KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 10 (15.10.1925)
- Date
- 1925-10-15
- Page
- Seite 79 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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79 1 \7erbandsnadmcfi1en E (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 30. Oktober an die Schriftleitung cinzureichcn.) „Bavaria", Heidelberg. Das S.-S. endete mit dem wohlgelungenen 35 jährigen Stiftungsfest. Der Begrüßungsabend schon brachte uns, wie auch erwartet, eine stattliche Zahl A. L. A. Sb. mrd auswärtige Bbr. Bbr. sowie S?br. Kbr. nach unserem Alt-Leidelberg. Die ausgezeichnete Tendenzrede unseres lb. A. £>. Dr. Jacob Marx, Karlsruhe, gab dem am nächstfolgenden Tage stattgesundenen Festkommers ein würdiges Gepräge. Es sei an dieser Stelle unserem lb. A. Sb. nochmals gedankt. Ebenso danken wir unseren l. KV. KV., die durch anerkennungswerte Mitwirkung unser Fest zu verschönern in reichlichem Maße beitrugen. Zm Mittelpunkt des Ganzen stand die Einweihung der Gedenktafel für unsere auf dem Felde der Ehre gefallenen Bbr. Bbr. Der Vorsitzende des A. Sb. V., unser l. A. L. Dr. Mainzer übergab in einer eindrucksvollen und tiefempfundenen Rede die Tafel der aktiven Verbindung; sie soll der Aktivitas ein stetes Symbol für treue Pflichterfüllung sein, wie es die Farben unserer Verbindung, die Tendenz unseres Verbandes erfordern. Bei diesen Veranstaltungen durften wir auch die Vertreter der israelitischen Gemeinde, den Vorsitzenden der Ortsgruppe Heidelberg des Centralvereins, sowie den Vertreter der Freien Lochschulgruppe des Asta begrüßen. Auch das Damensest auf der Stistsmühle wird wohlallen Teilnehmern sicherlich in angenehmer Erinnerung sein. Der unser Fest beschließende kleine Ausflug ins Neckartal endete mit einer romantischen Bootfahrt. — So schloß das S.-S. Noch in den letzten Tagen erhielten wir eine Aktivmeldung. Lerr stud. jur. P. Meyer aus Bad-Dürkhcini meldete sich aktiv. Wir maktivierten unsere aB. aB Fritz Baron und Erich Fischer. Philistriert wurde unser iaB. Dr. Georg Altmann (Thur.) F. C. X Kurt Spiegel, Lauptstr. 142. F. C. XX Julius Schönebaum. Plöck34. F. C.XXX Josef Weil, Obere Ncckarstr. 16 a. Neo - Friburgia, Freiburg. Aeber die Gründe, die zur Suspension der Ghibellinia führten und über die jetzige Stellung der Verbindung in der Studentenschaft wird ein besonderer Artikel des K. C.-Redakteurs A. Sb. Berlak berichten. Zn dem eigentlichen Verbindungsbetrieb blieben die äußeren Schwierigkeiten, die in größeren Amrissen ja bekannt sein dürften, ohne erheblichen Einfluß. Die Offizine bestanden wie üblich aus 7 mal Fechten, 2 mal Leichtathletik, Konvent, wissenschaftlichem Abend, Spielabend, Kneipe, Exbummel und dem täglich stattfindenden Mittagstisch. Nur der Mittwoch-Abend, Sonnabend und Sonntag waren offizien- und kouleurfrei. Gefochten wurde von den kratzen Füchsen zunächst Schläger, von den anderen Bbr.Bbr. Schläger und Säbel. An den beiden Sportnachmittagen trieben wir allein Leichtathletik und Faustballspiel, Wr den Aniversitätswettkämpfen beteiligten wir uns nur anfangs des Semesters. So waren einige Bbr. Bbr. in der Aniversitätsmannschaft bei dem Staffellaus „Rund um Freiburg" aufgestält und verhalfen, wie dies auch besonders anerkannt wurde, der Mannschaft zum Siege. Später wurde uns eine Beteiligung wegen Verletzungen der in Betracht kommenden Bbr. Bbr. umnöglich. Kneipen fanden — schon um des Keilens willen — wieder häufiger statt, vor allem in Gestalt von Exbummeln, die uns in die altbekannten Bier- und Weindörfer der Amgebung führten. Dies war schließlich — neben unseren sonstigen Wanderungen — auch eine Methode, den Schwarzwald kennen zu lernen; und die Stimmnng war bei all diesen „Ausflügen" so gehoben, daß Bundes¬ und Kartellbrüdcr stets mit Freuden an die Exbummel zurückdenken werden. Dies mag ein Zeichen dafür sein, daß wir uns durch all die Mißhelligkeiten, die wir als Neo-Friburgen zu dulden hatten, nicht allzusehr Niederdrücken ließen. Im Gegenteil: wenn auch nach außen hin unsere studentische Fröhlichkeit nur bescheiden hervortreten durfte, so war doch das Leben innerhalb der Verbindung, gestützt auf ein festes Zusammenhalten aller Bbr.Bbr. ein freudiges und schönes. Die Bundesbrüderlichkeit, die gerade im vergangenen Semester inniger war als je zuvor, war cs auch, die uns über alles Trübe hinweghals. And so konnten wir, aus der Grundlage unseres in sich gefestigten Organismus, ohne Rücksicht auf alle Anfeindungen, eine Kciltätigkeit entfalten, die einen Erfolg hatte, der den aller anderen K. V. K. V. weit übertraf. Es meldeten sich im S.-S. folgende 11 Herren bei uns aktiv: stud. iur. Rudi Elias, Breslau stud. chem. Eugen Glückauf, Berlin stud. iur. Richard Jonas, M.-Gladbach ,, Fritz Kaiserblüth, Cöln „ „ Ernst Königsberger, Limburg „ „ Fritz Leeser, Lagen i. W. „ „ Wolsg. Matzdorff, Berlin „ „ Bernhard Sachsenhaus, Danzig „ „ Lans Schaul, Frankfurt a. O. „ Adolf Syrer, Bremen „ „ Lans Wallach, Cöln. Wir hatten also insgesamt eine Aktivitas von 20 Mann, zu denen noch 3 Inaktive und 4 Kbr. Kbr. kamen, die fast ständig bei der Verbindung warerr. Auch die ortsanwesenden A. L. A. L. Meyer und Lein standen tlns rrrit Rat und Tat beiseite und nahmen regen Anteil am Leben innerhalb der Verbindung. Am Ende des Semesters hatten wir die Freude, bei unserem 29. Stiftungsfest eine große Anzahl A. L. A. Sb. bei uns zu sehen. Getrieben von der Sorge um die Verbindung kamen sie nach Freibürg und verbrachten nach Erledigurrg des geschäftlichen Teils ein paar schöne Tage mit uns. Auch unser Verhältnis mit der Freiburger Philisterschaft war ein gutes. Wir veranstalteten zwei Damenseste, die zur Zufriedenheit der Beteiligten verliefen. Zum Dank dafür haben die Damen — abgesehen von vielen privaten Einladungen eine Geldsumme gesammelt, die uns zur Anschaffung einer neuen Fahne dienen soll. Wir schlossen das Semester am 25. Juli, um an dem K. C. - Tag teilnehmen zu können. Auch dort ver? lebten wir gemeinsam mit unfern A. L. Ä. L. und den Lerren Kbr. Kbr. einige schöne Tage. — Wir konnten am Ende des eigentlichen Festes gemeinsam mit einer l. K. V. Rheno-Silesia einen Pauktag abhalten, bei dem 8 Partien stiegen, und der zur Zufriedenheit verlaufen ist. Am K. C.-Sportfest nahm nur i. a. B. Batschinski mit größerem Erfolg teil (Sieger im Lochsprung, Dreikampf und 2. im Weitsprung). An der vollen Ausnutzung seines Könnens war er allerdings durch Krankheit verhindert. Den Preis für die beste Gesamtleistung mußten wir leider an die Vineta abgeben, doch wurde das Bild unserer wahren Leistungen stark beeinträchtigt durch das Fehlen gerade unserer besten Sportsleute.