KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 8-10 (5.10.1927)
- Date
- 1927-10-05
- Page
- Seite 74 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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74 nicht durch Unterwerfunng der Parteien zur Wirksamkeit gelangen. Deshalb sieht auch L»oltz keine Möglichkeiten für einen Strafvollzug der Ehrengerichte (3. 69). Mit dem rechtlichen Charakter der örtlichen Studentenschaften, besonders Preußens, beschäftigt sich das Büchlein überaus eingehend. — Man muß dies wegen der herrschenden Unklarheiten und wegen der Ambitionen, die einzelne Studentenschaften aus ihrer vermeintlichen Stellung als Körperschaften des öffentlichen Rechtes beanspruchen zu dürfen glauben, begrüßen; der Verfasser lehnt einen solchen Charakter energisch ab und billigt auch hier lediglich die Rechtsstellung einer „qualifizierten Korporation" im Flcinerschen Sinne zu. — Cs mag ein Nachteil des Buches sein, daß es kurz vor der Neuregelung des Preußischen Studentenrechtes, die der Autor billigt und begrüßt, erscheint; es verdient aber besonderer Lervorhebung, daß der gegenwärtige Verfassungskonflikt und die vom Preüß Kultusminister getanen Schritte zurückgeführt werden auf die Beschlüsse der Stralsunder Äochschulkonferenz von 1923. — Cine Darstellung der Sonderorganisationen der Studentenschaft, ein Ausblick mit interessanten Vorschlägen de lege ferenda, auf die hier nicht näher eingegangen sei, sowie ein Abdruck aller wesentlicher staatlichen'Vorschriften und der Würzburger Verfassung der D. St. schließen das Büchlein. Man kann ihm nur weiteste Verbreitung in studentischen Kreisen wünschen; es gehört in jede Verbindungsbttcherei. sV L. Die Justiz. (Verlag Dr. W a l t h e r R o t h s ch i l d, B e r l i n - G ru n e w a l d.) Das vorliegende Lest, das schon den zweiten Jahrgang der Zeitschrift abschließt, dient vor allem der Besprechung des neuen Strafgeseycntwurfes. Cs soll der Internationalen Kriminalistischen Vereinigung zu ihrer diesjährigen Tagung überreicht werden. Sein Inhalt rechtfertigt diese Absicht. Von Strafrechtslehrern sind vor allem Nadbruch und Mittermaier in ausführlichen Abhandlungen über „Abbau des Strafrechts", „Der strafrechtliche Schutz der Arbeitskraft" und „Einige Grundgedanken einer neuen Strafgesetzgebung" zu Wort gekommen, ferner der Breslauer Prof. Dr. Wegner in lesenswerten Ansführungen über „Schuldurteil und Pharisäertum" und der Hallenser Prof. Dr. Kihinger mit gedanklich tief schürfenden Anmerkungen unter dem Titel: „Was wohl Ihering sagen würde?" Lesens- und beherzigenswert eine Arbeit von Prof. Wilbrandt, Tübingen, über „Die Bedeutung der Volkswirtschaflslehre für die strafrechtliche Ausbildung deS Juristen". Aufsätze aus den Federn Obornikers und v. Beurigs, Sinzhcimers wiederaufgenommenen Chronik, eine vom Anwaltsstandpunkt aus geübte Kritik an der Verfassung und Verwaltung der anwaltlichen Ehrengerichtsbarkeit von Rechtsanwalt Crnst Schweitzer bilden den weiteren Inhalt des anregenden Heftes. H. L. Studenlenwerk. Vierteljahrshefte der studentischen Selbsthilfearbeit, herausgegeben von der Wirtschaftshilfe derDeutschenStudentenschaft. Vor einigenTagen erschien Lest 3 der von der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft herausgegebenen Zeitschrift ..Studentenwerk". Auch dieses Heft enthält wieder äußerst anregende Aufsätze über die Fragen der studentischen Selbsthilfe. Der deutsche. Untergeneralsekretär deü Völkerbundes Dufour- Feronce würdigt in treffenden Worten die Bedeutung der studentischen Selbsthilfebewegung für Deutschland und die übrigen Länder Sehr beachtenswert für werteste Kreise ist der Aufsatz von Dr. Sikorski über die Ueberfüllung der Hochschulen. Auf Grund genauesten statistischen Materials zeigt der Verfasser die Entwicklung der Studcntenzahlen, auch gegliedert nach Studienfächern, vom Jahre!9l-t bis zur Gegenwart und kommt dann zu der Feststellung, daß der Begriff der Ueberfüllung der Hochschulen verkehrt ist und nur vorsichtig angewandt werden darf und daß man höchstens von einer Ueberfüllung einzelner Studienfächer sprechen kann. Auch die übrigen, in diesem Aufsatz gestellten Forderungen nach Ausbau der Statistik, der Berufsrunde und Berufsberatung sind im Interesse der heranwachsendenIugend lebhaft zu begrüßen. Nach der Lektüre dieses Heftes „Studentenwerk" kann man nur dringend wünschen, daß diese verdienstvolle Zeitschrift weite Verbreitung findet. K.G.-\7grgpttQltungen (Ankündigungen für die November -Nummer sind bis 20. Oktober an die Schriftleitung einznsenden). I-8 Berlin I.I Provinzialverband Brandenburgischer K. C. er. An jedem dritten Montag im Monat abends 9 h. s. t. Bierabend im Restaurant „Pilsner Urquell" (Nelle Klause), Kurfürsteildamm 22 «nahe Ioachimsthaler Str.), Vereinszimmer 1 (hptr.). In den Monaten Juli und August 1927 fallen die Bierabende des Verbandes aus. Die Technikerabende finden bis auf weiteres zusammen mit den Bierabenden des Provinzialverbandes am dritten Montag jedes Monats statt. A. $). B. Sprevia. Der A. H. B. Sprevia, Berlin, beabsichtigt, im kommenden Winter-Semester für die Berliner A. H. A. 5). des K. C. wiederum einen Turnabend einzilrichten, voraussichtlich Montag oder Mittwoch, einer Beginn: Anfang November. Alle Ortsanwesenden A. £>. A. &, die den Wunsch haben, am Turnen teilzunchmen, mögen dies umgehend dem Vorsitzenden des A. §>. V. Sprevia, Dr. Josef Kirsch, Berlin W 50, Augsburger Straße 40, schriftlich mitteilen. Die Berliner Damen des K.C. turnen ab I. Oktober 1927 jeden Mittwoch Abend von Va9 — 10 Uhr Berlin W 15, Uhlandstr. 153/154, Eingang Ludwigkirchstr. in der Wohnu g der K. C.-Schwester Fräulein Ilse Gutinann- (Gymnastik nach Mllsik). Anmeldungen daselbst, schrist. lich oder telephonisch, Telephon Oliva 1300. oder bei Frau Dr. Rosenow, TelephonHasenheide 3391. Honorar monatlich ca. M. 6.—, je nach Beteiligung. K. C.-Ruderriege. Gerudert wird jeden Sonntag, wochentags nach Vereinbarung. Das Bootshaus befindet sich *u Berlin- Wannsee, Alsenstraße 20. Mitglieder der Ruderriege sind am Sonntagmorgen und Sonntagabend regelmäßig im Bootshaus anzutreffen. Mitgliederanmeldungen werden von deni Vorsitzenden Kartellbruder Dr. Kurt Braun. Berlin W 62. Kleiststraße 22, entgegcngenommen. Berliner Bavaren. Bavaren - Treffpunkt jeden ersten Dienstag im Monat, V„9 c. t., im Pschorr -Bräu am Zoo im oberen Saal. Berliner Saxo-Bavaren. Wir treffen uns jeden ersten Dienstag und dritten Freitag im Monat 9 Uhr s. t. im Pschorr-Bräu am Zoo, im oberen Saal. Kbr. Kbr., die in Leipzig studiert haben, sind herzlichst eingeladen.