KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 1-2 (15.2.1928)
- Date
- 1928-02-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 Infolge des Fehlens von aktiven Burschen fand die Rezeption unserer Brander früher als sonst üblich statt. Wir rezipierten zunächst die Brander Pincus, Rothschild. Neugarten, Sagan, Wolf, Lauchheimer, Schottland und nach ca. 3 Wochen die übrigen Brander: Schigmann, Jonas, Katz, Horwitz, Spier, Heue. W. Mayer, Franken, W. Mainzer. Unsere Offizien bestehen aus Convent, wissenschaftlichen und Spielabenden, Sport und kleineren Kneipen. Außer den regelmäßigen Fechtstunden besuchen wir den Box- und Iiu-Iitsu-Unterricht der "Universität. Bei unserer feuchtfröhlichen Semesterantrittskneipe begrüßten wir neben vielen A. H. A. H. und Kbr. Kbr. die Vertreter einer l. K. V. „Rheno-Palatia", der reien Hochschulgruppe und der uns befreundeten tudenten- und Philistervereinigungen. Eine äußerst nett verlaufene Damenfuxenstunde auf dem Haus eröffnete den Reigen der gesellschaftlichen Winterveranstaltungen und brachte uns wieder in Konnex mit der Heidelberger Philisterschaft. Gern und oft leisten die Bundesbrüder den Einladungen zuPrivat- und Vereinsveranstaltungen Folge und tragen durch ihre Mitwirkung bei den Darbietungen zum Gelingen manch frohen Festes bei, so daß uns auch das Wintersemester in Alt-Heidelberg viel Abwechslung bringt. Am hochschulpolitischen Leben beteiligen wir uns ebenfalls rege und haben in diesem Semester wiederum einen Sitz im Asta. Wir chargierten anläßlich der Rektoratsubergabe und Gründungsfeier der Universität und besuchten geschlossen die Veranstaltungen des hier stattfindenden Kartelltags republikanischer Studenten, bei denen wir unseren l. A. H. Ludwig Haas und Kbr. Lennhoff begrüßen durften. Auch sonst beschäftigen wir uns mit den hochschulpolitischen Fragen und diskutieren sie auf unseren wissenschaftlichen Abenden. Wir schlossen den ersten Teil des Semesters mit einer größeren Kneipe am 19. 12., die uns unser l. A. H. Paul Guttmann anläßlich seines gut bestandenen Assessorexamens stiftete. Sprevia, Berlin. Zur Berichtigung unseres vorigen Semefterberichtes bemerken wir. daß uns die a. F. a. F. Loewenstein und Lieck nicht von einer l. Kv. „Neofriburgia", sondern von einer l. Kv. „Rhenosilesia" überwiesen wurden; eine l. Kv. „Neofriburgia" überwies uns die a. F. a. F. Gerber, Iacobi, Lewinthal und Meyer. Kurz vor Weihnachten meldete sich noch Lerr s'ud. iur. Walter Ephraim aus Berlin aktiv. Auserem a. F. Ascher gewährten wir den Austritt aus unserer Verbindung. Wir philistrirten unseren b i. a. B. Weinbaum. Wie wir bereits in unserem vorigen Bericht ankündigten, legten wir in diesem Semester besonderen Wert auf die Abhaltung von Vorträgen, die sieb mit den Grundlagen des Judentums beschäftigten. Auf einem gemeinsam mit einer l. Kv. „Vineta" veranstalteten Vortragsabend sprach Kartellbruder Dr. Metz über das Thema: „Was ist Religion?" Lerr Rabbiner Dr. Max Wiener sprach kurz vor Beginn der Weihnachlsferien über: „Der Einfluß des Alten Testaments auf die Entwicklung der Religionen", nnd Anfang Februar sprach Lerr Rabbiner Dr. Baeck über: „Der Einfluß des 19. Jahr- Hunderts auf die Entwicklung der Juden". Besonders dieser letzte Vortrag fand der der Aktivitas begeisterten Widerhall, dessen deutlichstes Zeichen die ausführliche und angeregte Diskussion war, die sich an den Vortrag anschloß. Von größeren K. C.-Veranstaltungen sei hier der Konzertabend und Ball des Provinzialverbandes Brandenburgischer K. C.er erwähnt, an dem eine Anzahl unserer Bbr. Bbr. teilnahm. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen nach den Weihnachtsferien stand der große Maskenball, der von unserem A. L. B. und dem Provinzalverband Brandenburgischer K. C.er in den Krollsälen veranstaltet wurde. Ansere Aktivitas beteiligte sich geschlossen am ersten Teil der Altherrentagung, die am 22. Januar im Reichswirtschaftsrat stattfand. Diese Tagung war für uns von besonderem Interesse, bot sie uns doch Gelegenheit, festzustellen, daß die mannigfachen Sorgen und Fragen um die Zukunft und die Weiterentwicklung des K. C., die uns — in diesem Semester besonders stark — beschäftigen, auch im Kreise der älteren und ältesten Semester der K. C.-Verbindungen untersucht und ausführlich erörtert werden. Neo-Friburgia. Das Winter-Semester 1927/28 nahm bis jetzt' einen erfreulichen und befriedigenden Verlauf. Die Stellung der „Neo-Friburgia" gegenüber den anderen Freiburger Korporationen ist nunmehr durchaus korrekt und geregelt. Wir chargierten bei der Einweihung des Kriegsgefallenen-Denkmals der Universitö. an 4. Stelle. Außerdem erhielten wir vom akademischen Rektorat der Albrrt Ludwigs- Universität die schriftliche Erklärung, daß die früheren Angelegenheiten für alle Teile erledigt seien. Durch die Aktivmeldung des Herrn stud. med. Klaus Dreher aus Köln erhöhte sich die Zahl unserer Aktiven auf 12, so daß wir eine für das Winter- Semester in Freiburg beachtenswerte Corona darstellen. Unserer Tradition entsprechend treiben wir eifrig Sport. Wir turnen, laufen und boxen; außerdem ist einmal in der Woche offizielles Schwimmen. Wenn auch bisher das Wetter dem Skisport noch nicht besonders günstig war, konnten wir doch einige schöne Tage dem Skilauf huldigen und unsere Hütte am Rinken benutzen. Der Ton in der Verbindung und der Zusammenhalt der Bundesbrüder war außerordentlich gut. Neben täglichem Fechten und dem anderen Sportbetrieb kam die Pflege der Wissenschaft und heiteren Geselligkeit voll zu ihrem Recht. Das milde, fast sommerliche Wetter ließ uns frohe Exbummel zum Iägerhäusle, nach St. Ottilien» nach Günterstal und ins Glottertal veranstalten. Ganz besonders gelang uns ein Damenfest und die originelle von der Confuxia vorbereitete Chanukkafeier im „Kopf", sie begann mit einem feierlichen Festessen, dann folgte eine humorvolle Chanukka-Bescherung. Eine angeregte Kneipe vereinte darauf den gesamten Freiburger K. C. (mit einer Ausnahme!) für frohe Stunden. Das 2. Lalbsemester eröffneten wir mit einer Bowlenkneive im Iägerhäusle. Die guten Beziehungen unserer lieben Verbindung zur Freiburger Philistersckafi lenen unseren Bundesbrüdern bei den großen Bällen und Festen in den Familien zahlreiche Verpflichtungen auf, denen unsere Aktiven, besonders die karnevalbegeisterten Rheinländer, „pflichtgemäß" gern Nachkommen werden. Die Rezeptionen sollen baldigst erfolgen. Viadrina, Darmstadt. Durch die geringe Anzahl der Bbr. und deren gleichzeitiger Arbeitsüberlastung konnten wir das W. S. 1927/28 erst Ende Oktober eröffnen. Die interimistischen Chargenwahlen ergaben: X a. B. Paul Iacobi XX a. B. Alfred Cohn f.M. f. C. i. a. B. Lurt Großmann . R. E. R. X, i. a. B. i. a. B. Kreielsheimer, Wolf, Lehmann, XX. Die ortsansässigen Bbr. Bbr. setzen sich zusammen aus: 4 A.H. A.H., 5 i.a.B. i.a.B., 2 a.B. a.B., 2 a.F. a. F.. 1 O.B.G. Unsere Keilbemühungen hatten den Erfolg, daß sich Herr stud. rer. electr. Eugen Holzinger aus