KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 2-3 (15.3.1926)
- Date
- 1926-03-15
- Page
- Seite 16 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Qtftr tMufoii auch an tiofcc Stelle unfcrm lieben i.a.B. 1'cnnn, der troi) seines kurz bevorstehenden StaatseramenS das Flichsmajorat bis zlir Rezeption innehatre, für seine Verdienste um die Erziehung unserer Füchse. Mir blicken auf ein selten erfolgreiches Semester zurück. Durch die Veranstaltungen der Verbindung konnten wir nicht nur ein erfreuliches Korporationsleben durchführen, sondern sicherten uns auch durch unser Auftreten nach außen hin unser Ansehen und unsere Stellung der Philisterschaft und den anderen Lkorporationen gegenüber. Seinen änderen Ausdruck fand dies bet der Gefallenengedenkfeier der Universität, bei der wir durch Senatsbeschlus; an erster Stelle, d. h. zwischen der Fahne der Universität und den übrigen Korporationen chargierten. Aachdem wir bei einigen Veranslaltnngeti. bei denen uns zngeinntet wurde, an letzter Stelle -zu chargieren, offiziell nicht vertreten waren und die Deffentlichkeit von den Gründen in Kenntnis gesetzt Hallen, nahmen sich auf unser Drängeil Vektor und Senat der Sache an und regelten die Ehargierordnung von sich ans. hiernach stehen wir als gleichberechtigter Verband neben der Vertreterversainmluug; es lverden in der sfolge die Verbände abwechselnd air der Spitze chargieren. Vel den Aslawahlen stellten wir eine eigene Liste auf und erhielten einen Sit; in der Kammer. Der rheinische Karneval wurde durch ein prächtiges rVoslümsest eingeleitet, das wohl ein voller Erfolg für die Verbindung war. Gegen Ende des Semesters fochten wir m Mürzbürg gegen eine verebrliche freie schlagende Verbindung „Salia" drei Partien Schläger und paukten sämtliche aus. Weiterhin fochten wir in Heidelberg eine Partie Schläger lind paukten wiederum ans. In der letzten Woche des Semesters rezipierten wir die a. F. a. F. U'abn und Löweuherz. ''Auf dem Schlußeonvent wurden inaktiviert die a. B. a. B. Bur» bäum, Joseph. Lsster, Putziger lind Vosenberg. Wir beurlaubten unsere a. B. a. -A .N.ihn, jkatzenstem und r>ümmel zu einer l. iv. V. „Aassovia". Aicht vergessen wollen wir, darauf hinzuweisen, das; auch von -Bonn null elldlich die fremde Besatjung weggezogen ist. Wir hossen daher, zu Anfang des kommenden Sommersemesters eine große Anzahl jrartellbrüder im befreiten Bonn begrüßen zu känicen. HiiKro 1. A. H. -31. f>. bitten wir an dieser Stelle, die Adressen von rkeilsüren nnserer F. E. mitteilen zu wollen. Biadrina, Darmstadt. Da wir einen ausführlichen Semesterbericht an unsere A. d). A. V>. gesandt haben, können tvir uns damit begnügen, einen kurzen Ueberblick über die wesentlichen Ereignisse des W.-S. bis zu den Weibnachtsserien zu geben. Da wir zu Beginn deS Semesters nach der Inaktivierung von a.B. Heinz Wolss und noch einen aktiven Burschen iin 5. Studiensemester und einen Brander hatten, waren tvir vor die Frage der Suspension gestellt. -Aber unsere Begeisterung zur Verbindung wie taktische Gründe liesien uns gern von einem derartigen Schritt ''Abstand nehmen, L>bschon das Studium heute den einzelnen iin höchsten Maste in -Anspruch ninunt, ztlntal wenn er int 5. Sludieusemester steht, so ist es um so erfreulicher, sestznstellen, dast alle Bbr. Bbr. sich der Verbindung zur Verfügung stellten und eS so ermöglichten, dast der Verbiildnitgsbetrieb »n vollem Umfange aufrechterhalter» werden kon'.tte. Und die Erfahrung bat gezeigt, dast man auch heute noch im 6. Seinesier vollaktiv sein kamt tmd die Leitung der Verbindung zu übernehntetl vermag, wenn man nur mit der erforderlichen Begeisterung uitd Liebe sich der guten Sache widmet. Wir beabsichtigen hiermit durchaus nicht, uns ein Eigenlob auszustellen. Wir wollen hiermit lediglich bekrmden, daß alle Schtvierigkeiten, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, nicht imstande sind, uns linseren jugendlichen Idealismus zu nehmen. — Es ist vor allem zu begrüstcn, dast es uns gelungen ist, mit dem Reichs bund jüdischer Frontsoldaten gute Beziehungen angeknüpft zll haben. Wie bereits irn Sontmer-Seineftcr halten wir auch jetzt regelmästig Tendenzburscheitstunden ab. Durch selbstgcwäblte Vorträge versuchen wir uns gegenseitig zti belehren tlnd tiits insbesondere mit deit Problemen der Gegemvart vertraut ,\u iitacheir. Wir habeit bisher mit diesem Prinzip gute Ersahrungeir geinacht. Da jedoch die -Anforderungen des Studitlins uns die Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben ersthtvercn, haben wir uns, mir keine Lütke entstehe» zu lassen, mit Erfolg all eiitige prominente Persönlichkelten gewandt uild sie gebeten, bei ll»s Vorträge zll halten. Herr Rabbiner Dr. Dieilemann sprach bereits über das Thema: „Jüdische Persönlichkeiten des Ilt. Jahrhunderts". Der Vortragsabend, der auf unserer Kneipe stattfand, erfreute sich eines regen Besuches seitens der Philisterschaft. Vertreter des Reichsbundcs jüdischer Frontsoldaten lvie auch der Loge hatten unserer Einladuilg Folge geleistet. Iiabbiiler Dr. Diencmann, Rabbiner Dr. Italiener, A. H. Dr. LazarllS lind Kbr. Dr. Freund lverden voraussichtlich noch iir diesem Senlester bei uns Referate halteil. Gleichzeitig nlöchteil lvir and) an dieser Stelle de» Geschäflsführenden -Ausschuss bitten, in diesem Semester lvieder eine Schulungswoct>e für Flichsinajore z>l verailstalten^ denn es lvird hierdurch deri einzelnen Vertretern Gelegenheit geboten, auf Grund ihrer neuerlvorbenen .Kenntnisse im Kreise ihrer ^sinldesbrüder positive -Arbeit zu leisten, vorausgesetzt natürlich, dast sie mit der erforderlichen Gelvisseilhaftigkeit das neue Material bearbeiten lind in den Tcndenzburschenstllnden einen allssührlichen Bericht über die gehaltenen Referate erstatten. -Aiilästlich des Besllches von Hindenburg in Darmstadt chargierten lvir an der Spitze des Reichsbllndes jüdischer Frontsoldale», da die Ltildenteilschast llns auch diesmal einen entsprechende» 'ptafj innerhalb des Inges versagte. Wir haben selbstverständlich der«?cektor hiervoil nnverzüglich?.Aitteiluug gemacht, der sich ohne weiteres mit linferer Handlungsweise eiilversiandei» erklärte und uns gleichzeitig versprach, in Iilkllnst für eine auch uns gerecht werdende Dlirchsührung aUgerileill studentischer Feiern Sorge zll tragen. In der letzten Kammersiyung konnte sich i. a. B. K'reielsheimer in dei» Ausschuss für die Bearbeitung einer allgemeiil studentischen Ehrenordnung wählen lassen, obschon wir zur Ieit keinen Vertreter in der Kammer haben. Der Paukvertrag mit der „Salia" Mürzburg wird in Genleinschaft mit einer l. K'. V. „Rheno Silesia" auf neuer Grnirdlage abgeschlossen. Philistricrt wlirde nach bestandenem Haupteramen unser i. a. B. Fritz Vogel. „Friburgia", Königsberg. Die zweite Hälfte des Wiillersemesters verlief, trotzdem sich die Lage der Verbindung kaum wesentlich gebessert hatte, zufriedenstellend. I»i Mittelpunkt der Veranstaltungen standen die regelmäßigen wissenschasllichen Abende mit Vorträgeil der Bbr. Bbr. über verschiedene Themen, wie z. B. „Kleber den Pazifismus", „Die politischeil Parteieil und der Autisemilismus", „Palästina" usw. 'iAußerdcm hielt Herr Syndikus Sabatzky vom E. V. einen Vortrag über „Heinrich Heine als Renegat". Unser Stiftungsfest feierten wir in Form einer Kneipe, auf der wir fast sämtliche ortsanwesenden A. h. A. H. und Kbr. und Kbr. begrüßen konnten. Auch Vertreter des C.V. und unseres Freundevereins waren zugegen. Gegen Ende des Semesters feierten wir in unseren Räumen einen wohlgelungenen kleinen Tanz-