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KC-Mitteilungen · 1927-05-15 · Heft 5 (15.5.1927) · p. Seite 24

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 5 (15.5.1927)
Date
1927-05-15
Page
Seite 24 (sequence 2)
Language
German
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24 |g>=<äl flkademifcfie und öligem. flacfiricfiten losaai Kammerwahlen an der Technischen Hochschule in Wien. DaS Nachrichtenblatt der Deutschen Studentenschaft teilt folgendes mit: Vom 30. März bis 1. April fanden an der Technischen Lochschule in Wien die Wahlen in die Kammer der Deutschen Studentenschaft statt. Von 2610 Wahlberechtigten, also von allen volleingeschriebenen deutschen Hörern, haben 2150 ihre Stimmen abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 61,25"/, entspricht. 'Auf die „Völkische Front" entfielen 1730, auf die „katholisch-deutsche Gruppe" 100 Stimmen. Demgemäß hat die völkische Vifte 20, die katholischdeutsche Gruppe 5 Mandate. Entgegen den Meldungen der Sozialdemokratischen Wiener Presse, das; die Wahlen vollkommen unkontrolliert stattfanden, mus; fcstgestellt werden, das; die Wählerlisten volle 6 Tage zur Einsicht auslagen, das; ferner alle Wandlungen der Amtswalter und Wahlbeamten unter der Kontrolle der Oeffenttichkeit standen, und das; jedermann das; Recht zur Einsichtnahme und Beschwerde hatte. Die Stimmenzählnng und Mandatsverreilung erfolgten in voller Oeffenttichkeit unter .Kontrolle der Zerren .»osrat Prof. Dr. Ing. K o b e s, l>>ofratProf.Dr.Ing. Flamm, Aeltesten derDeutschen Studentenlchafr Dr. F tl h v e r. Die gesamten Wahlakten wurden von Lerrn L>ofrat Aniversitäts-Prof. vr. Äans Frisch überprüft und die Durchführung der Wahl wie ihre Resultate als zu Recht bestehend erkannt. Besondere Beachtung verdient folgende Feststellung: Bei Durchführung des a l l g e m e i n e n Studenten rechtes an der Technischen L o ch s ct> u l e in Wien würde sich die Zahl der Wahlberechtigten um 176 (Anzahl der inländischen jüdischen ordentlichen Lörer), also auf 2822 erhöhen. Selbst für diesen Fall ergibt sich eine Wahlbeteiligung von 7 6"/,. Es zeigt sich somit, daß mehr als 3/4 der gesamten Studentenschaft für die Beibehaltung des Stu - dentenrechtes auf volksbürgerlicher Grundlage s i n d. Das vulgäre Wort: Wirf die Katze wie du willst, sie fällt immer auf die Beine, kann man bei dieser Meldung nicht unterdrücken. Wie oft haben sie uns erzählt, daß es die Ueberfremdung der Wiener Hochschulen ist, die ein a l l g e m c i n e s, d. h. alle Deutschen und deutsch-österreichischen Studenten umfassendes Wahlrecht verhindert? Jetzt ergibt sich plötzlich, das; 76°/, der Studenten nicht etwa Deutsche sind, nein davon sind cs viel mehr, sondern allein völkische. Also ist es wohl Angst ror den 21"/,. uichtvölkisch Denkenden, die jetzt noch ein vernünftiges Srudentenrecht verhindert, denn nur ein allgemeines Srudentenrecht kann doch eine tatsächliche "'lbstverwaltung sein. Aber sei es, was und wie e .volle. Man wird sich diese Zahlen merken müsseenn man wieder von der „Berjudung" hört. Deutsch-Akademisches Olympia 1927. Der Rektor der Universität Königsberg erläßt folgenden Aufruf: Am 23. und 21. Juli 1927 findet in Königsberg, des Reiches östlichster Universität, das VIII. Deutsche Akademische Olympia statt. Wir, die Dozenten- und Studentenschaft der ehrwürdigen Albertus-Universität, begrüßen diesen einmütig gefaßten Beschluß des Deutschen §wchschulamtes für Leibesübungen aus freudigem löerzen. Zeigt er doch, daß.man im Reiche die gewaltsam vom Mutterlands lcsgeriffene Ostmark nicht vergessen hat. Kommilitoninnen und Kommilitonen in Süd und West, in -Nord und Ost, auch Ihr, die Ihr jenseits der willkürlich gezogenen Reichsgrenzen einen schweren Kampf führt, eilt in die hartbedrängte Ostmark, zeigt an historischer Stätte, daß auch die Akademiker gewillt sind, ihren Leib zu stählen, daß sie es mit diesem „Dienst am Vaterlande" ernst nehmen. Schon jetzt versichern wir Euch alle eines herzlichen Empfanges. Gute, von Euren erwählten Fachvertretern im Dehofl als vorzüglich anerkannte Kampfstätten erwarten Euch. Auf ihnen werdet Ihr unter Leitung erprobter Schiedsrichter die Kämpfe in den verschiedensten Arten der Leibesübungen austragen. Das VIII. Deutsch-Akademische Olympia soll die größte turnerische und sportliche Veranstaltung des Ostens werden, von der wertvolle Anregung für den gesamten ostdeutschen Sport ausgehen soll. Darüber hinaus soll es eine große vaterländische Kundgebung, ein Bekenntnis der Treue unserer gesamten Studentenschaft zum Deutschtum in den bedrohten Grenzlauden sein. Unser allverehrter Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Krudenburg, .der Befreier Ostpreußens, Ehrenbürger und vierfacher Ehrendoktor der Albertina, wird gebeten werden, das Ehrenprotektorat für das Fest zu übernehmen Ja, wir hoffen, ihn bei uns begrüßen zu können. Kommilitoninnen und Kommilitonen aus allen Gauen des Vaterlandes, folgt unserm Ruf und kommt 1927 nach Königsberg. Zieht die Straßen, die Eure Vorfahren vor 700 Jahren zogen, um das Land östlich der Weichsel dem Deutschtum wiederzugewinnen. Äelft uns, wie jene wackeren Streiter im weißen Ordensgewand mit schwarzem Kreuz, das hartumkämpfte Bollwerk deutscher Kultur im Osten zu schützen. Anrudern der K. C.-Ruderriege zu'.Verttn-Wannsee. Die K. C.-Nuderriege zu Berlin-Wannsee eröffnete offiziell den diesjährigen Sommerbetrieb am 1. Mai d. 3. mit einem Anrndern sämtlicher Boote nach Gatow. Am die Verbindung mit den dem Ruderbetrieb bisher gleichgültig gegenüberftehenden Mitgliedern des K. C. zu Berlin aufzunehmen, waren. Einladungen zu diesem Fest an eine beschränkte Anzahl hiesiger K. (£. er und Sportinteressenten ergangen. Zu unserer großen Freude folgten fast alle Eingeladenen der Einladung, so daß wir 80 Gäste begrüßen konnten. Zu unserem großen Leidwesen war aber keine der hiesigen K. E.-Organisationen (Verbindungen, Altherrenverbände, G. A.) unserer Einladung gefolgt, was aufs Reue die betrübende Tatsache vor Augen rührte, wie wenig Anteil von seiten der Organisatio.» an unserer Tätigkeit genommen wird, obwohl wir >lns die größte Mühe geben, auf erponiertem Posten das neue K. E.-Sportideal zu verwirklichen. Das Fest war durch das gute Wetter sehr begünstigt, da pünktlich nach dem Kalender der Mai mit Sonne seinen Einzug hielt. Nachdem die Boote, ein kurzes Schaurudern auf der Havel vorgeführt hatten, fand eine gemeinsame Kaffeetafel statt. Der

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