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KC-Mitteilungen · 1927-02-15 · Heft 1-2 (15.2.1927) · page 1

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 1-2 (15.2.1927)
Date
1927-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K.C.-Mitteil ungen Mitteilungsblatt der im Kartell - Consent der Verbindungen deutidier Studenten IBejng nur gcmcinfam mit Otn M. L.- I jOdticben GitHlbdlS Sldtttm. Bezugspreis halbjährlich I . . , „ vereinigten Korporationen. laa und da, R. L.. Büro. | r——*——, ~\ „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Baden deulschvaierländifcher Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewuhten Juden, dl, im Bewußtsein, dag die deutschen Zuden einen durch Geschichte, Aulmr- und Nechrsgerneinschaft mir dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen volksleii bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für di« politische und gesellschaftlich« Gleichberechtigung der Juden rinzutretrn. — Der A. € lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrrbungen' innerhalb des Judentum» nehmen dir Verbindungen im A. £. kein« Stellung, soweit dies nicht durch Abf. 1 und 2 bedingt ist." Anzeigen-Annuhnie durch den Verlag und da» R. £ -Büro. Preis M. ,'är di» einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Masse Zrilenmeffer Nr >5. 1927. BERbin, den 15. Februar J nr. 1/2. Unhold Staatspolitische Schulung?! S. l. — Akademische und allgem. Nachrichten S. 3. — Verbandsnachrichten S. 7. — Vücherschau S. 9. — Wohnungsänderungen S. 10. — K. E.-Veranstaltungen S. II. — Inserate S. 13. — Verbindungen, A. Sb.* und Landesverbände im K. C. S. 14. Slaatspolitrsche Schulung?! Von Wolfgang Siegbert Matzdorss (Neo°Frib., Sprev.) In dem Angenblick, in dem ernstlich von Staats wegen eine Revision des Studentenrechts in Angriff genommen wird und die „Deutsche Studentenschaft" ihre Felle fortfchwimmen sieht, veröffentlicht das Vorstandsmitglied der D. St.. Herr Ullrich Kerftcn, im letzten Nachrichtenblatt der Deutschen Studentenschaft unter dem Titel „Die sachliche Arbeit der Deutschen Studenten» schast" eine Art Rechenschaftsbericht, in dem er über die politische Erziehungsarbeit des staatspolitischen Amts der D. St. folgendes schreibt: „.... in erster Linie sucht es das Ziel der Heranbildung zu verantwortungsbewußten, die Daseinsfrage des deutschen Volkes beherrschenden und Volk und Staat dienenden Menschen aus dem Wege der politischen Erziehung zu erreichen, die dem jungen 'Akademiker das Rüstzeug für die Erfüllung seiner staatsbürgerlichen Pflichten liefern soll...." Zur Illustrierung dieser an sich jedem deutschen Studenten, gleichviel welcher politischen Einstellung er sein mag, aus dem Herzen gesprochenen Worte sei aus der Praris von einem Schulungskursus der Deutschen Studentenschaft erzählt, an dem Schreiber für das staatspolitische Amt der Berliner Universität teilgenommen hat. Die Deutsche Studentenschaft veranstaltete in der Zeit vom 10. bis 13. Januar in Bremen einen Kolonial-Schulungskursus, bei dem prominente Vertreter der deutschen Koloniatpolitik und »Verwaltung der Vorkriegszeit das Wort ergriffen. In den Referaten wurden die ehemaligen deutschen Kolonien in wirtschaftlicher, staatsrechtlicher und politischer Hinsicht behandelt,^ außerdem fanden Führungen durch das Städtische Museum zur Darstellung der Entwicklung der Kolonialprodukte sowie durch die Stadt Bremen und die Hafenanlagen statt, um den anwesenden Studem.n die Handels- und kolonialpolitisch bedeutsamen Anlagen zu zeigen. Die Referate selbst bewegten sich insofern in einem zu einseitigen Rahmen, als überwiegend die Ergebnisse und Erfahrungen der Vorkriegszeit, bezogen aus die deutsche polnische Lage der Vorkriegszeit, in Betracht gezogen wurden. Lediglich in einem Referat des Herrn Gouverneurs Dr. Theodor Seitz-Beriin über „Die deutschen Kolonien unter dern Mandatsystem" wurde auf die Verhältnisse der 'Nachkriegszeit, wie sie durch die Völkerbundsakte und das Mandatsystem gegeben sind, Bezug genommen, und es sind hier sicher zum ersten Male die staatsrechtlichen Fragen, die sich aus der Völkerbundakte über die Kolonien ergeben, vor der Studentenschaft behandelt worden. Leider vermißte man in den übrigen Referaten Worte wie die des Herrn Dr. Seitz: „Der Besitz der Kolonien, der schon wegen des steigenden Bedürfnisses nach tropischen Produkten zur Lebensnotwendigkeit wird, wäre für Deutschland schon deswegen zu wünschen, weil er auch der Innenpolitik eine g r ö ß e r e Elastizität verleiht, wie die Entwicklung seit dem Beginn seiner kolonialen Tätigkeit zeigt. Ein Volk, das wie das deutsche durch tausend Fäden mit der Weltwirtschaft verbunden ist, m u ß Weltpolitik treiben und ein wesentlich Stück der Weltpolitik ist die Kolonialpolitik." Freiherr v. Rechenberg kam als einziger der fünf Referenten des Schulungskursus aus die Beziehungen der gegenwärtigen deutschen Außen- Politik und der deutschen Kolonialpolitik zu sprechen: „Es ist eine Möglichkeit da, wenn das

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