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KC-Mitteilungen · 1925-09-15 · Heft 8-9 (15.9.1925) · p. Seite 66

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1925
Issue
Heft 8-9 (15.9.1925)
Date
1925-09-15
Page
Seite 66 (sequence 4)
Language
German
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66 Dank dem Entgegenkommen unserer Münchener A. L. A. 5). konnten wir eine l K.V. Bavaria zumPauktage hierher einladen. Der glänzend verlaufene Pauktag und die anschließend verbrachten frohen Tage stärken aufs neue dies Freundschaftsband Bavaria - Licaria. Ende des Semesters ereilte uns die Trauernachricht von dem in Mannheim erfolgten Ableben unseres l. A. L. Dr. med. Benno Lewinsohn. Die Verbindung legte bis Semesterschluß Couleurtrauer an Die Semesterschlußkneipe fiel aus. Zu Ehren unseres toten Bundeshruders stieg eine feierliche Trauerkneipe. Wir schlossen das Semester am 26. Juli. Auf dem Schlußkonvent konnten wir unfern sämtlichen Chargierten die Kreuze und dem Fuxmajor f. C. des F.M. in Klammern verleihen. Die a. B a. B. Wachsmann und Gummersheimer wurden inaktiviert. a.B. Cohn erhält Generalurlaub für das nächste Semester, ebenso a. F. Wallach. Es war uns leider nicht möglich, auf dem K. C.-Tag in Bonn zu chargieren. Auf dem 35. Stiftungsfest der l. K.V. Bavaria wurde die Verbindung durch 3 Bbr. Bbr., die auf der Leimreise Leidelberg berührten, vertreten. Ein gemütlicher Frühschoppen im „Perkeo" vereinigte die vielen zum Stiftungsfest erschienenen Licaren. Die Tatsache, daß infolge der geringen Zusagen von Seiten der auswärtigen A.L.A.Ä. ein Stiftungsfest im verlaufenen Semester nicht abgehalten werden konnte, wurde allgemein bedauert. Die anwesenden Bbr. Bbr. forderten in einer an den A. L.V. gerichteten Resolution die Abhaltung desselben im W. 25/26 S. Auswärtige Bbr. Bbr., die derselben Meinung sind, bitten wir, ihre Ansicht dem A. L. V. mitzuteilen. Die F. C. besteht aus den Bbr. Bbr. F. C. X Wachsmann (X,X) Schraudolphstr. 11 F. C. XX van Wien, Winzererstraße 52 F. C.XXX Arwand, Kohlstraße 3a l All den Kbr. Kbr., die im Winter nach München kommen, versprechen wir ein gemütliches, durch Oktoberfest und Fasching abwechslungsreich sich gestaltendes Semester Rheno-Silesia, Bonn. Das Sommer-Semester 1925 ist nun zu Ende. Eine Spanne Zeit Ist verstrichen, in der es der Verbindung gelungen ist, sich wieder zur alten Größe und Stärke der Vorkriegszeit empor zu schwingen und ihre Farben wieder zu dem Platz zu führen, der ihnen gebührt. Wir eröffneten mit 16 Aktiven und 7 ortsanwesenden Inaktiven das Sommer-Semester. Von acht Füchsen wurden nach den Pfingstferien die Brander Löwenstein, Pick, Buxbaum und Rothschild rezipiert. In dankenswerter Weise übernahmen trotz ihrer hohen Studiensemester i.a. B. i. a. B. Hartmann und Lewin die Fuchsmajorate. Obwohl wir wußten, daß das kommende Sommersemester uns viel Arbeit bringen würde, waren wir uns doch von vornherein darüber klar, daß der Korporationsbetrieb in keiner Weise darunter leiden dürfe. Wir haben dementsprechend auch einen strammen Verbindungsbetrieb durchgeführt. Im großen und ganzen bestanden unsere Offizien aus Konvent, wissenschaftlichen Abenden, Spielabenden und Cxbummel. Ferner hatten wir täglich 1 bis 2 Fechtofsizien und 1 Sportoffizium (Schwimm, und Leichtathletik). Besonderen Wert legte die Verbindung in diesem Sommer aus das Fechten. Außer dem offiziellen Paukboden beim llniversitätsfechtlehrer hielt unser Fechtwart täglich auf dem Hause Fechtofsizien ab. So wurde es uns möglich, in diesem Semester 2 Pauktage steigen zu lassen, einen mit einer verehelichen frei-schlagenden Verbindung „Salia" aus Würzburg, und den zweiten anlässig des KC.-Tages. Bei beiden haben wir mit gutem Erfolg abgeschnitten. Auch der Sport wurde in diesem Semester gefördert. Höchstleistungen wollten wir nicht erzielen, aber wollten bei den Vundcsbrüdern das Interesse und die Liebe zum Sport erwecken. In den frühesten Morgenstunden hatten wir auf der Hosgartenwiese unsere leichtathletischen Offizien. Die Mannschäften, die für die Wettkämpfe vorgesehen waren, trainierten außerdem noch besonders. Eine ganze Reihe von Bundesbrüdern beteiligten sich erfolgreich an den llcbungen für das „Deutsche Sportabzeichen". Unsere Fausthallmannschaft trug durch Vermittlung des A. H. Dreifuß mit dem Iüd. Turnverein Köln Wettspiele aus und spielte auch bei der Austragung, der Universitäts- Meisterschaft eine bedeutende Rolle. Bei den leichtathletischen Universitätswettkämpfen brachten wir es nur zu Achtungserfolgen, waren aber bei den Schwimmmeisterschaften zweimal an erster und einmal an zweiter Stelle siegreich. Auch bei dem KC.Sportfest hatten wir durchaus zufriedenstellende Leistungen zu verzeichnen. Reben der körperlichen Arbeit wurde jedoch die geistige Tätigkeit in keiner Weise vernachlässigt. An Vorträgen ethischer, belletristischer und politischer Natur und an Aussprachen über jüdische Dinge zeigten die Bbr. Bbr. viel Interesse und Verständnis. Die Verbindung ihrerseits machte offiziell sämtliche Bonner Museen und das Veethovenhaus zu besuchen. Sehr viel Arbeit gab es im Kampf um unsere Stellung innerhalb der Bonner Studentenschaft oder besser gegenüber dem Block der Korporationen auf. Fedoch haben wir uns energisch durchgesetzt und bei allen Anlässen gezeigt, daß wir nicht geneigt sind, uns von dem Waffenring verdrängen zu lassen. Einen großen Teil unseres Erfolges verdanken wir Sr. Magnifizenz dem Herrn Rektor der Bonner Universität, der, nach der Weigerung der V.V. (Vertreterversammlung Bonner Korporationen) anläsfig der Akademischen Iahrtausendfeier mit uns zu chargieren, diese auflöstc, so daß unter dem Drucke der llniversitätsbehörde ein gemeinsames chargieren zustande kam. Wir zeigten bei dem Anlaß durch unser demonstratives Verhalten der breitesten Oeffentlichkeit und den anwesenden Preußischen Ministern die Lächerlichkeit der Einstellung der V.V. Einige größere Zeitungen nahmen demgemäß auch Stellung dazu und rügten das unglaubliche Verhalten der V.V-Korporatronen. Im Anschluß daran forderten wir von Rektor und Senat, nachdem sich die V.V. noch nicht restituiert hatte, die Festsetzung der Chargierordnung durch die Universitätsbehörde. Auch hier nahm sich in vorbildlich objektiver Art der Rektor unsere Forderung an und vertrat diese anläßlich der Senatssitzung. Seitens der Universität ging uns nun die schriftliche Nachricht zu, daß Rektor und Senat beschlossen hätten, um eine Wiederholung der Vorfälle anlässig der Iahrtausendfeier zu vermeiden, eine Chargierordnung, die auf akademischer Gleichberechtigung basiert, selbst sestzusetzen, so daß das kommende Semester wohl die Früchte unserer hochschulpolitischen Arbeit ernten wird. Nebenher liefen die Vorbereitungen zum KC.-Tag. Wir haben uns gefreut, den Kartelltag in Bonn haben zu können, da er für uns als Kundgebung des deutschen Judentums am Rhein seinen Zweck nicht verfehlen konnte. Gern haben wir die Vorarbeiten auf uns genommen und selbst Schwierigkeiten waren rasch überwunden, bald hatten wir über 300 KC.ern Änterkunft besorgt. Bei all diesen Arbeiten haben wir von unfern A. H. A. H. tatkräftige llnterstützung gefunden wie überhaupt dieses Semester den innigsten Konnex zwischen Alt-Herrenverband und Verbindung zeigt. Alles in allem haben wir ein arbeitsreiches Semester hinter uns. Aber die Vundesbrüderlichkeit und das gegenseitige Sichverstehen machten uns diese Arbeit zur Freude. In den freien Stunden führte uns manch

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