KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 3-4 (30.3.1927)
- Date
- 1927-03-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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K.C.-Mit teil ungen Mitteilungsblatt der im Kartell - Convent der Verbindungen deuticber Studenten jüdilcfien Glaubens vereinigten Korporationen. Anzeigen-Anncchm» durch den Verlag und das K. L -Büro Preis M. für dir einfach gespaltene Zeile nach Nndalf ITIoife Zrilenmeffer tlr IS. Bezug nur gemeiniam mir den K L.- Blättern. Bezugspreis hall jährlich 2,5<> Mark zuzügl. u,50 M. pongrbühr. Abonnrmenlsbestellongen durch den verlas und da» K. C - Büro._ „Die Verbindungen im K. £. stehen auf dem Boden deurschoaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Anlisenulismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Jaden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Aechtsgemeinschaft mir dein deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volks»!! bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für di« politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden «inzutreten. — Der K. <L. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbefirrbungen innerhalb des Judentum» nehmen die Verbindungen im K. £.' keine Stellung, soweit dies nicht durch Abs. l und 2 bedingt ist.' 1927. BEREU], den 30. fDärz | nr. 3/4. Dnhali l Akademische und allgem.Nachrichten S. 15. — Verbandsnachrichten S. 18. — Wohnungsänderuiigen S. 20. — Stellenangebote S. 20. — K. C.-Veranstaltungen S. 20. — Verbindungen, A. L.- und Landesverbände im K. C. S. 22. laisiDI flkademilcfie und allgem. nacfirichfen Idibic]| Ohrfeige, unbedingte Satisfaktion und Corps „Suevka" in Freiburg i. B. (Lin Inaktiver der Verbindung im K. C. „Thuringia" hatte am 30. Dezember 1926 mit dem inaktiven Burschen Schwarz des Corps „Suevia"- Freiburg einen Zusammenstoß im Inneren der Stadt Breslau und gab in dessen Verlause dem Schwarz wegen einer beleidigenden antisemitischen Aenßerung — Verweigerung der Satisfaktion dem Juden als solchem gegenüber — eine Ohrfeige. Da Herr Schwarz bis zum 14. Januar 1927 nichts von sich hören ließ, hat die Thuringia mit Schreiben vom gleichen Tage dem Corps Suevia diesen Sachverhalt mitgeteilt. Das Corps Suevia hat es aber bis zum 10. März 1927 auch nicht für erforderlich gehalten, zu der körperlichen Züchtigung eines seiner Angehörigen Stellung zu nehmen. Die Unterfertigte teilt diesen Sachverhalt der Oesfentlichkeit mit und nimmt an, daß das Corps Suevia die Ohrfeige als wohlverdiente Züchtigung für das strafwürdige Verhalten seines Corpsburschen Schwarz angesehen und daher wort- und tatlos eingesteckt hat. Austritt der D. V. P. aus' dem Hochschulring deutscher Art. Zu der Reichstagung der volksparteilichen Hochfchulgruppen. Als der Hochschulring deutscher Art mit einer Resolution gegen den preußischen Kultusminister Dr. Becker an die Oesfentlichkeit trat, rückten die hochschulgruppen der Deutschen Volkspartei in einer auch von uns veröffentlichten Erklärung von dieser Einstellung ausdrücklich ab. Besondere Beachtung kam daher der diesjährigen Reichstagung dieser Gruppen zu, die denn auch die letzten Bindungen mit dem £j. d. A. beseitigte. Sicherlich werden weitere Folgen sich bald zeigen, denn die „Arbeitsgemeinschaft völkischer Akademikerverbände" wird diesen Warnungsruf ebenso wenig übersehen können wie die _ waffenstudentischen Verbände, denen zahlreiche Wähler der D. V. P. angehören. Auch wird durch diese Beschlüsse den oft wiederholten, aber hierdurch nicht richtiger werdenden Redensarten der Boden entzogen, daß die D. V.P. sich in der Verfassungsfrage zu den unentwegten Beschützern der völkischen Mehrheit zählt und gegen den Kultusminister steht, was wahrheitswidrig selbst das Blatt des A. D, B., das Organ des Bundes, dem Stresemann angehört, behauptet. Ein gewiß unverdächtiger Berichterstatter, die „Deutsche Akademikerzeitnng", weiß über die Tagung folgendes zu berichten: Die Reichstaglmg der Hochschulgruppen der Deutschen Volkspartei, die in diesem Jahre in Freiberg in Sachsen abgehalten wurde, fällt in eine Zeit stärkster hochschülpolitischer Aktivität und Erregung, die in erster Linie durch den Verfassungskampf der Deutschen iLtudenten bedingt sind. Damit war auch das Hanptthema für die volksparteiliche Hochschulbewcgnng ans ihrer Freiberger Tagung, die von etwa 60 Vertretern von 28 Hochschulen beschickt wurde, gegeben. Entsprechend der stark außenpolitischen Einstellung der Partei begann man mit den FräHn^der studentischen Auslandarbeit und Außenpolitik, worüber Dr. Walter Z i m m e r m a n n berichtete. Wenn er die Forderung anfsteUte, daß die Verhandlungen über die Stiftung, die deutscheii Studenten das Studium im Auslände ermöglichen soll nicht länger verschleppt werden dürften, so war dies eine große Mahnung an die beteiligten amtlichen und studentischen Stellen. Die Aussprache über die hochschulpolitische Lage im Innern wurde eingeleitet durch ein Referat von Dr. Göpel, der vom Standpunkt der volksparteilichen Hochschulbewegung die Entwicklung der Deutschen Studentenschaft in den Jahren 19 l9 bis 1927 tennzeichnete und eine gewisse Wiederkehr und Parallelität der Ailschannngen aufzeigte. Die Entwicklung der hochschulpolitischen Borgänge hat ja gerade in der letzten bewegten Zeit des Studentenrcchtskonftlkts die Meinungen vielfach recht hart ailfemanderprallen lassen, so daß die scharfe Kritik, die Dr. Göpel insbesondere an der Haltung des D e u t s ch e »i H o ch s ch n l r r n g s und seiner Tätigkeit übte, der grundsätzlichen Einstellung der volksparteilicheil Hochschulgruppen entsprach, wie sich dies in der anschließenden Aussprache deutlich zeigte. Das