KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 1 (15.1.1926)
- Date
- 1926-01-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Mitteilungsblatt der im Kartell - 6onvent der Verbindungen deuticber Studenten jüdiicben Glaubens vereinigten Korporationen. „P!r vcrl'ittdllii.it'ii Im K. <L auf b«m llobim d>'ii!s.l!».il«rl.»»k>i>>i)«r OWnnwmj. Sir l'»!>«» .z,v«,k d«„ 1t impf cjr.jj-tt Örn in ftciilMom Sl»k>>mO'n,.I.'.,ft mit) die <F.i iljrft tllii.ilu-intr jii )«|hlln’um(|tim Hut),-,,. dt« im Uei»»>,II>m. d.itz di« de!,».l>„i 1»d«„ «i»«n ftur.h Kultur- und Mr.l/HijrmHniIfurt mir fern dm.'ihm O.iterhiiiO utrbmil-fnni Ovlhinl dttdeii. jr.i.rijrit l'fiott und imilmide (int), >,ir die pulilis.i,« und or>riil h.islii>I,r <^l>i.ht-«r« fiii-imi l der Huden eininireie». - D;t l(. i£. lr!;ni t>i« i^-ilrol’iin.ji'ii jurfofuiu} der t>rnr|.l;f;i Hudenji.ine u»ijerl>>>lb Orniitg m>. ,)!>. - ,Su puliril i)im und rcilijiiifm Soud«rI>«j»r>!m'i;«u imifiKill» dt» Hndeninm» ilfl;m«u die verdindmuien im i£. vC. keine Sirllnn.,. fmum die; ni.tjt dnr!> 1 und 2 l>edi,i<j! lit." L^rzu^ nur gemeinimn »nl den K. iE.* IMAtttm. i'fju^sprfis hall jährlich 2,50 Mnrk zuzünl. 0,50 111. poügei'ühr. Abonnemenisdefteilunuen durch den verlud und du» R L. - viikd._ Anjeioen-Annu'.iine durch den Verlag und du, lt. L > vuro. prei, I,— M. lue die einfuch gespui'rn« ,?(eile noch Nudolf Mdjje ,?i>n!enn,e!ier Nr 1926. BERLiin, den 15. Uanuar | flr. i. Dllhdlk Die berliner St. E.-ft'»uidgebuilg vom 15. November 1925 2. 1. — Einige Gedanken zur Wuchsen« erziehung 2. 4. — Verbandsnachrichten 6. 6. — Bücher- und Vlätterschau 2. 7. — ft E.-Beranstaltungen 2. 8. — Inserate 2. 9. Die Berliner K. C.- Kundgebung vom 15. November 1925. „Die Beschimpfung der Deutschen 2tndenten jüdiselien Glaubens — eine 2 cbm ach für Deutschland ltnd die ' lautete die Parole, unter der der ft'. E. seine BerlinerAngehörigen an» Sonntag, de» >7».November 1925 im Plenarsaal des ehemaligen >5err> »banses vereinte. Irr dieser ftmidgehung waren Einladung;n an die Behörden und 'Parlanrente, an die Vertreter des allgenteindentschen und jüdischen politischen und geistigen Gebens und an die 'Presse aller Nichtnngen ergangen. Ueber den eigenerr ftreis rrnd seine engeren Freunde binartS wollte der Verband zur Oeffentlichkeit sprechen, fteine „Flucht in die Oeffentlichkeit": wer Znsltlcht sucht, srrcht .Pilse; den Kamps, den wir führen, sonnen wir weiter mit eigener ftrast führen, Ueberbanpt nicht von unserem ftamvf sollte in erster Linie die Nede sein, sondern das Treiben der Völkischen 2tudemen, das den ehrlichen Namen Kampf schon lange nicht mehr verdient, sollte allen denen, die im öffentlichen tVt'c» wirken, gezeigt werden. 'Wir in -streu es ihnen einn»al sagen, da» sie »licht länger untätig z»sel>en dürfen, wenn die aladeniische Jugend, die Deutschland seine Fülirrr geben soll, sich über Neebt und NlUerliehkeit hiinvegseig und »venn sie in ihrem Bestreben eine Minderheit ihrer Konunilitonen zu vergelvailigen bei den akadenlische»» Behörden nicht immer den gebotenen Widerstand, ja hälisig einen ,y»m mindesten durch Passivität geu'ährten Nlictlialt siitdet. Wir empfinden eine Unwahrheit darin, »venn inan überall in den politischen Parteien vo»n 2lrebell "ich- Einheit, nach Volksgemeinschast sp..cht und dabei das 2chieksal des jüdischen 2tudenren nicht benierken »vill; 'wir fühlen eine ungeheure Gefahr für Deutschlands - Kultur, »venn an unseren Universitäten Zustände cingreisen. »vie sie früher nur knlknrsremde Länder gierten, eine Gefahr für Deutschlands Neebt, »venn eine Minderheit kein Neebt sindet, eine Gefahr für Deutschlands Freiheit, »venn seine Fugend nur mit Gewalt zu »virken glaubt. Wenn »vir all dies empsinden, dann diirfen »vir - es nicht für »ms bewahren, sondern müffei» es anssprcchen. 2o trat der Verband an die Oeffentlichkeit aus dem Gefühl einer Pflicht heraus, einer Pflicht zun» „j'sceuso". Einige hundert Gäste »varen geladen. Etwa ein halbes Lu,»dort der Einladung gefolgt? Den Faktor der Inanspruchnahme durch die Pflichten der öffentlichen und ine besondere des Berliner ösfentlichen Gebens bei den Geladenen — und natürlich auch den Faktor der Gleichgültigkeit — halten »vir von vornherein nicht gering eingeschänt. Wir »varen daher durch das Nichterscheinen so vieler nicht enttäuscht, zumal eii» grostec Feil von diesen, der eine und andere in recht bemerken^, »verteil Worten, »venigstens schriftlich sein Interesse an nilse rer Veranstaltung bekundete, Und auster unseren Freunden ans den uns nahestehenden jüdischen Organisationen, ansier den Vertretern ans dem Lager unserer jlldisthen Gegner sahen »vir doch eine groste Zahl derer, an die unsere 2liiiiine gerade an diesenr Saqc bofo»lct0 eindringlich dringen sollte. Auch die Presse »var stark vertreten. Und daß die Berliner ft'. C'er mit ihren Angehörigen den 2aal bis auf den letzten Play füllten, verlieh der ft'lnrdgebung auf jeden Fall eine heilsame Wirkung für den inneren Zusammenhalt unseres Berbandes iir Berlin. Drei Nedner sprachen ohne Disknssion. Nach den Begrüstiinasworten des Vorsitzenden des Geschäft, führenden Ausschusses Kartellhrnder Lnd»oig Holländer gab Kartellhrnder L e r »I a II » Ber lat einen l>istorischei» '.'lbrist über die Ent»vi«klnng der 2telli>ng des jüdischen 2tnde>»ten an den Universitäten seit dem Kriege und zeichnete an Dand der einzelnen Geschehniffe das heutige Vild. Er schilderte den Geist der Korporationen, den Weg, den die allge»neil»e Deutsche Studentenschaft von Würzburg her bis iir die neueste Zeit gegangei» »var, die einzelne!» Erjchei>»nngsformen des Kanlpses gegen die jüdischen 2tllde»ike>» und die Ctellnirg der .pochschulbehördei». Er schlost »nit eine»n Pinweis ans das grllndlegeild Neue in der studentischen Bewegung, das' r e v o l u. t i o näre Prinzip, das die »nodernen völkischen Bestrehlingen der Studentenschaft von ihrer frühere!» antisimitischen Einstellung in Einzelfrage»» unterscheidet. Mit dem inneren Wese»» der völkische,» Be»vegang setzte sich Zk'artellbruder Bruno W e i l auseinander, »väbrend den ^lnfsch»vn»»g auf die Plattform deS sittlichen Gedankens das Schlnstivort von y> o 11 ä »der gab: )>» der Maffenbe»vegnng des a»»tisinritisthen Kampfes entfchlägt sich der Einzelne des GefiihlS seiner persönlichen Verantwortung und verliert dainit sich selbst; danrin müstte es das Bestreben der Leiter der Jugend sein, aus einer solchen Ve»vegung die ihnei» Anvertra»»ten fern zu halten und sie zu sitt.