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KC-Mitteilungen · 1925-09-15 · Heft 8-9 (15.9.1925) · p. Seite 64

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1925
Issue
Heft 8-9 (15.9.1925)
Date
1925-09-15
Page
Seite 64 (sequence 2)
Language
German
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64 tischer Seite nichts. Der Preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Prof. Dr. Becker, Hat als einziger davon gesprochen, wenn er nicht nur Volksgefühl und Heimatliebe, sondern Staatsgefühl und Dienst am Volksganzen forderte; allerdings: die Studentenschaft von heute habe dieses Problem nicht erkannt. Aeberaus kärglicher Beifall war die Quittung. Aber man dankte -dem Minister noch ganz anders dafür, daß er einen Teil seines Urlaubs dem Studententage opferte: Als er zu sprechen anfing, verließen die Vertreter Hannovers demonstrativ den Saal, — wegen des Falles Lessing (über den auch eine besondere Resolution zustande gebracht wurde). And der Studententag als solcher identifizierte sich mit diesem unerhörten Verhalten, indem er einen Antrag der Aachener, das Verhalten der Hannoveraner Vertreter zu mißbilligen, ablehnte! And sonst? Die Chrenordnung, die endgültig angenommen werden sollte, kam nicht -zustande. Der bisherige erste Vorsitzende, Bauer, wurde wiedergewählt und die Herren Thon und Stell ihm zur Seite'gestellt. And dergleichen. Schließlich: eine erfreuliche Tat: Zum Gedenken an die im Weltkrieg gefallenen Studenten wurde eine Stiftung zugunsten der notleidenden Kommilitonen errichtet. — H. L. Der Völkische Beobachter zum K. C.-Tag. , "Der Völkische Beobachter berichtet über den K.C.- Täg unter der Aeberschrift „Jüdische Friedensstörer an den deutschen Hochschulen": „Cs ist eine bekannte Tatsache, daß das Judentum an den deutschen Hochschulen eigene koschere „Studenten- Verbindungen" mit nachgeäfften deutschen Studentensitten unterhält, die als eine Kampfgruppe ihrer Nation gegen das erwachende deutsche Empfinden unserer Studentenschaft sich betätigen und dabei die vollste Anterstützung der gehirnverkalkten Geheimräte - alten Stils finden. Cs ist dies der „Kartellkonvent deutscher (!!) Studenten jüdischen Glaubens" (!), eine Hochschulgruppe des gleichnamigen „Staatsbürgervereins", die kürzlich nach dem Bericht des In. Familienblattes Nr. 32 in Bonn ihren 23. K.C.-Tag abhielten. Dort wurden natürlich neue Waffen geschmiedet in dem heimlichen und jüdisch-hinterhältigen Kampf gegen die aufsteigende jugendgegnerische Bewegung. Wenn auch ein „Alter Herv'- der Rechtsanwalt Dr. Stern, scheinbar ein studentisches Gebiet behandelte, als er über „Wege und Aufgaben des Fuxenunterrichts" sprach, so ging der Dortmunder Rabbiner Jacob aus dem Dunkel der Verhandlungen heraus mit seinem Vortrag über „Die Bibel der. Antisemiten", dessen Ausführungen das Iudenblättchen leider ebenso, wie die des Rechtsanwaltes Kr o m b a ch über „Die deutsche Juden und die politischen Parteien" mit Stillschweigen übergeht. Kann übrigens wieder einmal die Verjudung der heutigen deutschen Justiz bester gezeigt werden, wenn hier führende „deutsche" Juristen mit folgenden Hebräern vorgeführt werden: Amtsrichter (!) Rosenthal (Berlin), Rechtsanwälte Rosenöw (Berlin), Holländer (Berlin), Loewenstein (Aachen), Wolfs (Oppeln), Strauß (Augsburg), Hirsch (Berlin), Mainzer (Frankfurt) u. a.? Der Kampfgeist gegen das lammsfromme Äirtsvolk kam in einer Entschließung zum Ausdruck: „Der Kamps gegen den Antisemitismus ist mit den der Zeit angepaßten Mitteln zu führen." (!!) Voller Freuden nahm natürlich die Leitung der Aniverfität Bonn, der michelhaften weltfremden „Toleranz" heutiger Dozenten entsprechend, durch einen Geheimrat Clemen, dessen Ahnen einst vom Osten kamen, an der Tagung „Herzlichen Anteil"^ Auf dem Kommers sprach der Augsburger Iudenanwalt Strauß offen aus, daß „der schon 1886 (als sich zum ersten Male im deutschen Volke die Erkenntnis der Iudenpest regte! D. Vers.) gegründete K.C. eine Kampftruppe bleiben müsse für das „deutsche" Judentum, aufgebaut auf unbedingter Disziplin." Dann gründete man noch einen gefchäftsführenden Ausschuß mit den Hebräern: Dr. Berlak, Dr. Braun, Lennhoff, Dr. Löwy, Dr. Maier, Dr. Rosenow, Dr. Fuchs, und Dr. Stern (Berlin), Dr. Ehrlich (Tilsit), Dr. Grünwald und Dr. Mainzer (Frankfurt), Dr. Krombach (Essen), Dr. Bier (Köln), Rosenthal (Breslau), Eugen Schmidt (München), Eugen Strauß (Augsburg), Dr. Schindler (Beuthen) und Dr. Arias (Hamburg), wahrlich eine „faine" „Blütenlese" „deutscher" Staatsbürger: Grundsätzlich muH heute gerade — und selbst in der Bonner Studentenschaft zeigten sich nach dem Gemanschet der Juden schon einige Ansätze dazu — die »eutschbewußte Studentenschaft gegen dieses nicht unbedenkliche Kaspertheater Rastefremder an unseren Hochschulen Stellung nehmen und den Kampf führen, in dem unsere völkisch erwachten deutsch-österreichischen und sudetendeutschen Studenten heute schon stehen und auf gute Erfolge bisher zurückblicken können. Sollen deutsche Hochschulen noch weiterhin der Tummelplatz galizischer Eindringlinge sein? Die Lesfing und Gumbel und'ihre Rotte Korah haben deutsche Hochschulen schon genug in den Schmutz gezogen! Erwache, deutscher Student, zum Bewußtsein deines Rechtes und deiner völkischen Pflichten! Ggl." Ein Kommentar zu diesem Witzblatt-Artikel würde seine Wirkung nur abschwächen. Wir haben an der klassischen Sprache daher ebensowenig Aenderungen vorgenommen, wie an der Interpunktion. Daß hiev Aerzte zu Juristen gestempelt werden, sei nur der Ordnung wegen betont. Der Morgen. Das 3. Heft der im Philo-Verlag erscheinenden Zweimonatsschrift „Der Morgen", herausgegeben von Prof. Julius Goldstein, liegt jetzt vor, für die Leser eine Freude und ein hoher Gewinn. Wer von den Kartellbrüdern immer noch nicht Abonnent ist, lese kolgende Besprechung von Adam Röder in der „Süddeutschen conservativen Correspondenz": Morgenröte? Seit kurzer Zeit erscheint im Philo-Verlaq in Berlin eine Zweimonatsschrift „Der Morgen" herausegeben von Professor Dr. Julius Goldstein in Darm- :ädt. Das Erscheinen dieser Zeitschrift ist ein Symptom unserer kulturpolitischen Lage: das gelehrte und gebildete Judentum schließt sich zusammen, um mit dem Mittel der literarischen Arbeit und des schriststellerischen Bekenntnisses der fortdauernden antisemitischen Verseuchung des deutschen Volksgeistes durch Agitation und Pseudo-Wissenschaft mit den Waffen des Geistes und echter Wissenschaft entgegenzutreten. So vereinigt die Zeitschrift in sich die namhaftesten jüdischen Gelehrten und Publizisten, denen sich eine Reihe nichtjüdischer Autoren aus allen Lagern arrschließt. Rach den bis jetzt vorliegenden beiden Heften darf man hoffen, daß die Absicht der Gründung vollkommen erreicht wird. Alle Artikel haben die gebotene Höhenlage nach Inhalt und Form. Vornehm und bestimmt werden die jüdischen Interessen, soweit sie mit den deutschen nationalen und Kulturinteressen geschichtlich verknüpft find, betont und vertreten. Aeberall herrscht der Geist der -wissenschaftlichen deutschen Methode von

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