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KC-Mitteilungen · 1927-11-30 · Heft 11 (30.11.1927) · p. Seite 91

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 11 (30.11.1927)
Date
1927-11-30
Page
Seite 91 (sequence 13)
Language
German
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91 Gebiet des öffentlichen Rechtes einzuführen und sein Interesse dafür zu erwecken. Auch die neue Auf- > läge wird ihren Besitzern vielleicht manches Kopfzerbrechen aber trotzdem viel Freude machen. Blodigs Alpenkalender — Dritter Jahrgang 1928. Format 18X25,3 cm, 111 Bilder mit beschr. Texten, 6 Kunstdruckblätter, 4 Anstiegsblätter. Preis nur 2,80 RM. (Verlag des Blodigschen Alpenkalenders, Paul Müller, München, Hirtenstraße 15.) Außer 111 im Kalender befindlichen, prächtig wiedergegebenen z. T. recht seltenen Bildern, sechs Kunstblättern, sind noch für den Bergsteiger besonders willkommen vier Anstiegsblätter» bearbeitet von Herren der Akadem. Sektion München. Sehr originell ist auch das neue Preisrätselbild. Die Ausstattung ist aut. Man sieht auf den ersten Blick, daß hier kein Dilettant am Werke war; sowohl die Gliederung des Stoffes ist souverän gehandhabt, wie auch die Photos mehr sehen lassen als photographische Reize. Jedem Bilde ist ein lehrreicher interessanter Text aus der Feder des bekannten Bezwingers aller Viertausender Dr. Karl Blodig beigegeben. O gold'ne Academia! Unter diesem Titel sind im Verlag von Moritz Schauenburg, Lahr (Baden), der Verlag der „Bierbibel", 15 neue Weisen im Studententon herausgekommeu. Jugend und Wandern, Frohsinn und Ernst bilden den Hauptinhalt, zu dein Goethe, G. Keller, Fr. Bischer, Arndt, H. v. Treitschke u. a. Texte beisteuern. Melodie und gut gesetzte Begleitung deuten die Texte geschickt und wirksam au». Preis des Heftes 2,20 RM. Aime Pallidre: Das unbekannte Heiligtum — herausgegeben vom Heine-Bund, jüdische Buchgememde, Berlin W, Linkstraße — 1927. Aus dem Französischen von Z. Holm — vom Verfasser autorisiert und durchgesehen — 288 S, — Mit einem Vorwort von Rabbiner Dr. L. Baeck. Ein gläubiger Katholik tritt zum Judentum über. Das ist 'an sich ein beachtlicher Vorgang, wenn der Uebertritt uicf)t aus äußerlichen Gründer: erfolgt. Schorr darum: weil auf der einen Seite die Weltorganisation der katholischen Kirche steht, auf der anderen die religiöse Gemeinschaft der Mirrderheit, derer: . tausendjähriges Schicksal ein Martyrium war. Was irr: vorliegenden Falle seelisch auf das tiefste erschüttert, ist das aus innerstem aufrichtigen Herzei: quellende religiöse Suchen nach dem Heiligsten. Palliöre besucht in jungen Jahren in Lyon am 2o»: Kippur-Abend die Synagoge zum Reila-Gebet. Es fesselt ihn „die Forn: des gemeinschaftlichen Priestertums, die dem Judentum der Zerstreuung eigentümlich ist, und der Geist der Erwartung, der Glaube an die Zukunft, der seinem ganzen Kultus ein besonderes Siegel aufdrückt". Der Eindruck ist so mächtig, daß seine Seele sich vor: nun an auf dem Wege unaufhörlichen Suchens nach den Quellen der Lehre und nach Menschen, die ihm Quelle sein können, befindet. Unter ihnen ragt Elia Beuamozegh, Rabbiner von Livorno um die Jahrhundertwende, hervor. In ihm verehrt Palliare seinen Meister. Der Rabbiner hat Ehrfurcht vor den: Suchenden in seiner Seele. Aber weder er noch andere, die er befragt, wollen ihn abtrünnig machen: sie legen ihm nahe, anstatt den Mosaismus anzunehmen, sich mit der Anerkennung der Roachidischen Gebote für seine Person zu begnügen. Der Drang in seiner Seele ist unaufhaltsam. Palliere tritt zum Judentum über. Dieser letzte Schritt wird auf dem Bekenntniswege dieses Buches nur ganz nebensächlich, fast nur andeutungsweise behandelt. Der Eindruck des Weges und des letzten Schrittes ist in Frankreich zumindest auf einen Teil der französischen Judenheit so stark» daß man — im Sinne der Glaubensauffassung des Autors — fast von einer Pallicre-Bewegung sprechen kann. Wohltuend berührt in dem Bekenntniswerk, daß kein herabsetzeiwes Wort gegen den Glauben fällt, den der Autor verlassen. Er ist von Dankbarkeit gegen den Katholizismus erfüllt: er sieht in ihn: die Vorbereitung für sein Judentum. Der Mitgliedsbeitrag zur Buchgemeinde ..Heinebund" kostet jährlich 10 RM. Hierfür erhalten die Mitglieder jährlich 4 Bücher. Bisher sind erschienen außer dein oben besprochenen Werk der Roman Sabbatai Zer: von Poljakoff und das Sammelwerk: Gestalten und Momente aus der jüdischen Geschichte, herausgegeben von Prof. S. Elbogen. Dr. P. Erhard Schlund O. F. M., Lektor der Theologie, Um die Seele des Akademikers. Religionspsychologisches und Pastoraltheologikches zur Hochschulseelsorge. (Flugschriften aus dem C.D. Neue Folge, Heft 5.) München 1027, Geschäftsstelle der Academia, Prometladeplatz 106. 8°, 60 S. Kart. 1,50 RM. In der vorliegenden Schrift wird von dem Münchner Religionswissenschaftler Dr. Pater Erhard Schlund der Versuch gemacht, die religiöse Seele des modernen Akademikers zu analysieren und aufzuzeigen, was für die Hebung der religiösen Seele von seiten der katholi- . schen Kirche geschieht. Auch für den außerhalb der katholischen Kirche Stehenden sind diese Untersuchungen von besonderem Interesse. Katholische Organisationen. Im Aufträge des E. V.- Beirats herausgegeben von Dr. Theodor Maunz. (Flugschriften aus dem E. V. Neue Folge. Heft 6.) München 1927, Geschäftsstelle der Academia. Promenadeplatz 16 6. kl. 8", 88 S. Kart. 1 RM. Die Flugschrift faßt den Inhalt von zwei Helten der Academia, der Monatsschrift des Carteil-Verbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (C. V.), zusammen, um einen Einblick in die Aufgaben und Arbeiten der kath. Organisationen zu geben und zur Mitarbeit in ihnen anzuregeu. Voransgestellt ist eine grundsätzliche Arbeit von Dr. P. Schlund O. F. M. „Der kath. Akademiker und das Vereinsleben" und eine Zusammenstellung von Dr. Maunz „Katholische Organisationen". In einzelnen Aufsätzen werden behandelt der Volksverein für das kath. Dcutsckland (Msgr. Dr. Brem-München), der Verband der Vereine kath. Akademiker zur Pflege der kath. Weltanschauung (Dr. Krings- Aachen), die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst (Prof. Dr. Strieder-München), die Kath. Schulorganisatiou Deutschlands (Dr. Schuwerack-Düsseldorf). Caritas und Caritasorganisation (Generalsekretär Rappenecker-Freiburg), der Binzenzverein (Benef. Lautenschlager-München), der Albertus- Maqnus-Verein (Studienrat Klauck), das Sekretariat Sozialer Studentenarbeit Berlin (Hufnagel-Berlin>. der Volksbund der Katholiken Oesterreichs (Dr. Hans Schmitz-Wien), die österr. Leogesellschaft (Hofrat Dr. Schnürer-Wien) und die deutschen kath. Organisationen in der Tschechoslowakei (Generaldirektor Reichenbergcr-Reichenberg). Die Flugschrift ist geeignet, weiteren Kreisen die Kenntnis dieses wichtigen Gebietes katholischer Arbeit zu vermitteln.

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