KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 12 (27.12.1927)
- Date
- 1927-12-27
- Page
- Seite 101 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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101 Dr. Hans Driesch, Leipzig; Ministerialdirektor Dr. C. Falck, Berlin; Regierungspräsident Dr. Friedensburg, Kassel; Sanitatsrat Dr. R. Friedländer. Berlin; Regierungspräsident Dr. öaujjntann, Stralsund; Professor Dr. Rudolf Lennhoff, Berlin; Professor Dr. Max Löhr, Königsberg i. Pr.; Dr. Marie Elisa beth Lüde rs. M. d.R., Berlin; Professor Dr. A. Mendelssohn-Bartholdy, Hamburg; Staatssekretär a. D. Oscar Meyer, M.d.R., Berlin; Reichsminister a. D. Professor Dr. R a d b r u ch , Heidelberg; Konsul Dr. Walter Sobernbeim, Berlin; Professor Dr. Karl Stähl in, Berlin; Studienrat Walter Stieber, Halle a. S.; Oberpräsident Professor Dr. h. W ä n t i g, M. d. £f., Magdeburg- Rechtsanwalt Dr. E r n st Wolfs, Berlin; Ministerialdirektor Dr. Walter Zechlin, Berlin. Der Arbeitsausschuß besteht aus: Regierungsrat Dr. Otto Be necke, Berlin; Oberstudiendirektor Dr. Theodor Bohner, M. d. L., Magdeburg; Dr. Walter Groß» Berlin; Rechtsanwalt Dr. Robert Hilb, Berlin; Dr. Ludwig Merzbach, Berlin; Referendar Hans H e l lm u t h P r e u s;, Berlin; Direktor Hein Pulverm a n n Berlin; Dr. Max R a n s o h o f f, Berlin; Ministerialrat Dr. Hans Simons, Berlin. Betätigung der K. C.-Gefinnung. Man kann K. E.-Gesiunung haben. Man kann sie auch bekunden durch Worte, vor allem aber auch durch Taten. Zu diesen Taten rechne ich besonders diejenigen, welche darin bestehen, daß der eine K. C.er den anderen nach Kräften wirtschaftlich unterstützt und fördert. Zumal, wenn ihm selbst bei dieser Anterstützung kein Schaden erwächst. And da hätte der K. C.-Anwalt die beste Gelegenheit, solche bundesbrüderliche Gesinnung durch Uebersenden von „Sachen" an seine Kartellbrüder zu betätigen. Leider ist dies aber nicht so der Fall, wie es zu wünschen wäre. Selbstverständlich — jeder ist frei und Herr seines Willens. Aber cs gibt moralische Bindungen. Daher allerdings auch solche, die darin bestehen, daß der die „Sache" vergebende Anwalt sich einem Aicht-K. C.er aus diesem öder jenem Grunde verpflichtet fühlt und ihn» die „Sache" schickt. Wenn solche Gründe vorliegen, so mag der einzelne ihnen nachgeben. Aber oft genug liegen sie nicht vor, und dennoch denkt der die „Sache" vergebende Anwalt nicht an seinen K. C.-Kollegen. Er zieht den vor, von dein er Sachen als Gegengaben erhofft. Das scheint mir wahrer K. C.-Gesinnung zuwiderzu laufen. Besonders häßlich ist es, dabei zu' sehen, daß gerade diejenigen, welche es am wenigsten nötig hatten, den letzteren Gesichtspunkt walten zu lassen, nämlich die sogenannten „Großen", oft genug von diesem Gesichtspunkt ausgeherw, ihre „Sache" dem Nicht-K. C.er schicken. Während es andererseits eine regelmäßige Erscheinung ist, daß der kleine Anwalt streng darauf bedacht ist, seine „Sachen" nur Kartellbrüdern zu schicken. Alle K.C.»Anwülte legen, wie man bei der Herausgabe des K. C.-Anwaltsverzeichnisses erkennen kann, den größten Wert auf die Aufführung in diesem Verzeichnis. Der Wunsch dieser Zeilen ist der, daß alle Beteiligten, besonders die „Großen", immer daran denken möchten, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. Rechtsanwalt Dr. Danuenbau in. Kundgebung des R. I. F. im Herrenhaus. Am Samstag, dem 22. Oktober, veranstaltete der Reichsbnnd Jüdischer Frontsoldaten im Plenarsitzungssaal des ehemaligen preußischen LerrenhauseS eine stark besuchte Kundgebung, zu der von ihm in letzter Zeit stark propagierten Siedlungsbewegung unter der deutschen Iudenheit. In seinen Begrüßungsworten hob der BundeSvorsitzende des N. I. F., Kbr. Lauptmann d. L. Löwenstein, die vielfältige Verpflichtung des deutschen Juden zu kolonisatorischer Tätigkeit auf seinen» angestammten Leimalboden hervor: Beweis auch körperlich und geistiger landwirtschaftlicher ''Arbeitsfähigkeit der Juden, Steuerung der sozialen Notlage in den übervölkerten Gebieten und vaterländische Pflicht, der landwirtschaftlichen Bearbeitung des Bodens, den der jüdische Frontsoldat während des Weltkrieges mit seinem Blute verteidigt hat. Die Redner der Kundgebung, Prof. Or. Franz Oppenheimer-Frankfurt a. M als volkswirtschaftlicher Wissenschaftler, Domänen direktor S. Dyk als fachmännischer Referent bereits in Deutschland vorhandener jüdischer Bauernsiedlungen, vr. Glaserfeld als Vertreter des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, vr. Klee für die Zionistische Vereinigung und Rabbiner Or. Baeck vom philosophischen Standpunkt des Judentums, traten ein für die Verwirklichung dieser Ideen des R. I. F., die der Bundesvorsitzende zitiert hatte, und stellten als Glieder an sich gegensätzlicher Gruppen im deutschen Judentum den Gesamtwillen der deutschen Juden zu kolonisatorisch-bäuerlicher Arbeit jüdischer Jugend auf deutschem Boden dar. s cm ] \7erbandsnacfincfiten E (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 10. Januar an die Schriftleitung einzureichen.) Thuvingia, Breslau. Die Sommerfericn vertischen Abenden, Kneipen, Erbummeln und Spielabenden, liefen verhältnismäßig ruhig, da ein Teil der Aktivitas Ein äußerst wohlgelungener Ausflug vereinigte die Bbr. nicht in Breslau anwesend war. Wir trafen uns zwei- Bbr. mit ihren Damen in dem nahegelegenen Schalkau, mal wöchentlich in dem Laus, wo wir auch fochten, wohin wir mit einem nett ausgeschmüctten, von dem und trieben, solange es die Witterung erlaubte. Leicht- Vater eines Bbr. uns freundlicherweise zur Verfügung athletik auf dem Akademischen Turn- und Sportplatz, gestellten Lastauto gelangten. In den Abendoffizien, die wir wöchentlich einmal ver- Das neue Semester brachte uns eine ansehnliche anstalteten, wechselten wir ab mit Vorträgen, musika- Vermehrung der Aktivitas. Wir eröffneten das Winter-