KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 3-4 (30.4.1928)
- Date
- 1928-04-30
- Page
- Seite 25 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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25 dieser Stelle nochmals für die freundliche Aufnahme unserer Chargierten danken möchten. Zur Reichsgründungsfeier in der Aula der Universität entsandten wir drei Chargierte mit Fahne. Unser tzochschulpolitischer Vertreter a. B. Falk nahm an der hochschulpolitischen Schulungswoche in Berlin teil. Die Verbindung zählt zehn Aktive, darunter h. Dornbusch und £j. Lippmann, die sich zu Beginn des Semesters aktiv meldeten. Wir rezipierten unseren l. Bbr. W. Falk. A. F. Schweitzer gewährten wir den ehrenvollen Austritt. Wir verliehen das Band der Verbindung ehrenhalber Herrn Rabbiner Dr. Kober. Damit gingen wir von dem Brauche ab» nur K. C.ern das Band zu verleihen, und nahmen einen Außenstehenden in den Kreis unserer Bbr. Bbr. auf, da Herr Rabbiner Dr. Kober sich sowohl um das Wohl der Verbindung, als auch um ihr Verhältnis zur Kölner Philisterschaft sehr verdient gemacht hat. — Mit unseren Damen brachte uns ein Exbummel nach Brühl zusammen. Der wohlgelungene K. C.-Ball in der Bastei frischte die Beziehungen zu den alten Kölner K. C.ern wieder auf. Das neuerdings eingerichtete Cafe (Eisenmenger, Breite Straße) vereinigt nachmittags, insbesondere Sonnabend die Bbr. Bbr. Kbr. Kbr. für eine gemütliche Stunde. Die Chargen dieses Semesters lauten: X Hans Schieren (Rhen.-Guestph.) (XXX,X) XX Fritz Leeser (Neo-Frib.) (X) i. a. B. (Rhen.- Guest.) XXX Wilhelm Falk (Rhen.-Guest.) F. M. f. C. Erich Otto Nagel (Rhen.-Guest.) Jf.M.f.T. Curt Herz (Rhen.°Gest.) dem Kbr. Fritz Leeser (Neo-Frib.) und i.a.B. Sans Schieren^ sich freundlicherweise aktiv gemeldet hatten. A. H. V. Friburgo-Ghibellinia. Wie bereits in der vorigen Nummer der K. C.-Mitteilungen bekanntgegeben wurde, fiel im Monat März der gewohnte Bierabend der Berliner Friburgo - Ghibellinen aus. Statt dessen fanden sich am Sonntag, dem 11. März, im Demokratischen Klub die Freiburger Bundesbrüder mit ihren Damen zu einem kleinen Abendessen zusammen. Auch eine Zahl hiesiger Kartellbrüder nahm an der wohlgelungenen Veranstaltung teil. Die festliche Stimmung wurde erhöht durch eine Reihe vorzüglicher musikalischer Vorträge, die unsere l. Kartellschwester, Fräulein Käthe Meyersohn (Klavier), unser l. Kartellbruder, Amtsgerichtsrat Dr. Martin Rosenthal (Sprev., Frib.Königsb.) und Fräulein Annelotte Lubinski (Gesang) in liebenswürdiaer Weise boten. Die Teilnehmerzahl von mehr als 60 Personen bewies, daß unter den Bundesbrüdern und Bundesschwestern der Wunsch zu regelmäßigen Zusammenkünften vorhanden ist. Den mitwirkenden Künstlern sei auch an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt. A. H. B. Hassia. Am 18. 2. hielten wir unsere diesjährige Generalversammlung in Berlin ab, nach Erledigung der Tagesordnung, die aus den zugegangenen Berichten bekannt war, wurden die Wartschaften entlastet dechargiert. Der Vorstand wurde teilweise wiedergewähtt. 1. Dr. Otto Nelki, I. Vorsitzender 2. Dr. Bruno Blumklotz, ll. Vorsitzender, Schriftw. 3. vr. Siegm. Szmytkowski, Kassenwart Das 9. Stiftungsfest feierten wir durch ein gemütliches Beisammensein, in der Loffnung, zu unserem 10. Stiftungsfest auch einige Bbr. Bbr. aus dem Reiche begrüßen zu können. Für die Glückwunschtelegramme unseren herzlichsten Dank! Wir gratulierten unserem lieben Bundesbruder Lothar Lissner zur Geburt des ersten „Lassensohnes". Hanseatischer Landesverband des K.C. Der Hanseatische Landesverband des K.C. setzte seine Tätigkeit zur Festigung seines Ansehens in der Hamburger jüdischen Oeffentlrchkeit durch einen Vortragsabend fort» welcher den Anfang einer Vortragsreihe bilden soll. Er hatte im weitesten Umfange Einladungen zu einem Vortragsabend am 23. Januar 1928 im Theatersaal des Konventgartens ergehen lassen. Kbr. Dr. Weißmann hielt ein Referat über „Hochschulpolitische Tagesftagen". Er wies zunächst auf den Gegensatz hin, in welchem die Begriffe Hochschule und Politik eigentlich zueinander stehen sollten, und gab alsdann einen Ueberblick über die Entwicklung der studentischen Selbstverwaltung. Ihre Anfänge rn der Vorkriegszeit und ihre Verwirklichung in der Nachkriegszeit — gleichzeitig mit der Bildung der Betriebsräte — wurden aufgezeigt. Während aber die Selbstverwaltung vor dem Kriege rein wirtschaftlich orientiert war uno sie nach dem Kriege zunächst im Frontgeist sich fortgesetzt hatte, wurde sie später leider ein Abbild und teilweise sogar ein Mittel der hohen Politik. Von außen wurde die Politik in die deutsche Selbstverwaltung hineingetragen, teilweise von Deutsch-Oesterreich aus, teilweise von deutschen politischen Kreisen. Gerade dadurch, daß die Politik leider in die Selbstverwaltung hineingetragen wurde, bekam diese noch eine besondere Bedeutung, besteht doch die Exekutive des Staates wesentlich aus höheren Beamten, welche aus der Hochschule hervorgehen. Der Staat kann es auch nicht dulden, daß die studentische Selbstverwaltung sich in einer Weise organisiert, welche den Grundsätzen der Reichsverfassung zuwiderläuft. Demgemäß mußte der Staat, wie dies in Preußen durch die Verordnung des Ministers Becker geschehen ist, die Grundsätze der Reichsverfassung auch hier durchsetzen. Kbr. Dr. Weißmann berichtete über die Kämpfe, welche durch die Verordnung hervorgerufen sind, und über die Folgerungen, welche aus dem Abstimmungsergebnis gezogen werden müssen. Für den K. C. gibt es nur einen'Weg: Energische Arbeit im Verein mit der übrigen freiheitlichen Studentenschaft für die freiheitlichen Ziele, nicht zum Schutze von Sonderinteressen des K.C. oder des Judentums, sondern zur Verwirklichung der wahren großdeutschen Idee und zum Wohle des deutschen Vaterlandes. Die K. C.er hierzu durch sein sachkundiges Referat aufgerufen zu haben und den Gästen die Ziele des K.C. gezeigt zu haben, ist das große Verdienst des Referenten. Im Anschluß an das anregende Referat entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in welcher unter anderen der Vorsitzende der Hamburger Studentenschaft, Herr Buttenwieser, und die Kbr. Kbr. Holländer und Urias sprachen. Nachdem Kbr. Dr. Weißmann die hierbei gestellten Fragen eingehend beantwortet hatte, nahm der überaus anregende Abend sein Ende. Wir weisen ganz besonders auf das heutige Inserat der Iuweliersirma Wilhelm Lülse hin.' Unser in diesem Lause tätiger Kartellbruder vr. Chapp steht mit jeder gewünschten Auskunft und Beratung gern persönlich zur Verfügung. vzm Bücherschau Einführung in die Rechtswissenschaft. Von Dr. Friedrich Giese, o. 5. Professor an der Universität Frankfurt a. M. Preis geheftet 3,80 M., in Leinen gebunden 5,60 M. — 108 Seiten. — 1928. — Jndustrieverlag Spaeth Lc Linde, Berlin W 10, Wien 1. Unter den zahlreichen „Einführungen in die Rechtswissenschaft" zeichnet sich die vorliegende durch