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KC-Mitteilungen · 1928-11-15 · Heft 11 (15.11.1928) · p. Seite 112

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 11 (15.11.1928)
Date
1928-11-15
Page
Seite 112 (sequence 6)
Language
German
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112 schildert in diesem Sonderdruck, daß gerade die akademisch gebildeten Angestellten mit einem Monatsgehalt von etwa 3— 500 M., die sich ebenso wie die selbständigen und die freien Berufe der gleichen Eiukommensschicht als zum Mittelstand gehörig fühlen, keinerlei Verlangen nach einer Art Zwangswirtschaft in der Krankenversicherung tragen, und daß diese durch das System der sogenannten Mittelstands- Krankenversicherungen hinreichend geschützt seien. 3n einer ausführlichen Begründung, deren Eingehen hier zu weit führen würde, wird insbesondere dargelegt, wie groß tatsächlich die Belastung einer solchen gesetzlichen Zwangsversicherung ist, ganz abgesehen von den Bedenken, die darin bestehen würden, daß sie als „Kassenpatient" vom „Kassenarzt" behandelt werden müßten. Ein weiteres Eingehen auch auf diese Frage dürfte sich erübrigen. Wenn man die obengenannten Gehaltsklassen unterstellt, so gelangt man dazu, daß der sogenannte höhere Angestellte mit etwa 500 M. das Doppelte bis Dreifache an Prämie zahlen müßte, wie ein in einer mittleren oder niederen Beitragsklasse Versicherter, wobei zu bewerten ist. daß die Leistungen als solche die gleichen bleiben. Wie sich aber bei einem Gehalt von 600 M. die Abzüge, die von dem Bruttobeträge im ganzen abgehen, zusammensetzen, zeigt folgendes dort angeführte Beispiel: Lohnsteuer.M. 37, Augestellteuversiche.ung . M. 20, Krankenkasse.M. 30, Arbeitslosenversicherung . M. 15,- M. 102, das bedeutet 20 Prozent des Einkommens. Auf die näheren Ausführungen kann hier nur hingewieseu werden, jedoch sind auch wir der Ansicht, daß es für den angestellten Akademiker, der ein Gehalt von 3 500 M. bezieht, untragbar ist,' wenn auch er in die Krankenversicherungspflicht hineinbezogen würde. Es dürfte daher im Interesse aller angestellten Akademiker liegen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, daß die Versicherungsgrenze tatsächlich bis zu einem Jahresgehalt von 6000 M. ausgedehnt wird. I VsrbMäsvackincfitso > —> (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens lO. Dezember an die Schriftleitung einzureichen.) „Bavaria", Heidelberg. Wir eröffneten das Winter-Semester am 22. Oktober mit dem Erösfnungskonvent. Die Aktivitas setzt sich zusammen aus 3 Burschen und 10 Füxen. Trotz unserer eifrigen Keilbemühungen konnten wir bei der geringen Anzahl von Keilfüxen noch keine Aktivmeldung verzeichnen. Die interim. Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a. i. Hans Laucheimer (Bav. Lic.) XX a. i. Alex Schottland F. M. f. C. Emil Bensinger (Sprev. Bav.) F.M.f.T. XX K.W. X S. W. XX F.W. X SP. W. XX Asta-Vertreter: a.F. Hartwig Levy. _ E. R. E. R. X, A. H. A. H. Karl Meier, Kurt Spiegel, i. a. B. i. a. B. Emil Bensinger, Hans Krakauer. Wir inaktivierten die a. B. a. B. Emil Bensinger und Georg Pincus. Das Semester nahm bisher einen recht netten Verlauf. Unsere Offizien setzen sich zusammen aus Exbummeln, Kneipen, Wissenschaftlichen Abenden und Sportabenden. Der Sportbetrieb besteht aus täglichem Fechten, Schwimmen und einem Boxabend. Darüber hinaus betätigen sich einige Bbr. Bbr." privat in den verschiedensten Sportzweigen. Wir besuchen außerdem viele Vorträge. Zwei besonders schöne Offizien dieses (Semesters waren die Eröffnungskneipe am 3. November, bei der wir verschiedene Inaktive und Kbr. Kbr. begrüßen konnten, und ein Damenausflug in die Pfalz nach Bad Dürkheim am 4. November. Der Vater unseres l. Bbr. Helmut Simon lud uns zu einem ausgezeichneten Pfälzer Tropfen ein. Nach dem Essen machten wir einen Ausflug auf die Limburg; anschließend daran verbrachten wir den Nachmittag aufs beste beim Tanz im Kurhaus. Wir hoffen das Wintersemester auch weiter recht abwechslungsreich zu gestalten. „Thuringia", Breslau. Mir führten mit gutem Erfolge während der Ferien einen ordnungsgemäßen Verbindungsbetrieb durch. Am 18. Oktober veranstalteten wir anläßlich des 42. Stiftungsfestes unserer lieben Stammverbindung „Viadrina" und des 27. Stiftungsfestes unserer lieben Verbindung eine hochoffizielle Kneipe. Gleichzeitig feierte unser lieber Paul sein lOjähriges Jubiläum als Couleurdiener unserer l. Verbindung. Für die Glückwünsche, die ihm von vielen Seiten zugingen, übermitteln wir auf diese Weise seinen Dank. Wir chargierten anläßlich der Anwesenheit des Reichspräsidenten in Breslau, sowie bei der Rektoraisübergabe. Zum Semesterbeginn bestand die Aktivitas aus 21 Mann. 'Aktiv meldete sich Lerr »tuck med. Max Lippmann. Der Semesterantrittskonvent war sich darüber einig, nachdem bereits in den Ferien Vorbesprechungen über die Semesterarbeit unter den Bbr. Bbr. stattgefunden hatten, daß das kommende Semester eine Klärung der im K. C. akuten Fragen bringen müßte. Infolgedessen veranstalteten wir in erhöhtem Maße wissenschaftliche Abende, Burschenstunden usw., von denen wir die Erreichung unseres Zieles erhoffen. Daß daneben der überlieferte Verbindungsbetrieb keinesfalls zu kurz kommt, versteht sich von selbst. Als weitere Neuerung wurde eingeführt, daß die Akiven geschlossen der Boxabteilung des hiesigen Turnvereins „Vorwärts" beitraten, um auch während des Wintersemesters einen zweckmäßigen Sportbetrieb durchführen jn können. Da die Verbindung in diesem Semester nicht die bisher traditionelle Tanzstunde abhält, wir aber andrerseits den Zusammenhang mit der Breslauer Gesellschaft nicht verlieren dürfen, veranstalteten wir gleich zu Semesterbeginn, am Sonnabend, dem 3. November

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