KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 8-9 (15.9.1925)
- Date
- 1925-09-15
- Page
- Seite 67 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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67 schöner Cxbummel hinaus ins Siebengebirgc und der Ausflug, den wir am Tage -des Salicr-Pauktages mir unseren Gcgenpaulanten machten und der wie gewöhnlich mit einer Motorbootfahrt endigte, wird allen Aktiven unvergeßlich bleiben. And nicht zuletzt waren cs die Kneipen, die die Vbr. Bbr. einander näher brachten, die ihren Höhepunkt in der stimmungsvollen Semestcrschlußkncipc fanden. Trotz aller Verbindungsarbcit und Semestcrsreuden war der Arbeitsgeist der einzelnen Vbr. Vbr. ein sehr guter. I. a. V. Goldschmidt, a. V. a. V. Joseph und Oster bestanden das Physikum-Examen mit „Gut". Am Schluß-Konvent inaktivierten wir a. V. a. B. Gunz und Tuch und beurlaubten a. V. a. V. Putziger, Gummershcimer und Pick. Saxo-Vavaria, Leipzig. Durch die Arbeit, die innerhalb der Verbindung geleistet wurde, zeichnete sich unser letztes Semester aus. Leider war uns keine Gelegenheit gegeben, mit der Leipziger Philisterschasl rn Berührung zu kommen, wenn man davon aösieht, daß bei einigen größeren Kneipen Gäste geladen waren. Dies war aber nicht die Schuld der Verbindung, sondern dem ist zugute zu halten, daß die Leipziger Philisterschast in den Sommermonaten von Einladungen resp. Festlichkeiten Abstand nimmt. So kam es, daß die Verbindung, wie schon oben erwähnt, sich mehr ihrer eignen Arbeit .zuwenden konnte. Darum kann man wohl den Betrieb in diesem Semester als besonders gut bezeichnen. Wenn auch die Keiltätigkeit keine übermäßigen Erfolge zeitigte, so gelang es uns doch, zwei krasie Füchse zu bekommen. Die Offnen konnten entsprechend der Aktivitas zahlreich angesetzt werden. Wir hatten, abgesehen von Konventen, wöchentlich einen bis zwei Bier- oder Bowleabende resp. Kneipen, trieben fleißig Sport, indem wir wöchentlich zweimal schwammen, einmal ruderten und an den akademischen Sportnachmittagen regelmäßig teilnahmen. Wir fochten wöchentlich fünfmal auf dem Paukboden und zweimal beim Fechtlehrer. Außerdem machten wir viel Ausflüge in die Umgebung, wobei besonders der Himmelfahrtsausflug nach Bad Kösen erwähnt sei. Ferner hielten wir vierzehntägige Tendenzabende ab und hörten auf einem dieser einen Vortrag von Herrn Kbr. Dr. Blochert (Sprev.) über „Nationaldeutsches Judentum", wobei unser l. a. H. Rabb. Dr. Goldmann das Korreferat übernommen hatte. Wir chargierten zur Einweihung des Aniversitätssportplatzes, zur Rheinland- und Gründungsfeier der Universität und zum KC.-Tag. Wohl mit. Recht können wir behaupten, daß dieses Semester für die Verbindung ein recht erfolgreiches gewesen ist und für die folgenden Semester zu den besten Hoffnungen Veranlassung gibt. Wir hoffen, daß im nächsten Semester recht viele Kbr. Kbr. hierherkomme,r werden und können ihnen ein schönes Semester in Aussicht stellen. Rheno-Guestphalia, Köln. Die letzten Wochen des Semesters standen im Zeichen des bevorstehenden KC- Tages. Besonderen Wert legten wir auf das Sporttraining, zu dem wir uns 3 mal wöchentlich im Stadion trafen. Aber auch das Fechten wurde nicht vernachlässigt, so daß wir zum Pauktag in Bonn unsere a.F. a. F. Kahn und Schreiber Herausstellen konnten. Aktiv meldete sich noch Herr stud. rer. pol. Fritz Samson aus Essen. Unser lb. i. a. V. Spanier bestand vorige Woche sein Diplomkaufmannexamen nach der neuen Ordnung. Zum KE.-Tag waren wir in eumulo in Bonn und blieben zu allen Veranstaltungen dort. Wir danken hiermit unserer 1. K.V. Rheno-Silesia für die Gastfreundschaft und die schönen Tage, die wir in Bonn verleben konnten. Auf dem KC.-Sportfest starteten zum ersten Male Rheno-Guestphalen zu hartem Kampf und es errangen a. V. Vouscher im Kugelstoßen mit 8,24 Meter den ersten Preis und unser a.F. Schreiber den 2. Preis im 100-Meter-Lauf; ebenso dürfte a. B. Vouscher den dritten Preis im 3. Kampf erlangt haben. Am Montag den 27. 7. hatte die Vereinigung alter Kölner KC.er einen Wcrbcabend für den KE. veranstaltet, um die Stellung der Kölner Verbindung nach außen hin zu heben und Interesse für sie hervorzurufen. An Fernes berichtet noch mit: Wir fochten auf dem Pauktag in Bonn mit eine Partie Schläger 10 Minuten auf Waffen der Rheno-Silesia und stachen nach dem 24. Gang unberührt ab. Die Ansätze zu einem strammen Betrieb sind somit gemacht und Voraussetzungen zum Aufblühen der Verbindung im W.S. gegeben. Wir möchten an dieser Stelle die Kbr. Kbr. bitten, im nächsten Semester nach hier zu kommen, zumal auch das vorklinische Studium für Medizin hier eingerichtet ist. Auf unserem am 29. 7. abgchaltenen Schlußkonvent inaktivierten wir unseren lb. a. V. Max Frenkel und philistrierten unseren lb. i. a. B. i. a. V. Eugen Simson und Karl Heydt. Die Kreuze in Klammern erhielten alle Chargierten, außerdem noch der X das Band der Verbindung. Unserem lb. Kbr. Nathan verliehen wir das Band b. c. für feine Tätigkeit zum Wohl der Verbindung. Die F. C. übernahmen F. C. X i. a. B. Albert Spanier F. C. XX a. V. Hans-Schieren (XXX) Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat finden unsere Ferienoffizien statt und bitten wir alle ortsanwesenden Kbr. Kbr., besonders die jüngeren, regelmäßig zu erscheinen. Wir schließen das Semester mit dem Gefühl, daß die Arbeit in diesem Semester sich gelohnt habe und sehen einen langsam aussteigenden Kurs unserer 1. Verbindung vor uns. Viadrina-Darmstadt. In den letzten Tagen unseres Sommersemesters fiel unser 22. Stiftungsfest, bei dem wir zu unserer Freude besonders viele A. H. A. H. begrüßen konnten. Insbesondere danken wir auch nochmals einer l. K. V. Nassovia, die mit ihrer ganzen Aktivitas am Stiftungsfeste teilnahm, sowie den übrigen K. V. K. V., die ihre Chargen zu uns entsandten. Wir glauben, daß der Verlauf unseres Stiftungsfestes den Erwartungen aller Gäste entsprach. Insbesondere ist es uns durch das Damenfest gelungen den Konnex mit der hiesigen Philisterschaft, der seit etwa einem Jahr ziemlich verloren gegangen war, wieder herzustellen. Vierzehn Tage nach unserem Stiftungsfest hatten wir durch eine Veranstaltung unserer Damen schon wieder Gelegenheit, mit ihnen gemütlich zusammen zu sein. Wir denken die wieder öngeknüpften Beziehungen zur Philisterschaft dadurch weiter zu bessern, daß wir sic zu Beginn des Wintersemesters zu einem Vortrag einladen'werden. Herr Rabbiner Dr. Dienemann (Offenbach) erklärte sich auf unsere Bitte gern bereit, an diesem Abend bei uns zu referieren. Schon im Lause dieses Semesters sprach Herr Prof. Dr. Goldstein (Darmstadt) im internen Verbindungskr.eise über Gegenwartsfragen. Wenn wir auch, in Aikbetracht unserer kleinen Aktivitas, weniger Offizien abhalten konnten, so waren wir doch bestrebt, diese 'wenigstens stramm durchzuführen.