KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 11 (30.11.1927)
- Date
- 1927-11-30
- Page
- Seite 92 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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02 Einführung in die staatsanwaltfchaftliche Praxis. Ein Leitfaden für Referendare. Staatsanwälte, Amtsanwälte und Bürobeamte der Staatsanwaltschaft in Preußen. Von Staatsanwaltschaftsrat Dr. Ernst Friedersdorff. 1927. Berlin W 57, Verlag von Otto Liebmann. Gebunden 8 M., für Abonnenten der Deutschen Iuristen-Zeitung 7 M. 252 Seiten. In Preußen beginnt bei der Staatsanwaltschaft die Ausbildung der Referendare. Diese, mit dem Aktenbetrieb unbekannt, werden es begrüßen, in dem Werke von Friedersdorff neben einer Einführung in die Behandlung von Akten die Tätigkeit des Staatsanwalts in allen Phasen des Strafverfahrens geschildert zu finden. Selbst das Berichts-, Ladungs- J und Gnadenwesen wird ausführlich dargestellt: Materien, mit denen der Referendar kaum befaßt wird^ Das Buch eignet sich daher in erster Reihe für Staats- und 'Amtsanwälte sowie für Bürobeamte. Für Referendare halte ich den im Verlage Heymann (Berlin) erschienenen Führer „Der Staatsanwalt" (Verfasser: StaatsanwaltschastsratDr. Fuhrmann) für geeigneter, weil sich hier in speziell für Referendare bestimmter Darstellung Heraushebung des Wesentlichen in knapper Form mit billigem Preise verbindet. Wer jedoch tiefer in die Tätigkeit der Staatsanwaltschaft eindringen will, wird bei Friedersdorsf selbst die entlegensten, sonst schwer zugänglichen Ministerialerlasse usw. finden. Fast alle in der Praxis vorkommenden Verfügungen werden in Beispielen mitgeteilt; ebenso sind zahlreiche Formulare abgedruckt. H. R. Die Gesellschaft für Jüdische Familienforschung versendet das September-Heft ihrer „Mitteilungen.". Ernst W o l s s erörtert die Aufgaben eines Familienarchivs und die Pflichten, die seinem Leiter auferliegen, mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Verhältnisse. Pros. Dr. Kisch- Eöln, der selbst ein Nachkomme des Hohen Rabbi Löw von Prag ist, stellt verschiedene Angaben über die Nachkommenschaft dieses Heros jüdischer Geistigkeit, der eine wahre Gelehrtendynastie begründet hat, richtig; übrigens stammt der Rabbi Löw, mit seinem eigentlichen Namen „Liwa ben Bezalel", aus Worms; er ist der großen Oeffentlichkeit bekannt geworden durch den Sagenkreis, der an den Golem anknüpft. — Dr. Grunwald»Wien steuert einige interessante Bürgerbriefe aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts bei. Rabbiner Benzion Don Iachia aus Ludze (Lettland) bringt eine ausführliche Genealogie seiner Familie, die bis auf Könrg David zurückgeht, wobei freilich einige Zwischenstufen in der Ahnenreihe nur als wahrscheinlich, aber nicht sicher gelten können. — Um so exakter ist der Nachweis von 18 jüdischen Adelsfamilien in Italien, die Dr. S a m u e l e Schärf aus Rom auf Grund genauer Aktenvermerke zusammenstellt. Der älteste Adel geht aus Napoleon l zurück, der Giuseppe Treves 1812 die Baronie verlieh. — Rabbiner Dr. P o s n e r - Kiel veröffentlicht ein Verzeichnis der 1841 in Kiel wohnenden 16 jüdischen Familien. — Ungefähr aus derselben Zeit stammt eine Liste der Subskribenten auf das Geigersche Reformgebetbuch, das von Dr. Czellitzer publiziert wird; dieses stellt eine so wesentliche Aenderung und Neuerung dar, daß die Subskription des Buches zugleich ein Bekenntnis zu einem modernisierten und liberalen Judentum bedeutet. — Bücherbesprechungrn und ein Suchblatt mit zahlreichen familiengeschichtlichen Fragen und noch zahlreicheren Antworten auf frühere Fragen runden den Inhalt des Heftes ab. Man abonniert die „Mitteilungen" indem mau Mitglied der Gesellschaft für Jüdische Familienforschung wird. (Der jährliche Mindestbeitrag beträgt 1Ö M., Postscheckkonto Nr. 104 930 Berlin. Adolf Stern, Berlin W 15, Vors. Dr. A. Ezellitzer, Berlin W 9, Potsdamer Str. 5). K. C.-Anwälte 'welche das K. E. - A n w a l t s- Verzei chnis bisher nicht bezahlt haben, wollen dies bitte nachholeu. vr. Dannenbaum. —~— K. G.-Veranfialtungen (Ankündigungen für die Dezember-Nummer sind bis 5. Dezember an die Schriftleitung einzusenden.) i.- - i Berlin i-1 Provinzialverband Brandenburgischer K. C. er. An jedem dritten Montag im Monat abends 9 h. s. t. Bierabend im Restaurant „Pilsner Urquell" (Neue Klause), Kurfürstendamm 22 (nahe Ioachimsthaler Str.), Bereinszimmer 1 (hptr.). In den Monaten Juli und August 1927 fallen die Bierabende des Berbandes aus. Die Technikerabende finden bis auf weiteres zusammen mit den Bierabenden des Provinzialverbandes am dritten Montag jedes Monats statt. A.H. B. Sprevia. Der A. L. B. Sprevia, Berlin, beabsichtigt, im kommenden Winter-Semester für die Berliner A. L. A. 5). des K. C. wiederum einen Turnabend einzurichten, voraussichtlich Montag oder Mittwoch einer Beginn: Anfang November. Alle Ortsanwesenden A. 5). A. §>., die den Wunsch haben, am Turnen teilzunehmen, mögen dies umgehend dem Vorsitzenden des A. L.B. Sprevia, vr. 'Josef Lirsch, Berlin W50, Augsburger Straße 40, schriftlich mitteilen. Die Berliner Damen des K.C. turnen ab l. Oktober 1927 jeden Mittwoch Abend von 729 — 10 Uhr Berlin W 15, Uhlandstr. 158/154, Eingang Ludwigkirchstr. in der Wohnung der K. C.-Schwester Fräulein Ilse Gutmann. (Gymnastik nach Musik). Anmeldungen daselbst, schriftlich oder telephonisch, Telephon Oliva 1300, oder bei Frau vr. Rosenow, Telephon Lasenheide 3394. Lonorar monatlich ca. M. , je nach Beteiligung. Berliner Bavaren. Bavaren-Treffpunkt jeden ersten Dienstag im Monat, Vr9 c. t., im Pschorr-Bräu am Zoo im oberen Saal. Berliner Saxo-Bavaren. Wir treffen uns jeden ersten Dienstag und dritten Freitag im Monat 9 Uhr s. t. im Pschörr-Bräu am Zoo, im oberen Saal. Kbr. Kbr., die in Leipzig studiert haben, sind herzlichst eingeladen.