KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 1-2 (15.2.1928)
- Date
- 1928-02-15
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 nur in seinem Nachwort, das doch nur der Zehnte liest, zu geißeln. In einem irrt Goldmann, wenn er glaubt, daß die Antisemiten dieses Buch froh begrüßen würden. Das Werk ist von der antisemitischen Presse einstimmig abgelehnt worden. Belloc wirft den Antisemiten blinden Haß vor, mir scheint indes, daß er die Scheuklappen, die er bei den Iudenhassern sieht, selber besitzt. Den Juden warnt er dabei vor der Gefahr des Antisemitismus, die von ihm noch nicht richtig in ihrer Größe erkannt sei. Diese liege hauptsächlich darin, daß der Antisemit ein „ungeheures Material" gegen die Juden zusammentrage, das, einmal veröffentlicht, den Inden zum Unheil werden könne. Der Jude suche demgegenüber dieses Material lächerlich zu machen. Das könne ihm zum Verhängnis werden. Belloc ist sehr naiv. Wer jemals den sinnlosen Unsinn der völkischen Blätter gelesen — ich erinnere nur an die Tannenbergdenkmalhypothese Ludendorffs — wer muß da nicht lachen, wenn es auch ein bitteres Lachen ist, bei der Erkenntnis, daß weite Kreise unseres Volkes diesen „Dokumenten" Glauben schenken. Wenn B. sagt, die Juden wollten eine Diskussion der jüdischen Frage verhindern und er eine offene Aussprache fordert, so frage ich ihn, ob diese Frage nicht in den letzten Jahren bis zum Ueberdruß mit einer Leidenschaft erörtert worden ist, die das äußerste Maß des Erträglichen bereits überschritten hatte. Nein, wir haben von einer Diskussion nichts zu fürchten, wir haben auch nichts zu verschweigen, wir können offen unter das Licht der Sonne treten und unsere Taten messen lassen im Geschehen der Welt. Neben dem Meere der Lüge, in dem dieses Buch versinkt, kommen einige wenige an den Rand geschriebene Wahrheiten, wie die Tatsache, daß die Juden in ihrer Gesamtheit eigentlich ein armes Volk seien, daß es also mit dem „jüdischen Kapitalismus" im Grunde nicht weit her sei, kaum in Betracht. Immer wieder gipfeln seine Ausführungen in der Forderung des Anerkenntnisses der jüdischen Nation. Er ist dabei derart hirnverbrannt, daß er die These aufstellt, das Recht der Minderheiten wäre im Vertrag von Versailles nur der jüdischen Minderheiten wegen und zu ihrem Schuhe aufgestellt worden. Von Südtirol, Memelland, Deutschböhmen usw. hat er anscheinend noch nichts gehört. Die Geschichtsfälschungen charakterisieren überhaupt dieses mit geradezu verantwortungslosem Leichtsinn, mit der Oberflächlichkeit eines Durchschnittsjournalisten verfaßte Buch. Wir werden uns auch von diesem englischen Nationalsozialisten unser Heimat- und Bürgerrecht nicht rauben lassen, denn für uns ist der Begriff „Heimat" und „Deutschtum" nicht, wie für Belloc, eine Fiktion, sondern Lebensinhalt. Häcker nennt dieses Buch ein „katholisches". Mir scheint, er hat damit der apostolischen Kirche keinen Dienst erwiesen. Denn nie und nimmer wird es Sinn einer die Liebe des Nächsten predigenden Gemeinschaft sein, für dieses haßerfüllte, Friedfertigkeit heuchelnde Machwerk einzustehen. Dr. Bergmann-München. " K.G.“\7erQD?fQltungen [ (Ankündigungen für die März-Nummer find bis 12. März an die Schriftleitung einzusenden.) I-I Kerlin l - l Prodinzialberband Vrandenburgischer K. C.er. An jedem dritten Montag im Monat abends 9 1». s. t. Bierabend im Restaurant „Pilsner Urquell" (Neue Klause), Kurfürstendamm 22 (nahe Ioachimsthaler Str.), Vereinszimmer 1 (hptt.). Die Technikerabende finden bis auf weiteres zusammen mit den Bierabenden des Provinzialverbandes am dritten Montag jedes Monats statt. A.K. B. Sprevia. Der A. L. B. SPrevia, Berlin, hat in diesem Winter-Semester für die Berliner A. £>. A. L. des K. C. wiederum einen Turnabend eingerichtet. Alle Ortsanwesenden A. L. A. L, die den Wunsch haben, am Turnen teilzunehmen, mögen dies umgehend dem Vorfitzenden des A. L. B. Sprevia, vr. Josef Lirsch, Berlin W 50, Augsburger Straße 40, schriftlich Mitteilen. Die Berliner Damen des K.C. turnen jeden Mittwoch Abend von y29 — 10 Uhr Berlin W15, Uhlandstraße 153/154, Eingang Lüdwigkirchstraße in der Wohnung der K. C.-Schwester Fräulein Ilse Gutmann. (Gymnastik nach Musik). Anmeldungen daselbst, schriftlich oder telephonisch, Telephon Oliva 1300, oder bei Frau vr. Rosenow, Telephon Lasenheide 3394. Lonorar monatlich ca. M. , je nach Beteiligung. Berliner Babaren. Bavaren-Treffpuntt jeden ersten Dienstag im Monat, 729 c. t., im Pschorr-Bräu am Zoo im oberen Saal. Berliner Saxo-Bavaren. Wir treffen uns jeden ersten Dienstag und dritten Freitag im Monat 9 Uhr s. t. im Pschorr-Bräu am Zoo, im oberen Saal. Kbr. Kbr., die in Leipzig studiert haben, sind herzlickst eingeladen. Freiburger K. C. Die Zusammenkunft am 14. 3. fällt aus. Statt dessen treffen sich die Bbr. am Sonntag, d. I I. 3., 19b, zu einem gemütlichen Beisammensein mit Damen in den Räumen des Demokratischen Klubs, W10, Vittoriastr.24. Preis des Gedecks M. 3,50. Kartellbrüder sind herzlichst willkommen. Da die Teilnehmerzahl beschräntt ist, wird gebeten, umgehend schriftliche Anmeldungen an R.-A. Ernst Friedländer zu richten. An die hiesigen Bundesbrüder ergehen noch besondere Einladungen. ALB. Albingia. Am ersten Freitag im Monat 9 h. s. t. Bierabend im Restaurant Patzenhofer, Friedrichstr. Ecke Taubenstr. A.H.V. Makaria. Am ersten Freitag jeden Monats Bierabend im Restaurant Patzenhofer, Friedrichstraße Ecke Taubenstr. ALB. Fribnrgia. Treffpuntt am dritten Montag im Monat beim Provmzialverband. (Näheres siehe dort.) Berliner Rheno-Silefen. Am 1. Montag jeden Monats 9 k. 8. t. Bierabend im Löwenbräu, Charlottenstr. 50/51 (am Gendarmenmartt)