KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 6 (16.6.1927)
- Date
- 1927-06-16
- Page
- Seite 38 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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38 Flächen des Haffs, am Sonnabend abend vereinigen sich alle beim Konzert der Militärkapellen im Tiergarten. Der Sonntag. bringt im. großen Haus der Technik in Gegenwart der Behörden, der Olympiateilnehmer und der Königsberger Turn- und Sportvereine eine machtvolle Kundgebung für die Leibesübungen. Bor den Endkämpfen am Sonntag wollen wir unserer gefallenen Kommilitonen gedenken. Am Abend soll, bei Fackelschein im Hofe des historischen Schlosses die Siegerehrung vor sich gehen. Beschlossen werden dle Königsberger Tage durch ein Sommerfest zusammen mit den Gastgebern in den herrlichen Logengärten am Schloßteich. Montag in aller Herrgottsfrüh gehts auf Fahrten durchs weite ostpreußische Land. Der eine Zug besucht das einngartige Bernsteinwerk und die samländische Steilküste, fährt in die „Wüste am Meer", studiert dort den natürlichen und künstlichen Vogelflug, fährt hinüber ins Elchrevier, besichtigt den Frauenburger Dom und das kaiserliche Cadinen mit Haffküste und erreicht am Donnerstag die Marien- Die zweite Wanderschar fährt über Insterburg ins berühmte Hauptgestüt Trakehnen. wandert durch die Jagdgründe Romintens und lernt ans einer Dampferfahrt einen Teil Masurens kennen. Der dritte Zug geht an Ostpreußens Südgrenze und gewährt auf Dampferfahrten und Wanderungen durch die gewaltigen Forsten einen Einblick in Masuren. das Land und Volk, das trotz seiner fremden Sprache kerndeutsch ist. Die vierte Wanderung führt über die blutgetränkten Gefilde der Schlachten von Tannenberg, durch die lieblichen Seen- und Waldgcbiete des Oberlandes nach der Weichselgrenze. Alle Wanderer und Wanderinnen treffen am Donnerstag in Marienburg ein, hier überschauen sie vom hohen Turm des Ordensschlosses ostwärts die Gefilde, die sie auf froher Fahrt durchkreuzt und westwärts urdeutsches Land, das uns der Ge» wallfrieden von Versailles ohne Kampf und Abstimmung geraubt hat. Nach Besichtigung der Burg vereinigen sich die Olympiateilnehmer mit Marienburgs Einwohnern zu einer vaterländischen Kundgebung. Das D. A. O. erreicht seinen zweiten Höhepunkt und sein Ende. Eine Jüdische"Enzyklopädie. Nach achtjähriger vorbereitender Arbeit gelangt jetzt im Indischen Verlag, Berlin, die erste Jüdische Enzyklopädie in deutscher Svrache zur Ausgabe. Sie besteht ans vier starken Bänden in Lerikonformat und wird von Dr. Georg Herlitz und Dr. Bruno K i r s ch n e r (Berlin) bei Mitarbeit von mehr als 230 der hervorragendsten jüdischen Gelehrten und Schrifstteller in den menten Ländern der Welt und unter der Fackredaktiou von Prof. Dr. Jsmar Elbogen, Dr. Josef Meisl, Dr. Aron Sandler. Dr. Mar S o l o w e i t s ch i k, Dr. Felix A. T e i l - Haber, Dr. Robert Weltsch, Rabb. Dr. Mar W i euer herausgcgebcn. Das Werk umfaßt in etwa 15 000 Stichworten und Verweisungen das Gesamtgebiet der jüdischen Geschichte, Religion, Literatur und Wissenschaft, die Biographien aller bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart, die Darstellung aller aktuellen jüdischen Fragen usw., so daß es ein umfassendes und dabei streng objektives Nachschlagewerk des Wissens vom Judentum geworden ist. Die Enzyklopädie, von der gleichzeitig auch eine Ausgabe in monatlichen Lieferungen, erscheint, bringt auf ihren etwa 3000 Seiten weit mehr als 2000 Illustrationen, Noten und Tabellen, außerdem viele Kunstbeilagen. Aus der Zahl der allen Richtungen angehörenden 230 Mitarbclter seien folgende erwähnt. die a k t n e l l e Stich- Worte bearbeitet haben: Der Präsident der Zionistischen Organisation, Prof. W e i z m a n n, schrieb über die Entstehung der Balfourdeklaration, der unlängst verstorbene Führer des deutschen Judentums, Dr. Paul Nathan» über die politischen Parteien Deutschlands und ihr Verhältnis zur Iudenfrage: der Präsident der Zionistischen Exekutive, N. S o k o l o w, schrieb über jüdische Politik: der Direktor des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Dr. Ludwig Holländer, über diesen; der geistige Führer des deutschen jüdischen Liberalismus. Rabb. Dr. Caesar Seligmann, behandelt Fragen des liberalen Judentums; der Leiter der orthodoxen Weltorganisation „Agudas Jisroel", Jakob R o s e n h e i m, stellt^ deren Ideologie dar. lieber jüdische Geschichtsschreibung schreibt Prof. Simon Dubnow; über die Siedlungsgenossenschaft Prof. Franz Oppenheimer; über den Antisemitismus Arnold Zweig und Rabb. Dr. Felix Gold mann; über die deutschen Iudcngesetze Dr. Jsmar Freund; über den Völkerbund und die Juden Leo M o tz k i n. Den Anteil der Inden an der Weltwirtschaft und das Wirken jüdischer Wirtschaftssührer schildern Dr. Felix P inner, der Chefredakteur der Handelszeitung des „Berliner Tageblatts", und Dr. Richard Lewins o h n, der unter dem Pseudonym Morus bekannte uationalökonomische Schriftsteller. lieber jüdische Dichter und Schauspieler schreiben Julius Bab, Arthur Elocsser, Arthur Sakheim, Hugo Bieber u. a., über jüdische Musik und jüdische Musiker der bekannte Musikschriftsteller Dr. Alfred Einstein und der Dichter-Komponist Arno Nadel. Von weiteren Mitarbeitern seien genannt: Rabb. Dr. Leo B a e ck , Berlin. Dr. Fritz B a e r , Berlin, Prof. M. Balaban, Warschau, Prof. Dr. E. Baneth. Berlin, Priv.-Doz. Dr. D. Baumgardt, Berlin. Dr. Hugo Bergmann. Jerusalem, Dr. Siegfried B e r n f e l d , Berlin. Ad. B ö h m , Wien. Dr. Mar B r o d . Prag. Prof. ll. C a s s u t t o. Florenz, Prof. Arthur Cohen, München. Rabb. Dr. Emil Cohn, Berlin, Rabb. Dr. Jacob Freitüitiui, Posen, Paul G o o d m a n , London, Prof. Alfr. Grotte, Breslau, Prof. Inlins G u t t m a n u, Berlin, Sylvaiu Halff. Sekretär der „Alliance Israelite llniverselle", Paris, Rabb. Dr. Mar Joseph, Stolp, Dr. Fritz Kahn. Berlin. Prof. Samuel Klein, Iernialem. Dr. Hans K o h n , Jerusalem, R.A. Dr. Mar Köllen scher. Berlin, Prof. Samuel K r a n ß . Wien, Reg.-Rat I. K r e pp e l, Wien, Dor. A. Lewkowitz. Breslau, Prof. H. Loewe. Berlin, Prof. G. Mahler, Budapest, Prof. Siegfried M a r ck, Breslau, Oberrabb. Dr. D. F.Markus, Konstantinopel, Schachmeister I. Mieses, Leipzig, Dr. Louis O u u g r e, Generaldirektor der Ica", Paris. Rabb. Dr. P. R i e g e r . Stuttgart, Prof. Dr. Gottfried Salomon, Frankfurt a. M., Prof. Dr. S i m o n s e n , Kopenhagen, Rabb. Dr. Jacob Sonderling, New Port, Rechtsanwalt Heinrich Stern. Berlin. Frl. Dr. Selma Stern. Berlin. Doz. Dr. h. Torczyner, Berlin, Davis T r i e t sch Berlin. Prof. Dr. Gotthold Weil, Berlin, Frau S'ddy W r o n s k y , Berlin, Robb. Dr. Z c e g l e r , Karlsbad usw.