememsbestellungen durch den ver» I lag and das AL.» Büro.| jüdilcfaen Glaubens vereinigten Korporationen. Anzeigen-Annahme durch den Verlag und das A. L -Büro Preis l,— M. für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf | Masse Zeilenmesser Nr iS. .Die Verbindungen im K.C. stehen auf dem Boden deutschoaterländifcher Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur» und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen va«erland unlöslich verbundenen volkteil bllden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreien. — Ver K. L. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. keine Stellung, soweit dies nicht durch Abs. 1 und 2 bedingt ist." 1929. BERblD, den 22. Februar. I Nr. 1/2. •Jnbalt: Dr- Franz Basch f 6. 1. - Dr. med. Isidor Lenschke f S.2.- Dr. Otto Vogel t S. 2. — Jakob - Loewenberg zum Gedächtnis S. 3. — K. C.-Tag in Königsberg S. 3. — Der 26. K. C.-Tag in Königsberg, Pr. S. 5. — Eindrücke von der Bierviller Tagung S. 6. — K. C.-Anwälte, unterstützt Euch S. 1ü.— Inwiefern ist eine gegen „die Juden" im allgemeinen gerichtete Beleidigung strafbar S. 11.— Bericht über die Verhandlungen zur Gründung eines Reichsverbandes jüdischer Studierender S. 12. — Zur Berufswahl der Abiturienten S. 12. — lOjähriges Bestehen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten (R j. F.) S. 13. — K. C.-Ball der „Bereinigung Frankfurter K. C.er" S. 13. — Erfolge von Kartellbrüdern im Ausland S. 13. — Verbands- Nachrichten S. 14. — Bücher- und Blätterschau S. 17. — K. C.-Lilfsfonds S. 18. — Medizinischer Stellennachweis und Wohnungsänderungen S. 18. — Personalnachrichten S. 19. — K. C.-Veranstaltungen S. 19. — Inserate S. 21. K. C.- ADRESSBUCH Das Anfang März erscheinende Adreßbuch wird den einzelnen Kartellbrüdern unter Nachnahme zum Preise von ca. RM. 3,80 zuzüglich Porto zugesandt. Da der G. A. die Abnahme eines Pflichtexemplars beschlossen hat, darf die Annahme nicht verweigert werden. Insbesondere werden die Inaktiven und Aktiven darauf aufmerksam gemacht, daß das Buch an die Heimatadresse zugestellt wird. Es wird daher gebeten, evtl, die Angehörigen zu benachrichtigen, damit Mehrkosten und andere Weiterungen durch Nichtannahme vermieden werden. Der Geschäftsführende Ausschuß des K. C. i. A.: Dr. med. Riesenfeld-Hirschberg (Sprev.) Berlin W 30, Motzstraße 32 Dr. Franz Hasch f. (Thur., „Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Bewußtsein eigener Gesinnungen und Gedanken; das Erkennen seiner selbst, welches ihm die Einleitung gibt, auch fremde Gemütsarten innig zu erkennen!" (Goethe.) Diese Worte schrieb mir Franz Basch zum Abschied von dem einen gemeinsamen Semester im Sommer 1921 in Heidelberg, in dem er mein Leibfux wurde, in meine Bierbibel. Nicht nur die Größe des Gedankens, den er sich zu eigen machte, vielmehr noch der fühlbare Wunsch, nach einem Semester voll froher Stunden mit diesen Worten dem Freunde etwa Bedeutsames, von der ganzen Stärke seiner Empfindung und der Tiefe seiner Lebensanschauung Zeugendes auf den Weg zu geben, kennzeichnen diesen Menschen, den ein unbegreifliches Schicksal nun in jungen Jahren mitten aus einem glückhaften Leben herausgerissen hat, entrissen hat seinen Eltern, deren einziges Kind er war, seiner jungen Frau, seinen ungezählten Freunden. Franz Basch ist mir die Verkörperung der ewig in uns Menschen wurzelnden Sehnsucht nach Glück, aber nicht einer unstillbaren, verzehrenden Sehnsucht, nein, ihm ward eine unendliche Gnade zuteil: er konnte wahrhaft glücklich sein. Ein gutes Wort, ein frohes Lied, die