KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 7 (15.7.1925)
- Date
- 1925-07-15
- Page
- Seite 59 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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59 Vor Schleus; des Semesters wir- Herr Schlveriner vom Centtalverein noch einen Vortrag über Wesen und Ziele -es Centralvcreins halten, und wird an einem anderen Abend ein-er unserer A.H. für und ein anderer gegen die Naumann-Bewegung sprechen, womit wir den Bbr.Bbr. hierüber ein niöglichst objektives Bild dieser Bewegung zu geben versuchen. Ein Vortragszyklus wurde ferner vom Erstchargiertcn veranstaltet, den man mit „Stellungnahme zu den Problemen Staatsgedanke und Individualismus" übcrschreiben könnte. Dieser Zyklus ist als Grundlage für eine staatspolitischc Erziehung der Bbr.Bbr. gedacht, in der Hoffnung, daß spätere Semester diesen Plan weiter ausbauen werden. Der Crstchargierte sprach selbst an zwei Abenden über die Stellung des Individuums zur Gesellschaft, zur Familie, zum Staate, zum Weltganzen, an einem anderen Abend fand hieriibcr eine sehr ersprießliche und viele Probleme ausrollende Diskussion statt, und die ganze Aktivitas nahm in längerem Referat hierzu Stellung. Bei der Diskussion ergab sich die Irotwendigkcit, einzelne Teilgebiete noch gesondert zu behandeln, so sprach an einem andern Abend A.H. Walter Menke über die „Reform des Sexualstrafrechts" und der Lrstchargierte über „Geschlechtskrankheiten und deren Folgen". Auf dem K.C.-Tag werden unsere Bbr.Bbr. Gelegenheit nehmen, zu zeigen, daß wir die korporative, die sportliche, die tendenziöse und geisteswissenschaftliche Seite unseres Verbandes in gleicher Weise gepflegt haben. Wie vor Pfingsten eine Besichtigung des Kaiser- Friedrich-Museums, so findet am 10. Juli unter Führung eines Archäologen eine Besichtigung des Alten und Reuen Museums am Domplah statt. Ganz besonders gern nehmen wir bei dieser Gelegenheit Veranlassung, mrsern l. A.H.A.H. herzlichst zu danken für das außerordentlich starke Interesse, das der Altherrnbund als Ganzes und sehr viele Alte Herren im besonderen dieses Semester an der Verbindung nehmen. Wir freuen uns über dies enge Zusammenarbeiten und hoffen, daß dieser Konnex so eng und harmonisch wie in diesem Semester — ideell und materiell — dauernd bleiben möge. Fast zu allen unserer Veranstaltungen sind Alte Herren anwesend, fast stets A.H. Lennhoff, als Vertreter des Vorstandes. Wir freuen uns auch, daß der Altherrenbund den C.C. oder den Crstchargierten zu seinen Abenden einlädt. Denn nur so ist es möglich geworden, daß die Alten Herren, die Inaktiven und Aktiven der Sprcvia einen so geschlossenen Organismus bilden, wie er wohl selten in Berlin bestanden hat. Wenn bei diesem Verbindungsbetrieb mindestens 5 Abende der Woche von der Sprevia ausgefüllt werden, auch während der frühen Morgenstunden und am Tage Offizien stattfinden müssenso ist das erklärlich. Aeberall, wo die Schäden der Inflation auszubessern sind, wo stabilisiert und neu aufgebaut werden muß, geht es nur dort zum Erfolg, wo der Einzelne große Opfer zu bringen imstande ist. So ist dieser Sommer sür die Verbindung ein außerordentlich arbeitsreicher gewesen. Doch das schönste „Ofsizium", ein 6 Tage dauerndes, steht uns noch bevor. Das ist die Rheinlandreise der ganzen Aktivitas. Frohe Stunden wollen wir da in Frankfurt, Köln und Aachen verleben auf Offizien, die noch besonders von der „Sprevia" veranstaltet werden, und frohe Stunden mit unfern Kbr.Kbr. in Köln und Bonn gelegentlich der K.C.-Tags-Feierlichkeiten. So wird das Semester an Erinnerungen reich im Gedächtnis der Spreven bleiben und was bleibt uns vom Studentenleben Wertvolleres als Erinnerungen!! Vincta, Eharlottenburg. Vom 13.—15. Juni begingen wir die Feier unseres 6. Stiftungsfestes und Fahnenweihe, die man als äußerst gelungen bezeichnen darf. Reben einer großen Anzahl von Kartellbriidern durften wir zahlreiche Vertreter der hiesigen republikanischen Studentenschaft, sowie anderer Organisationen begrüßen. Die Fahnenweihe selbst, die von dem Vertreter des G.A. Herrn Kbr. Dr. Rosenow vorgenommen wurde, sowie der anschließende Kommers zeigte der großen Anzahl von! Gästen und den Damen ans der Galerie ein wunderschönes Bild einer studentischen Feier. Wir hatten bald Gelegenheit, mit der neuen Fahne zu chargieren. Es geschah dies aus Anlaß der Rcktomtsübergabc an der Technischen Hochschule. Im übrigeil. verlief das Semester sehr harmonisch. Mbcn den zahlreichen — cud) a. o. off. — Sportoffizien sorgen gesellige und lvissenschaftliche Abende, z. T. gemeinsam mit einer l. K.V. Sprevia sür Abwechslung. Der Betrieb selbst ist sehr stramm, obwohl er etwas dadurch eingeschränkt wird, daß über die Hälfte der Aktivitäs während des Sommersemesters praktisch arbeitet. Cs meldete sich bei uns noch aktiv: Herr Steffen Cohn aus Berlin. Weitere Keilaussichten bestehe,r. Friburgia, Königsberg. Im weiteren Verlauf des Semesters rezipierten wir den a. F. Lithrack, der an einem wissenschaftlichen Abend einen Vortrag hielt über das Thema: „Sind Rasseneigenschaften feststellbar?" An Stelle von a.V. Schachmann, der sich infolge von Examensarbeit gezwungen sah zu dechargieren, wurde A.H. Paul Wechselmann zum X gewählt. Reu in die Verbindung wurde als O.V.G. Herr cand. jur. Zacharias aus Goldap ausgenommen. Ein zweiter, schön verlaufener Damenausslug führte uns nach Drügehnen- Galtgarben. . Die Keilaussichten für die kommenden Semester sind erfreulicherweise nach langer Zeit wieder zum ersten Male als günstig zu bezeichnen. A.H.V. und Verbindung Albingia. Für die K.C.- Tagsabstimmung sind am 30. Juni sämtlichen BuNdesbrüdern Abstimmungskarlen zugesandt worden. Wir bitten, soweit es noch nicht geschehen ist, um umgehende Ausfüllung und Rücksendung, damit dem A.H.V. nicht ein Mandat verloren geht. Auch die Inaktiven müssen ihr Stimmrecht beim A.H.V. ausüben. Abstimmungen zu den im vorliegenden Heft veröffentlichten Anträgen sind sofort äbzusendeN an Rechtsanwalt Dr. Erich Stern, z. Zt. Bonn a. Rh^, Meckenheimerstr. 28, per Adr. Verbindung Rhenosilesia. Wir bitten alle diejenigen Inaktiven, die bereits ihr Staatsexamen gemacht haben, umgehend ihre Verbindungsschulden an den Kassenwart des A.H.V. zu bezahlen, damit sie philistriert werden können. K. C. - Büro bestellt werden. Sie werden nur gegen Voreinsendung von Mark 5.— auf unser Postscheckkonto Berlin 120 66 Dr. jur. Fritz Loevh, K. C.-Büro versandt. Wir fordern alle Kartellbrüder, welche die Nachnahmesendung nicht erhallen oder nickt eingelöst haben, auf, das K. C. - Adreßbuch nunmehr abzunehmen und den Betrag zu überweisen. Laut Beschluß des G.A. sind alle K.C.er zur Abnahme verpflichtet. Der Geschästsführende Ausschuß des K.C.