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KC-Mitteilungen · 1928-07-25 · Heft 8 (25.7.1928) · p. Seite 67

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 8 (25.7.1928)
Date
1928-07-25
Page
Seite 67 (sequence 3)
Language
German
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67 Snhdli* VHI- K. C.-Sportfest S. 65 u. 66. — Burschenschaftliche Erziehungsarbeit S. 67. — Die Dresdner -- Tagung des Verbandes der Jüdischen Iugendvereine Deutschlands S. 71. — Bericht über die Kölner Tagung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Indent-nns S. 71. — Studentenausweis des D. u. Oe. A.-V. S. 72. — Verbandsnachrichten S. 73. — Medizinischer Stellennachweis S. 74. — K. C.-Veranstaltungen S. 74. Kiirschrrrschaflliche Grzlehungsarvett. Die „Burschenschaftlichen Blätter" bringen in ihrem Heft 11, dem Sonderheft zum diesjährigen Burschentag, einen auch für uns sehr interessanten Aufsatz über die Richtlinien, die die Burschenschaft „Salingia" über ihre burschenschaftliche Erziehungsarbeit an ihren Mitgliedern auf Grundlage des „volklichen Gedankens" aufgestellt hat. Der Umstand, daß diese Richtlinien gerade in diesem Heft der Burschenschaftlichen Blätter abgedruckt find, beweist, daß in der Leitung der Burschenschaft durchaus Verständnis dafür herrscht, daß man versuchen wollte, diese Gedanken allgemein in die deutsche Wirklichkeit umzusetzen daß man ihnen Bedeutung für die Erziehungsarbeit nicht nur dieser einen Burschenschaft beimißt. Selbstverständlich enthalten diese Richtlinien, wie man es bei derartigen Programmen gewöhnt ist, viele Dinge, die heute abgedroschene Gemeinplätze sind. Wenn wir in unseren eigenen Reihen häufig hören, daß die Betonung unserer deutschen Gesinnung überflüssig sei, weil sie etwas Selbstverständliches ist, um wieviel mehr wirkt es als Gemeinplatz, wenn in diesen Richtlinien davon gesprochen wird, daß es „das Lebensziel jedes Deutschen sein muß, sich zu einer freien sittlichen Persönlichkeit heranzubilden, die sich ihrer unlöslichen Verbundenheit mit dem deutschen Volke bewußt ist." Als besonders typische Merkmale des deutschen Volkes, als die gerade ihm wesentlichen Eigenschaften werden im Verlauf dieser Richtlinien festgestellt: 1. die freie sittliche Persönlichkeit, 2. die unmittelbare Verantwortung gegenüber dem weltlenkenden Gott, 3. die Ehrenhaftigkeit und die eifersüchtige Wahrung der eigenen Ehre. Ist es nicht traurig, daß man, anstatt seinen Patriotismus darin zu zeigen, daß man sein Volk durch sein persönliches Schaffen weiterführt, die Wesensarten des Deutschtums darin zu erblicken sucht, daß man sich besonders jene Charaktereigenschaften als nur sich wesenseigen andichtet, die man als besonders wertvoll ansieht» und damit doch gleichzeitig auszudrücken sucht, daß andere Völker diese Eigenschaften nicht in gleichem Maße besitzen. Es ist leider ein Beweis dafür, daß die geistige Einstellung der ersten Kriegsjahre, die in dem Gegner den Hunnen, den Boche, den Würger, den Greueltäter sah, wenn auch etwas ins Geistige verzerrt, auch heute noch besteht, ja sogar zum Ideal der Jugend gemacht werden soll. Aber wesentlicher als dieser Teil der Richtlinien ist das, was sie als ^Programm für die geistig-wissenschaftliche Ausbildung ihrer Mitglieder feststellt: „1. Das deutsche Volk ist ohne Rücksicht auf Staatsangehörigkeit und Wohnsitz seiner Angehörigen die Gesamtheit aller Menschen deutscher Abstammung und deutscher Muttersprache. Dieses deutsche Volk aller Länder bildet die deutsche Volksgemeinschaft, deren Volksbürger zu sein der höchste Stolz, die unverlierbare Eigenschaft und die pflichtenerfüllte Ehre jedes Deutschen ist und sein soll. Dre Zugehörigkeit zu dieser Volksgemeinschaft wird nur durch Geburt, aber niemals durch Verleihung erworben, und kann durch keine Aenderung der Staatsangehörigkeit verloren werden. Aufgabe ist es, diese deutsche Volksgemeinschaft über die ganze Erde hin zu einer bewußten und lebendigen zu machen. Erforderlich hierzu ist die Schaffung eines alle Deutschen aller Staaten umfassenden, von staatlichen Gewalten unabhängigen Volksbundes. Dieser soll das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit des gesamten deutschen Volkes durch Feste, die allen Deutschen aller Länder gemeinsam sind, wie durch Presse und Buchhandel stärken. Er soll weiter durch Förderung des reichsausländischen deutschen Schul- und Kirchenwesens, im besonderen auch durch Schaffung deutscher Mittel- und Hochschulen im Ausland die Erhaltung deutschen Volkstums sichern. Er hat durch geeignete wirtschaftliche Einrichtungen, wie Errichtung deutscher Auslandbanken, Pflege der Handelsbeziehungen zwischen dem reichsdeutschen Volk und den Ausländsdeutschen sowie Arbeits-, Stellen- und Siedlungsvermittlung das Deutschtum und die Deutschen aller Länder zu unterstützen und zusammenzuführen. In regelmäßigen Tagungen soll er die Belange des deutschen Gesamtvolkes erörtern und dafür sorgen, daß zum Schutz gefährdeten Deutschtums das deutsche Volk der gesamten Welt seine Stimme erhebt und seine Macht und Kraft einseht. Soweit das deutsche Volk in Mitteleuropa geflossen siedelt, ist auf Grundlage des deutschen Reiches dessen Zusamenfafsung zu einem nur der Wohlfahrt und den Belangen des deutschen Volkes dienenden, von allen fremden Gewalten freien deutschen Volksstaates anzustreben. Dessen unverzichtbare Aufgabe ist im besonderen der Schutz der deutschen Minderheiten unter fremder Staatsgewalt, deren Anschluß an den deutschen Volksstaat nicht möglich ist. Diesen Minderheiten ist neben ungehemmter wirtschaftlicher Freiheit die kulturelle Selbstverwaltung zu verschaffen und zu sichern. Der deutsche Volksstaat hat sein Verhalten zu anderen Staaten, in denen deutsche Minderheiten sitzen, von der Anerkennung dieser Grundrechte der deutschen Minderheit abhängig zu machen Erste Aufgabe der deutschen Volksgemeinschaft ist, das erpresserische schmachvolle Diktat von Versailles mit seinen Folgen zu beseitigen, das für die Ehre, den Bestand und die Wohlfahrt des deutschen Volkes unerträglich ist. Die Anerkennung des Diktates ist für das deutsche Volk für alle Zeiten unmöglich. Insoweit aus taktischen Gründen von reichsdeutschen Behörden dieses Diktat bisher bestätigt worden ist, sind solche Bestätigungen durch den Wortbruch der Feindstaaten hinfällig geworden. 2. Die zum deutschen Volksbürger machende deutsche Abstammung und damit der Amkreis des deutschen Volkes ist das geschichtliche Ergebnis der Vermischung derjenigen Raffen, aus derenVerschmelzung das deutsche Volk entstanden ist. Das rassische Erbgut ist der eigentliche Schatz des Volkes und bestimmt deffen körperliche wie geiftigseelische Verfassung, dessen Eigenart wie Leistungsfähigkeit. Der Wert der einzelnen Menschen wie der Völker stuft sich ab nach den in ihnen liegenden Erbwerten. Die Behauptung von der Gleichheit alles deffen, was Menschenantlitz trägt, wird daher grund-

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