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KC-Mitteilungen · 1928-10-15 · Heft 10 (15.10.1928) · p. Seite 96

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 10 (15.10.1928)
Date
1928-10-15
Page
Seite 96 (sequence 2)
Language
German
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96 Unhölt' Fragebogen S. 96 — Zu den Tagungen in Danzig und Paris S. 96 — Jüdischer Positivismus und -- K.C. S. 99 — Zur Abschaffung des Trinkzwanges in den Corps S. 100 — Verbandsnachrichten S. 101 — K. C.-Veranstaltungen S. 102 — Inserate S. 104 und 106 — Verbindungen, A. £>.* und Landesverbände un K.C. S. 105 Frage« bogen Bei der l’rüfung der im K. («-Büro eingegangenen Fragebogen hetr. K. C.-Rundfrage 1928 hat sieh gezeigt, daß rein großer Teil der Einsender es verabsäumt hat, Namen, Verbindung und Anschrift anzugeben. Wir bitten diejenigen Kbr. Kbr., welche den Fragebogen noch nicht eingesandt haben, diese Angaben nicht zu vergessen. Außerdem ist erwünscht, daß aus dem Fragebogen hervorgeht, ob der Einsender Aktiver, Inaktiver oder Alter Herr ist. Wir bitten jedoch diejenigen Kbr. Kbr., die bereits anonym den Fragebogen eingesandt haben, bei einer jetzt etwa nachträglich unter Namensangabe (erfolgenden Einsendung hervorzuheben, daß eine anonyme Äußerung bereits vorausgegangen ist. Im übrigen bitten wir alle Kbr. Kbr., die sich noch nicht geäußert haben, die gesetzte Frist zur Einsendung unbedingt innczuhaltcn. Der Geschäftsführende Ausschuß des K.C. Zu den Tagungen in Danzig und Paris. Von Hans Lennhoff (Spr., Ub.-pal.)*) In der Urabstimmung vom November 1927 haben sich die Preußischen Studentenschaften für die Ablehnung des neuen Studentenrechts entschieden. Damit ist ihnen die staatliche Anerkennung verloren gegangen. Die Zwangsmitgliedschast jedes reichsdeutschen Studierenden verschwand. Ebenso die Zwangsbeiträge. Die sogenannten „freien" und „freiheitlichen Studentenschaften", die an die Stelle der bisherigen staatlich anerkannten traten, waren Vereinigungen, wie andere auch, angewiesen auf den ausdrücklichen Beitritt und freiwillige Beitragsleistungen. — Die in Preußen studierenden K. C.er gehören seitdem ausnahmslos nicht mehr der Deutschen Stildentenschast an. In den außerpreußischen Landern besteht aber größtenteils noch der alte Rechtszustand fort: Jeder reichsdeutsche Studierende ist ohne sein Zutun Mitglied der örtlichen und damit auch meist der Deutschen Studentenschaft. Früher hatte der K.C. ganz selbstverständlich ein starkes Interesse an deren Wohl; war er auch oft mit vielem, ja mit der ganzen von ihr eingeschlagenen Politik mit Recht nicht zufrieden, so sah er doch in ihr die oberste Vertretung studentischer Interessen dem In- und Ausland gegenüber; er erkannte die gewaltige Bedeutung, die ihr großdeutscher Aufbau im vaterländischen Interesse haben konnte. Wenn er gerade hinsichtlich dieses Großdeutschtums der D. St. die schärfste Kritik an ihrer Verfassung und ihren Maßnahmen laut werden lassen mußte, so richtete sich die Kritik *) Obgleich alle Aufsätze, insbesondere mit dem Namen des Verfassers gezeichnete, deren persönliche Meinung und nicht eine offizielle Stellungnahme des K. C. wiedergeben, stellen wir dies in dem vorliegenden Falle besonders fest. jedenfalls nicht gegen den großdeutschen Gedanken als solchen, sondern irur gegen dessen falsche Beschränkung, die als schlechthin parteipolitisch betrachtet werden mußte. Als dem Ergebnis der Urabstimmung die Auflösung der Prertßischen Studentenschaften folgte, und damit die Deutsche Studentenschaft zu einer gegen früher ganz außerordentlich schwachen Rumpfvereinigung wurde, als sich neben diese der neugegründete Deutsche Studentenverband stellte, wurde die Lage für den K.C. besonders eigenartig. Er begrüßte die Gründung des D. St. V., der eine zweite, und zwar parteipolitisch nicht gebundene großdeutsche Gesamtorganisation bilden sollte, — wobei „Großdeutsch" nicht mehr eingeengt war durch Parteittnd rassenmäßige Anschauungen —. Darüber hinaus hat der K.C. dem D. St. V. seine Unterstützung in weitestgehendem Maße geliehen. Er hat sich aber wohl gehütet, sich mit der neuen Gründung völlig zu identifizieren, trotz aller Begeisterung, der er dessen Sache zunächst entgegenbrachte. Diese Haltung war schon deshalb geboten, weil ja seine Mitglieder nur zum Teil dem D. St. V., zum anderen Teil aber noch der D. St. angehören. Dies mußte einer Betrachtung zweier hochschulpolitischer Tagungen der letzten Monate zweckmäßig vorausgeschickt werden. Der 11. D e u t s ch e Studententag, der im Juli in Danzig stattfand, befaßte sich naturgemäß fast ausschließlich mit der Behandlung der durch Preußen hervorgerufenen Fragen. Eins darf vorweggenommen werden: Eine Lösung ist nicht zustande gekommen, — weder nach der einen, noch nach der anderen Seite hin. Aber es ist anzuerkennen, daß

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